Kettner Edelmetalle
02.06.2026
09:42 Uhr

Robert der Weiße erteilt der Regierung gnädigst seinen Segen – Habecks Selbstinszenierung im Admiralspalast

Robert der Weiße erteilt der Regierung gnädigst seinen Segen – Habecks Selbstinszenierung im Admiralspalast

Es gibt Auftritte, die brauchen keinen politischen Gegner mehr, weil sie sich selbst genügen. Robert Habeck, einst Vizekanzler und Wirtschaftsminister, jetzt nur noch ehemaliger Hoffnungsträger einer untergegangenen Ampel, hat im Berliner Admiralspalast beim sogenannten Spiegel-Spitzengespräch wieder einmal bewiesen, dass er die Bühne mehr liebt als das Regieren. Und das Publikum? Es klatschte, pfiff begeistert und reichte ihm den Weihrauch, den er sichtlich genoss.

„Der beste Bundeskanzler, den Deutschland nie hatte“

Schon die Begrüßung durch Moderator Markus Feldenkirchen setzte den Ton: Habeck sei für die einen der schlechteste Wirtschaftspolitiker aller Zeiten, für die anderen der „beste Bundeskanzler, den Deutschland nie hatte“. Tosender Applaus aus dem Saal verriet, in welche Richtung die Sympathien an diesem Abend gekippt waren. Eine handverlesene Anhängerschaft, die ihrem Idol jeden Satz abnahm – während draußen im Land die Realität eine andere Sprache spricht.

Denn die Bilanz dieses Mannes ist alles andere als ein Kinderbuch mit Happy End. Hunderttausende gefährdete Arbeitsplätze, ein angeschlagener Industriestandort, explodierende Energiekosten und ein Heizungsgesetz, das in Erinnerung bleiben wird wie kaum ein anderes Bürokratiemonster der jüngeren Geschichte. Doch von Selbstkritik keine Spur.

Die Gnade des Robert Habeck

Der Satz des Abends, der seine ganze Selbstwahrnehmung entlarvt, lautete: „Trotzdem darf eine Bundesregierung die Dinge anders machen, als ich sie richtig finde.“ Wie großzügig. Man möchte fast danken für diese huldvolle Erlaubnis. Die amtierende Regierung von Friedrich Merz dürfte erleichtert aufatmen, dass ihr der frühere Vizekanzler aus dem Off seinen Segen erteilt.

„Ich denke auch nicht mehr viel über die Regierungszeit nach, im Sinne von Anekdoten oder wie war das damals im Kanzleramt“, gab Habeck zu Protokoll.

Ein bemerkenswertes Eingeständnis. Wer die verheerenden Folgen seiner Energiepolitik betrachtet, der versteht, warum das Nachdenken über die eigene Regierungszeit unbequem werden könnte. Bequemer ist es da, sich als Visionär zu inszenieren.

Kinderbuchautoren als Hellseher?

Mehrfach betonte Habeck, vielen Politikern fehle die Fähigkeit, in die Zukunft zu denken – eine Gabe, die er als Kinderbuchautor angeblich besitze. Man darf bei dieser Selbsteinschätzung durchaus schmunzeln. War es nicht eben jene visionäre Weitsicht, die Deutschland Milliardengräber wie das gescheiterte Batteriewerk im Norden, ein destabilisiertes Stromnetz und Rekord-Strompreise bescherte? Wenn das die Frucht zukunftsgerichteten Denkens sein soll, dann wünschte man sich beinahe einen Politiker, der nur an die Gegenwart denkt.

Trump, Monster und die „Zeit der Monster“

Bemerkenswert auch, mit welcher Selbstverständlichkeit Habeck den italienischen Philosophen Antonio Gramsci bemühte, der von einer Übergangszeit als „Zeit der Monster“ gesprochen habe. Auf die Frage, wer denn das Monster sei, wehrte er zwar ab – niemand aus der demokratischen Mitte sei ein Monster. Doch gegen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump teilte er kräftig aus: Größenwahn, christlicher Sendungsbewusstsein, Gier nach Grönland. „Alles muss größer werden, alles muss goldener werden“, spottete Habeck. Eine gewisse Ironie liegt darin, dass ein Mann mit derart ausgeprägter Selbstverliebtheit anderen Größenwahn vorwirft.

Vom Grauen zum Weißen Zauberer

Den Höhepunkt der Selbststilisierung lieferte das Finale: Feldenkirchen präsentierte eine Art Märchen in Anlehnung an „Der Herr der Ringe“, in dem Habeck als Zauberer auftritt. „Robert der Graue“, der lange verschollen gewesen sei – kehre er nun als „Robert der Weiße“ zurück, als Retter der Welt? Habeck grinste. Stürmischer Applaus. Es ist genau diese messianische Inszenierung, die zeigt, wie weit sich Teile der politischen Klasse von den Sorgen der normalen Bürger entfernt haben.

Während im Land die Armut Rekorde bricht

Denn während im Admiralspalast applaudiert wurde, sprechen die Zahlen draußen eine andere, bittere Sprache. Über 13 Millionen Menschen in Deutschland gelten als von Armut betroffen – ein historischer Höchststand. Diese Realität interessiert offenbar nur am Rande, wenn man sich lieber als Lichtgestalt feiern lässt. Ein Großteil der Bürger hat längst erkannt, dass dieses Abgehobensein der politischen Klasse Teil des Problems ist und nicht der Lösung.

Habeck selbst verkündete, er mache jetzt „andere Sachen“, weil es für seinen Politikstil momentan keinen Raum gebe. Vielen im Land dürfte das wie eine frohe Botschaft klingen. Was bleibt, ist die Erinnerung an eine Regierungszeit, die wirtschaftliche Substanz vernichtet hat – und ein Mann, der lieber Märchen erzählt, als sich der Realität zu stellen.

Was bleibt: Vertrauen in echte Werte

Auftritte wie dieser führen vor Augen, wie wenig Verlass auf politische Selbstinszenierung ist. Wer sein Vermögen in unsicheren Zeiten schützen möchte, sucht nach Beständigkeit jenseits von Phrasen und Wahlkampftheater. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Moden und Versprechungen ihren Wert bewahren – ein stabiler Anker in einem Meer aus Ungewissheit und als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögensportfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig umfassend zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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