Kettner Edelmetalle
26.06.2026
07:49 Uhr

Scheidungszahlen steigen wieder: Das langsame Sterben der traditionellen Familie?

Scheidungszahlen steigen wieder: Das langsame Sterben der traditionellen Familie?

Es ist eine Statistik, die mehr verrĂ€t als bloße Zahlenkolonnen: Zum zweiten Mal in Folge ist die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland gestiegen. Das Statistische Bundesamt legte am vergangenen Freitag die nĂŒchternen Daten vor – und sie zeichnen das Bild einer Gesellschaft, die sich von ihren Fundamenten zu verabschieden scheint. Rund 130.100 Ehen wurden 2025 per richterlichem Beschluss aufgelöst, ein Plus von 0,6 Prozent oder 716 geschiedenen Verbindungen gegenĂŒber dem Vorjahr.

Zwei Anstiege in Folge – ein stiller Trendwechsel?

Auf den ersten Blick mag der Zuwachs marginal erscheinen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt eine bemerkenswerte Kehrtwende. Über zwei Jahrzehnte hinweg waren die Scheidungszahlen – mit wenigen Ausnahmen – kontinuierlich gesunken. Im Jahr 2003, dem traurigen Höhepunkt seit der Wiedervereinigung, lagen sie noch satte 39 Prozent ĂŒber dem heutigen Niveau. 2023 markierte dann den Tiefststand. Seitdem geht es wieder bergauf. Auf 1.000 Einwohner kamen 2025 exakt 1,56 Scheidungen – ein leichter, aber eben spĂŒrbarer Anstieg gegenĂŒber den 1,54 des Vorjahres.

Die eigentliche Katastrophe: Niemand heiratet mehr

Doch das wahre Alarmsignal liegt anderswo. Die Zahl der Eheschließungen erreichte 2025 mit 348.800 geschlossenen Ehen den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950. Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: In ĂŒber siebzig Jahren haben sich noch nie so wenige Menschen das Ja-Wort gegeben. GegenĂŒber 2003 ist die Zahl um 8,9 Prozent eingebrochen. Die Ehe – einst Grundpfeiler unserer Gesellschaft, Versprechen fĂŒr die Zukunft und Keimzelle der Familie – scheint im modernen Deutschland zum Auslaufmodell zu verkommen.

Eine Gesellschaft, die das Heiraten verlernt, verliert nach und nach jenes Fundament, auf dem Generationen vor uns Wohlstand, Sicherheit und Zusammenhalt aufgebaut haben.

Wenn Kinder die Leidtragenden sind

Besonders bitter wird die Statistik dort, wo sie die JĂŒngsten betrifft. Bei mehr als der HĂ€lfte aller Scheidungen – genau 51,7 Prozent beziehungsweise rund 67.200 FĂ€llen – waren minderjĂ€hrige Kinder betroffen. Insgesamt mussten etwa 113.400 MinderjĂ€hrige im vergangenen Jahr erleben, wie die Ehe ihrer Eltern zerbrach. AuffĂ€llig dabei: Der Anteil der Scheidungen mit zwei oder mehr Kindern nimmt zu, wĂ€hrend Trennungen mit nur einem Kind seltener werden. Bei den geschiedenen Familien mit Nachwuchs hatten 40,5 Prozent zwei Kinder, 11,9 Prozent sogar drei oder mehr.

Die Ehe hĂ€lt lĂ€nger – bis sie dann doch zerbricht

Im Durchschnitt hielten die im Jahr 2025 geschiedenen Verbindungen 14 Jahre und 7 Monate. Bemerkenswert: Immer mehr Paare lassen sich erst nach der Silberhochzeit scheiden. Bei rund 20.800 Paaren, also 16 Prozent, fiel die Trennung auf das 25. Ehejahr oder spÀter. In den 1990er-Jahren lag dieser Anteil noch bei mageren 10 bis 11 Prozent. Selbst nach Jahrzehnten gemeinsamen Lebens scheint die BestÀndigkeit also keine SelbstverstÀndlichkeit mehr zu sein.

Gleichgeschlechtliche Scheidungen nehmen zu

Ein eigenes Kapitel widmen die Statistiker den gleichgeschlechtlichen Ehen. Rund 1.700 solcher Paare ließen sich 2025 scheiden – ein Anstieg von 10 Prozent oder 154 FĂ€llen gegenĂŒber dem Vorjahr. Damit machten diese Scheidungen 1,3 Prozent aller Auflösungen aus. Die sogenannte „Ehe fĂŒr alle“ war im Oktober 2017 eingefĂŒhrt worden – ein politisches Prestigeprojekt, dessen langfristige gesellschaftliche Folgen sich erst nach und nach zeigen.

Was uns diese Zahlen wirklich sagen

Man kann diese Statistik als bloße Ansammlung von Prozenten abtun. Oder man erkennt darin, was sie ist: ein Spiegel einer Gesellschaft im Wandel – und nicht unbedingt zum Besseren. WĂ€hrend die Politik sich mit Gendersternchen, ideologischen Symboldebatten und immer neuen Umverteilungsfantasien beschĂ€ftigt, erodiert im Stillen das, was unser Land ĂŒber Jahrhunderte zusammengehalten hat: die Familie. Wer junge Menschen mit explodierenden Lebenshaltungskosten, einer ausufernden Steuerlast und einer ungewissen Zukunft konfrontiert, der darf sich nicht wundern, wenn Ehe und Kinder zum kalkulierbaren Risiko statt zum LebensglĂŒck werden.

Die RĂŒckbesinnung auf traditionelle Werte – auf Familie, VerlĂ€sslichkeit und Zusammenhalt – wĂ€re dringender denn je. Doch davon ist im politischen Berlin wenig zu spĂŒren.

BestÀndigkeit, die niemand wegscheiden kann

In Zeiten, in denen so vieles ins Wanken gerĂ€t – Ehen, gesellschaftliche Gewissheiten, das Vertrauen in Politik und WĂ€hrung – suchen viele Menschen nach echter BestĂ€ndigkeit. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrtausende bewiesen, dass sie ihren Wert bewahren, ganz gleich, welche StĂŒrme ĂŒber Gesellschaften hinwegfegen. Als krisensichere Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie das, was Papierversprechen und politische Modeerscheinungen nicht leisten können: greifbare Substanz, die niemand per Beschluss auflösen kann.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist angehalten, eigenstĂ€ndig zu recherchieren und fĂŒr seine finanziellen, steuerlichen und rechtlichen Entscheidungen selbst Verantwortung zu ĂŒbernehmen. Bei konkreten Fragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Berater.

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