
Spritpreise explodieren: Autofahrer zahlen die Zeche für grüne Klimapolitik

Das neue Jahr beginnt für Millionen deutscher Autofahrer mit einem schmerzhaften Griff ins Portemonnaie. Die Preise an den Zapfsäulen sind zum Jahreswechsel regelrecht in die Höhe geschossen – um satte neun Cent pro Liter haben sich Benzin und Diesel im Durchschnitt verteuert. Was Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt nüchtern als Folge gestiegener CO2-Preise und der sogenannten Treibhausgasminderungsquote bezeichnet, ist in Wahrheit nichts anderes als die bittere Quittung für eine ideologiegetriebene Klimapolitik, die den deutschen Bürger systematisch zur Kasse bittet.
Der CO2-Preis als Melkmaschine des Staates
Die Mechanik ist so simpel wie perfide: Der Preis pro Tonne ausgestoßenes CO2 lag im vergangenen Jahr noch bei 55 Euro. Seit Jahresbeginn werden die Zertifikate nun in einer Preisspanne zwischen 55 und 65 Euro versteigert. Wer als Unternehmen nicht genügend Zertifikate ergattern konnte, muss zum Strafpreis von 68 Euro pro Tonne nachkaufen. Diese Kosten werden selbstverständlich nicht von den Mineralölkonzernen geschluckt, sondern direkt an den Verbraucher weitergereicht.
Hinzu kommt die THG-Quote, die von 10,6 Prozent im Jahr 2025 auf nunmehr 12,1 Prozent angehoben wurde. Diese Quote zwingt Mineralölunternehmen dazu, ihre Emissionen Jahr für Jahr weiter zu senken – ein bürokratisches Instrument, das letztlich nur eines bewirkt: höhere Preise für den Endverbraucher.
Das Kartellamt beobachtet – aber ändert nichts
Mundt versicherte zwar, das Kartellamt werde die Preisentwicklung "engmaschig" beobachten. Doch was nützt diese Wachsamkeit, wenn die eigentlichen Preistreiber politisch gewollt sind? Die Behörde kann gegen staatlich verordnete Abgaben und Quoten schlichtweg nichts ausrichten. Der Verweis des Kartellamtspräsidenten, Verbraucher sollten Preise vergleichen und "Ausweichoptionen" nutzen, wirkt da fast schon zynisch. Welche Ausweichoptionen hat der Pendler auf dem Land, der täglich zur Arbeit fahren muss?
Ein kurzer Blick zurück zeigt das Ausmaß
Immerhin räumte Mundt ein, dass das vergangene Jahr günstiger war als 2024 – Benzin kostete im Schnitt sechs Cent, Diesel vier Cent weniger. Im vierten Quartal 2025 lag der Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 bei 1,67 Euro, für Diesel bei 1,61 Euro. Diese Preise erscheinen angesichts der aktuellen Entwicklung fast schon wie ein ferner Traum.
Die wahren Leidtragenden der Klimapolitik
Es sind nicht die gut situierten Großstädter mit ihren E-Autos und Lastenfahrrädern, die unter den steigenden Spritpreisen leiden. Es sind die Handwerker, die Pflegekräfte, die Familien auf dem Land – Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind und keine Alternative haben. Für sie bedeutet jeder Cent mehr an der Zapfsäule eine weitere Belastung des ohnehin strapazierten Haushaltsbudgets.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hatte versprochen, die Bürger zu entlasten. Doch die Realität sieht anders aus: Die CO2-Bepreisung steigt weiter, die Quoten werden verschärft, und der deutsche Autofahrer zahlt die Zeche. Es wäre an der Zeit, diese Politik grundlegend zu überdenken – bevor Mobilität endgültig zum Luxusgut wird, das sich nur noch wenige leisten können.










