
Raserei mit Folgen: Ex-MinisterprÀsident Laschet wird zur Zielscheibe des Spotts
Die politische Karriere des ehemaligen NRW-MinisterprĂ€sidenten Armin Laschet gerĂ€t erneut ins Straucheln - diesmal allerdings nicht wegen politischer Fehltritte, sondern wegen eines allzu schweren FuĂes auf dem Gaspedal. Mit beachtlichen 97 km/h wurde der CDU-Politiker in einer Tempo-50-Zone in Aachen geblitzt. Eine GeschwindigkeitsĂŒberschreitung, die nicht nur seinen FĂŒhrerschein, sondern auch seine WĂŒrde temporĂ€r auf's Spiel setzt.
Sixt nutzt Laschets Fauxpas fĂŒr messerscharfe Werbekampagne
Der fĂŒr seine bissigen Werbekampagnen bekannte Autovermieter Sixt lieĂ sich diese Steilvorlage nicht entgehen und lancierte prompt eine Ă€uĂerst spitzzĂŒngige Werbeaktion. In einem Instagram-Post prĂ€sentiert das Unternehmen einen schicken BMW neben dem Konterfei des FĂŒhrerscheinlosen mit dem sĂŒffisanten Hinweis, dass ein schneller Wagen nicht gleich die Karriere kosten mĂŒsse - natĂŒrlich nur mit gĂŒltigem FĂŒhrerschein.
DoppelgÀnger-Drama als zusÀtzliche Lachnummer
Die Kreativabteilung von Sixt legte sogar noch einen drauf und spielte genĂŒsslich mit der bekannten Verwechslungskomödie zwischen Laschet und Verteidigungsminister Boris Pistorius. Die verblĂŒffende Ă€uĂerliche Ăhnlichkeit der beiden Politiker wurde in einem weiteren Post mit der spöttischen Frage "Kann ich mir deinen FĂŒhrerschein leihen?" auf die Spitze getrieben.
FragwĂŒrdige Rechtfertigung stöĂt auf taube Ohren
Besonders pikant wird die Angelegenheit durch Laschets Versuch, seinen TempoverstoĂ zu rechtfertigen. Der CDU-Politiker, der als potenzieller Kandidat fĂŒr das Amt des AuĂenministers gehandelt wird, gab an, sich von Unbekannten verfolgt gefĂŒhlt zu haben. Angebliche Morddrohungen aus der Vergangenheit hĂ€tten ihn dazu veranlasst, das Gaspedal durchzudrĂŒcken. Eine ErklĂ€rung, die bei der Staatsanwaltschaft auf wenig VerstĂ€ndnis stieĂ - keine Hinweise auf tatsĂ€chliche Verfolger konnten gefunden werden.
Politische Dimension des Vorfalls
Dieser Vorfall wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand unserer politischen Elite. WĂ€hrend normale BĂŒrger bei derartigen Vergehen mit den vollen Konsequenzen rechnen mĂŒssen, versuchen Politiker sich mit fadenscheinigen Ausreden aus der AffĂ€re zu ziehen. Die Episode reiht sich nahtlos ein in eine Serie von VorfĂ€llen, die das schwindende Vertrauen der Bevölkerung in die politische FĂŒhrungsriege weiter untergrĂ€bt.
Dass ausgerechnet ein möglicher Kandidat fĂŒr das Amt des AuĂenministers sich derart verantwortungslos verhĂ€lt und dann auch noch mit durchsichtigen ErklĂ€rungsversuchen aufwartet, lĂ€sst tief blicken. Es zeigt einmal mehr, wie weit sich die politische Klasse von den RealitĂ€ten und Sorgen der normalen BĂŒrger entfernt hat.
Immerhin hat Laschet seinen Einspruch letztendlich zurĂŒckgezogen - wenn auch erst, nachdem die Unhaltbarkeit seiner Version offensichtlich wurde. Ein schwacher Trost fĂŒr all jene, die sich von ihren politischen Vertretern mehr IntegritĂ€t und Verantwortungsbewusstsein wĂŒnschen.
- Themen:
- #CDU-CSU










