
Ramadan-Terror an Wiener Schulen: Wenn Kinder zu Glaubenspolizisten werden

Was sich derzeit an Wiener Schulen abspielt, liest sich wie ein LehrstĂŒck ĂŒber gescheiterte Integrationspolitik. WĂ€hrend des muslimischen Fastenmonats Ramadan berichten LehrkrĂ€fte von massivem Gruppendruck unter SchĂŒlern â und von ZustĂ€nden, die man eher in Teheran als in der österreichischen Hauptstadt vermuten wĂŒrde. Doch wer glaubt, dies sei ein rein österreichisches Problem, der irrt gewaltig.
Gebetsteppich statt Mathematik
Die Schilderungen, die der Lehrergewerkschafter Thomas Krebs in einer Reportage des ServusTV-Formats âBlickwechsel" zum Besten gibt, sind erschĂŒtternd. In manchen Klassen hĂ€tten sich regelrechte Ăberwachungsgruppen formiert, die penibel darauf achteten, dass niemand das Fasten breche, dass sich alle âentsprechend kleiden" und sich âganz besonders im Ramadan benehmen". Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: MinderjĂ€hrige SchĂŒler errichten in europĂ€ischen Klassenzimmern ein System sozialer Kontrolle, das an religiöse Sittenpolizei erinnert.
Besonders bezeichnend ist ein Vorfall, den Krebs schildert: Zwei SchĂŒler hĂ€tten wĂ€hrend des laufenden Unterrichts ihren Gebetsteppich ausgerollt und verkĂŒndet, jetzt werde gebetet. Nicht in der Pause. Nicht in einem separaten Raum. Mitten im Unterricht. Die Dreistigkeit dieser Geste offenbart ein fundamentales Problem â nĂ€mlich die vollstĂ€ndige Missachtung der Regeln und Strukturen des Gastlandes.
Psychische Gewalt unter dem Deckmantel der Religion
Dabei reicht bereits ein einziger SchĂŒler, um eine ganze Klasse unter Druck zu setzen. âEs darf nicht sein, dass sich einzelne SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ĂŒber andere stellen", mahnt Krebs. Doch genau das geschieht â Tag fĂŒr Tag, Klasse fĂŒr Klasse. SchĂŒler, die nicht fasten, berichten von offener Feindseligkeit. Ein Junge rege sich auf, wenn MitschĂŒler in der Klasse essen und trinken, erzĂ€hlt eine Betroffene. Ihre trotzige Antwort: âIch werde nicht auf Essen verzichten, nur wegen seines Glaubens." Ein Satz, der in einer sĂ€kularen Gesellschaft eigentlich selbstverstĂ€ndlich sein sollte â und der doch mittlerweile fast schon als mutig gelten muss.
Selbst SchĂŒler, die den sozialen Druck beschreiben, verharmlosen ihn bisweilen auf bemerkenswerte Weise. âDas ist ja kein Zwang von den Freunden", erklĂ€rt eine Jugendliche. âEr will halt nicht aus der Reihe tanzen." Als ob KonformitĂ€tsdruck, der Kinder dazu bringt, gegen ihren Willen auf Nahrung zu verzichten, kein Zwang wĂ€re. Die Verharmlosung ist Teil des Problems.
Die Islamische Glaubensgemeinschaft ĂŒbt sich in Distanzierung
Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Ăsterreich (IGGĂ) reagierte auf die Berichte mit einer schriftlichen Stellungnahme, die so vorhersehbar war wie der Sonnenaufgang im Osten. Religiöse Praxis sei eine âpersönliche Entscheidung", jede Form von sozialem Druck widerspreche dem Grundsatz der IGGĂ. Schöne Worte. Nur: Was unternimmt die IGGĂ konkret, um diesen Druck zu unterbinden? Der ehemalige IGGĂ-Pressesprecher Rosen-Timur Aksak verwies immerhin auf den Einfluss sozialer Medien, die die soziale Kontrolle verstĂ€rkten. Ein wichtiger Hinweis â denn ĂŒber TikTok und Instagram werden extremistische Auslegungen des Islam lĂ€ngst in die Kinderzimmer und damit in die Klassenzimmer gespĂŒlt.
ĂberwĂ€ltigende Mehrheit fordert staatliches Eingreifen
Eine vom Format âBlickwechsel" beauftragte Umfrage des Instituts OGM spricht eine unmissverstĂ€ndliche Sprache: 81 Prozent der Befragten befĂŒrworten staatliche MaĂnahmen beim Thema Fasten an Schulen. Eine Zahl, die zeigt, wie weit sich die politische Klasse von der LebensrealitĂ€t der BĂŒrger entfernt hat. Aus dem österreichischen Bildungsministerium heiĂt es zwar, SchĂŒler mĂŒssten auch wĂ€hrend des Ramadans regulĂ€r am Unterricht teilnehmen, und das DrĂ€ngen zum Fasten werde als âpsychische Gewalt oder Mobbing" bewertet. Doch zwischen der Theorie ministerieller Verlautbarungen und der Praxis in den Klassenzimmern klafft ein Abgrund.
Deutschland ist nicht besser dran
Wer nun meint, dies sei ein spezifisch österreichisches PhĂ€nomen, der verschlieĂt die Augen vor der RealitĂ€t. Auch an deutschen Schulen hĂ€ufen sich seit Jahren Berichte ĂŒber Ă€hnliche ZustĂ€nde. Kinder, die heimlich essen mĂŒssen, weil sie Angst vor der Reaktion ihrer fastenden MitschĂŒler haben. FuĂballspiele, die fĂŒr das Gebet unterbrochen werden. Arabische SchriftzĂŒge auf öffentlichen Werbetafeln und an RathĂ€usern â Deutschland befindet sich lĂ€ngst im âRamadan-Modus", und die Politik schaut nicht nur zu, sondern befördert diese Entwicklung durch falsch verstandene âWertschĂ€tzung" aktiv.
Die jahrzehntelange Weigerung der etablierten Parteien, die Probleme unkontrollierter Zuwanderung und gescheiterter Integration offen zu benennen, trĂ€gt bittere FrĂŒchte. Es sind die Kinder, die den Preis zahlen â jene Kinder, die in der Schule eigentlich Mathematik, Deutsch und Naturwissenschaften lernen sollten, statt sich mit religiösem Gruppendruck auseinandersetzen zu mĂŒssen. Es braucht klare Regeln, die dem westlichen Bildungsstandard entsprechen, und LehrkrĂ€fte, die die AutoritĂ€t und die rechtlichen Mittel haben, diese auch durchzusetzen. Denn weder Ăsterreich noch Deutschland sind islamische Theokratien â auch wenn man das in manchen Klassenzimmern mittlerweile kaum noch erkennen kann.
Es ist höchste Zeit, dass die Politik aufwacht und die Sorgen der BĂŒrger â und vor allem der Eltern und Lehrer â endlich ernst nimmt. Die Schule ist ein Ort der Bildung, nicht der religiösen Indoktrination. Wer das nicht akzeptieren will, dem steht es frei, sich ein Bildungssystem zu suchen, das seinen Vorstellungen entspricht. Aber nicht auf Kosten unserer Kinder und unserer freiheitlichen Grundordnung.
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