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25.02.2026
08:45 Uhr

Peinlicher Patzer bei Maischberger: Baerbock erklärt Grönland kurzerhand zum EU-Gebiet

Peinlicher Patzer bei Maischberger: Baerbock erklärt Grönland kurzerhand zum EU-Gebiet

Man könnte meinen, eine ehemalige Bundesaußenministerin und amtierende Präsidentin der UN-Generalversammlung wüsste, welche Territorien zur Europäischen Union gehören und welche nicht. Doch weit gefehlt. Annalena Baerbock bewies am Dienstagabend in der ARD-Sendung „Maischberger" einmal mehr, dass zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei der Grünen-Politikerin bisweilen ganze Kontinente liegen.

Wenn die Moderatorin mehr weiß als die Ex-Außenministerin

Als das Gespräch auf Donald Trumps bekannte Ambitionen bezüglich Grönland kam, platzte Baerbock mit einer Behauptung heraus, die jedem Politikstudenten im ersten Semester die Schamesröte ins Gesicht treiben dürfte: „Stopp mal, aber Grönland ist auch EU-Gebiet." Es war ausgerechnet Moderatorin Sandra Maischberger, die die Grünen-Politikerin korrigieren musste. Grönland gehöre nicht zum EU-Gebiet, Dänemark schon, aber Grönland habe „dagegen optioniert", stellte Maischberger klar.

Die Fakten sind eindeutig – und eigentlich auch nicht sonderlich kompliziert: Grönland ist zwar ein politisch selbstverwalteter Bestandteil des Königreichs Dänemark, trat jedoch bereits 1985 aus der damaligen Europäischen Gemeinschaft aus. Es zählt lediglich zu den sogenannten überseeischen Gebieten und gehört ausdrücklich nicht zum Hoheitsgebiet der EU. Für eine Frau, die einst die deutsche Außenpolitik verantwortete und nun auf höchster internationaler Bühne agiert, ist ein solcher Schnitzer mehr als nur eine Randnotiz.

Relativierungsversuche und ein trockener Kommentar

Baerbock versuchte ihren Fehler zu relativieren, indem sie darauf verwies, dass Grönländer immerhin EU-Staatsbürger seien – was über ihre dänische Staatsangehörigkeit zwar formal korrekt ist, aber am eigentlichen Punkt meilenweit vorbeigeht. Maischberger quittierte das Ganze mit dem lakonischen Satz: „Fakten, immer kompliziert." Treffender hätte man Baerbocks Verhältnis zu geopolitischen Grundlagen kaum zusammenfassen können.

Schwere Vorwürfe gegen die USA

Neben dem Grönland-Fauxpas nutzte Baerbock den Auftritt, um schwere Anschuldigungen gegen die Vereinigten Staaten zu erheben. Die amerikanische Delegation habe bei der jüngsten Ukraine-Resolution der UN-Vollversammlung versucht, zentrale Formulierungen zu einem „dauerhaften, gerechten Frieden" sowie zur Wahrung der territorialen Integrität der Ukraine „bewusst" zu streichen. Als diese Änderungsanträge keine Mehrheit gefunden hätten, hätten sich die USA bei der Abstimmung enthalten. „Das muss man jetzt einmal sacken lassen", so Baerbock. Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion hatte die UN-Vollversammlung eine sofortige und bedingungslose Waffenruhe gefordert – erstmals ohne amerikanische Zustimmung.

Ob es klug ist, als Präsidentin der UN-Generalversammlung derart offensiv gegen die mächtigste Nation der Welt zu schießen, während man gleichzeitig nicht einmal die Grundlagen europäischer Geographie beherrscht, darf bezweifelt werden. Diplomatie lebt von Glaubwürdigkeit – und die erodiert mit jedem solchen Aussetzer ein Stück weiter.

Alice Schwarzers vernichtende Bilanz

Besonders brisant wurde es, als Maischberger die ehemalige Außenministerin mit einem Vorwurf der Publizistin Alice Schwarzer konfrontierte. Diese hatte Baerbock als „Meisterin der Worte und weniger der Taten" bezeichnet und ihr attestiert, mit der viel beschworenen feministischen Außenpolitik „in der Sache total versagt" zu haben. Ein Urteil, das sitzt.

Baerbock wies die Kritik erwartungsgemäß zurück und verwies auf Aufnahmeprogramme für Afghanistan sowie Gespräche über Menschenrechte im Iran. Ihr Anspruch sei stets gewesen, „die Welt zum Besseren verändern" zu wollen. Maischberger konterte trocken: „Oder man weckt weniger Erwartungen." Ein Satz, der wie ein Epitaph auf die gesamte grüne Regierungsbeteiligung wirkt.

Ein Muster, das sich wiederholt

Der Vorfall reiht sich nahtlos ein in eine lange Liste von Patzern, die Baerbocks politische Karriere wie ein roter Faden durchziehen. Von den berüchtigten Lebenslauf-Ungereimtheiten über die „Hunderttausende von Kilometern" entfernte Ukraine bis hin zur Verwechslung von Ländern und Fakten – das Muster ist stets dasselbe: große Worte, wackelige Grundlagen. Dass ausgerechnet diese Politikerin nun auf der Weltbühne Deutschland repräsentiert, sollte jedem konservativ denkenden Bürger zu denken geben.

Es ist symptomatisch für eine politische Klasse, die jahrelang mehr Wert auf moralische Selbstinszenierung als auf solide Sachkenntnis gelegt hat. Die Ampelregierung mag Geschichte sein, doch ihre Protagonisten wirken weiter – und liefern dabei zuverlässig Material für Kopfschütteln im In- und Ausland. Deutschland hätte Besseres verdient als eine Außenpolitik, die an den simpelsten geographischen Fakten scheitert.

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