
Precht bricht Tabu: AfD-Chefin Weidel vertritt Positionen der alten CDU
Der bekannte Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht sorgt mit einer bemerkenswerten Aussage für Aufsehen im politischen Deutschland. In einem Podcast-Interview stellte er die gängige Einordnung der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel als "rechtsextrem" grundlegend in Frage – und zog dabei einen historischen Vergleich, der manchem Christdemokraten die Schamesröte ins Gesicht treiben dürfte.
Die unbequeme Wahrheit über die CDU von einst
Im Gespräch beim Podcast "Hotel Matze" erklärte Precht unmissverständlich, dass Alice Weidel zwar rechte Positionen vertrete, sich mit diesen jedoch bis in die achtziger Jahre "sehr wohl gefühlt" hätte in der CDU. Eine Aussage, die wie eine Bombe einschlug. Denn was der Philosoph hier ausspricht, denken viele konservative Bürger schon lange: Die heutige AfD ist in weiten Teilen nichts anderes als die CDU von gestern.
"Das Herz der CDU schlug ähnlich wie das von Alice Weidel heute", so Precht wörtlich. Besonders in der Migrationspolitik bewege sich die AfD-Chefin nahe an jenen Parolen, die einst an konservativen Stammtischen völlig selbstverständlich waren. Was heute als vermeintlich extremistisch gebrandmarkt wird, war vor wenigen Jahrzehnten noch christdemokratischer Mainstream.
Die schleichende Linksdrift der Union
Der Philosoph liefert auch gleich die Erklärung für diese scheinbare Diskrepanz: Die CDU habe sich in den vergangenen Jahren massiv nach links bewegt. Was einst konservative Kernpositionen waren, gilt heute plötzlich als gesellschaftlich inakzeptabel. Die Partei, die unter Helmut Kohl noch für klare Kante in der Ausländerpolitik stand, hat sich unter Angela Merkels Führung bis zur Unkenntlichkeit gewandelt.
Precht räumt zwar ein, dass es vereinzelte Unterschiede gebe, vor allem in der Außenpolitik. Doch innenpolitisch seien Weidels Positionen "ganz nah dran" an der einstigen CDU. Diese Feststellung ist brisant, denn sie entlarvt die Heuchelei jener Politiker, die heute lautstark ein AfD-Verbot fordern – während sie selbst vor nicht allzu langer Zeit ähnliche Standpunkte vertraten.
Zivilcourage in Zeiten der Meinungskonformität
Dass Precht für diese Aussagen einen Shitstorm ernten wird, dürfte ihm bewusst sein. Dennoch hat er den Mut aufgebracht, eine unbequeme Wahrheit auszusprechen. In einer Zeit, in der abweichende Meinungen zunehmend stigmatisiert werden und der öffentlich-rechtliche Rundfunk kritische Stimmen systematisch ausgrenzt, verdient solche Aufrichtigkeit Respekt.
Die Reaktionen in den sozialen Medien zeigen bereits, dass viele Bürger Prechts Analyse teilen. Ein Kommentator brachte es auf den Punkt: Das Parteiprogramm der AfD sei im Grunde das alte Programm der CDU, bevor diese von innen heraus transformiert wurde. Die Ironie der Geschichte will es, dass ausgerechnet jene Partei, die ihre eigenen früheren Positionen heute als extremistisch diffamiert, ein Verbot der AfD anstrebt.
Ein Hoffnungsschimmer für den politischen Diskurs
Prechts Äußerungen reihen sich ein in eine wachsende Zahl von Stimmen aus dem intellektuellen Establishment, die den Mut finden, gegen den Strom zu schwimmen. Nach Jakob Augstein nun also auch Precht – vielleicht ist dies der Beginn einer längst überfälligen Normalisierung des politischen Diskurses in Deutschland. Denn eines ist gewiss: Eine Demokratie, die konservative Positionen pauschal als extremistisch brandmarkt, hat ein ernsthaftes Problem mit sich selbst.










