Kettner Edelmetalle
31.07.2025
18:51 Uhr

Schweizer Demokratie unter Beschuss: EU-VertrÀge sollen am Volk vorbei durchgewinkt werden

WĂ€hrend die Schweiz morgen ihren Nationalfeiertag begeht, arbeiten KrĂ€fte im Hintergrund daran, die direkte Demokratie des Landes systematisch auszuhöhlen. Die Kompass-Initiative kĂ€mpft fĂŒr mehr Volksrechte bei internationalen VertrĂ€gen – doch der Bundesrat plant bereits neue EU-Abkommen, die geschickt am obligatorischen Referendum vorbeigeschleust werden sollen.

Das löchrige Staatsvertragsreferendum

Seit 1977 verfĂŒgt die Schweiz ĂŒber das Staatsvertragsreferendum – ein Instrument, das dem Volk eigentlich Mitsprache bei völkerrechtlichen VertrĂ€gen garantieren sollte. Doch die RealitĂ€t zeigt: Das System hat mehr Löcher als ein Schweizer KĂ€se. WĂ€hrend bei VerfassungsĂ€nderungen zwingend Volk und StĂ€nde zustimmen mĂŒssen, können weitreichende internationale Abkommen durch geschickte juristische WinkelzĂŒge am SouverĂ€n vorbeimanövriert werden.

Die Geschichte spricht BĂ€nde: Der EWR-Beitritt wurde 1992 nur deshalb dem Volk vorgelegt, weil der Bundesrat dies freiwillig tat – rechtlich wĂ€re es nicht zwingend gewesen. Das knappe Nein der StimmbĂŒrger mit 50,3 Prozent verhinderte damals den schleichenden EU-Beitritt. Bei den Bilateralen I und II hingegen durfte das Volk nur ĂŒber Teilaspekte abstimmen, wĂ€hrend die Gesamtpakete durchgewunken wurden.

Die Kompass-Initiative: Ein zahnloser Tiger?

Die 2024 lancierte Kompass-Initiative will diese demokratischen LĂŒcken schließen. VertrĂ€ge mit dynamischer RechtsĂŒbernahme – also der automatischen Übernahme von EU-Recht – sollen kĂŒnftig zwingend vors Volk. Ein löblicher Ansatz, der jedoch entscheidende SchwĂ€chen aufweist: Von den noch weitreichenderen WHO-VertrĂ€gen, die der Schweiz im Krisenfall faktisch die SouverĂ€nitĂ€t entziehen könnten, schweigen die Initianten. Bis die Initiative greift, dĂŒrften die Internationalen Gesundheitsvorschriften und der Pandemievertrag lĂ€ngst in Kraft sein – ohne dass das Volk je darĂŒber abstimmen durfte.

Bilaterale III: Der nÀchste Coup gegen die Volksrechte

WĂ€hrend ĂŒber die Kompass-Initiative diskutiert wird, schmiedet der Bundesrat bereits neue PlĂ€ne. Unter dem harmlos klingenden Titel "Bilaterale III" sollen weitreichende VertrĂ€ge mit der EU abgeschlossen werden. Das Paket umfasst nicht nur die Dynamisierung bestehender Abkommen, sondern auch neue VertrĂ€ge in den Bereichen Strom, Forschung, Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Das Perfide daran: Trotz der enormen Tragweite plant der Bundesrat kein obligatorisches Referendum. Wie schon bei Schengen soll lediglich ein fakultatives Referendum möglich sein – sofern genĂŒgend Unterschriften zusammenkommen. Die HĂŒrde von 50.000 Unterschriften in nur 100 Tagen ist dabei bewusst hoch angesetzt.

Die schleichende Entmachtung des SouverÀns

Was hier geschieht, ist nichts anderes als die systematische Aushöhlung der direkten Demokratie. Internationale VertrĂ€ge werden so gestaltet, dass sie formal keine VerfassungsĂ€nderung erfordern, faktisch aber die SouverĂ€nitĂ€t der Schweiz massiv einschrĂ€nken. Die dynamische RechtsĂŒbernahme bedeutet nichts anderes, als dass BrĂŒssel kĂŒnftig in Bern mitregiert – ohne dass das Schweizer Volk dies je explizit gutgeheißen hĂ€tte.

"Man muss diesen dunklen MĂ€chten ganz massiv auf die Finger schauen! Vielleicht gibt es da auch gewisse Offshore-Konten, man weiss es nicht! Auf jeden Fall wird nicht im Interesse der BĂŒrger gehandelt!"

Diese Worte eines Kommentators treffen den Nagel auf den Kopf. Die Frage drÀngt sich auf: Wessen Interessen vertreten Bundesrat und Parlament wirklich? Die des Schweizer Volkes oder die einer globalisierten Elite, die nationale SouverÀnitÀt als lÀstiges Hindernis betrachtet?

Ein Weckruf zum Nationalfeiertag

WĂ€hrend die Schweiz morgen ihre UnabhĂ€ngigkeit feiert, sollten sich die BĂŒrger bewusst machen: Diese UnabhĂ€ngigkeit wird StĂŒck fĂŒr StĂŒck demontiert. Die direkte Demokratie, einst Stolz und Markenzeichen der Eidgenossenschaft, verkommt zur "Fassaden-Demokratie", wie es ein Leser treffend formulierte.

Es ist höchste Zeit, dass das Schweizer Volk aufwacht und seine demokratischen Rechte verteidigt. Die Kompass-Initiative mag ein Anfang sein, doch sie greift zu kurz. Was es braucht, ist eine grundlegende Reform des Staatsvertragsreferendums, die sicherstellt, dass alle weitreichenden internationalen VertrĂ€ge – seien es EU-Abkommen, WHO-VertrĂ€ge oder andere supranationale Vereinbarungen – zwingend der Zustimmung von Volk und StĂ€nden bedĂŒrfen.

Die Alternative ist klar: Eine Schweiz, die ihre SouverĂ€nitĂ€t StĂŒck fĂŒr StĂŒck an internationale Organisationen abtritt, bis vom einst stolzen Sonderfall nur noch eine leere HĂŒlle ĂŒbrig bleibt. Das kann und darf nicht das Schicksal der Eidgenossenschaft sein.

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