Kettner Edelmetalle
23.03.2026
21:28 Uhr

Netanjahu eskaliert nach Trump-Telefonat: Israel setzt Angriffe auf Iran und Libanon fort

WĂ€hrend die Welt den Atem anhĂ€lt, dreht sich die Eskalationsspirale im Nahen Osten ungebremst weiter. Israels MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu verkĂŒndete am Montag die Fortsetzung der israelischen MilitĂ€roperationen gegen Ziele im Iran und im Libanon – und das unmittelbar nach einem Telefonat mit US-PrĂ€sident Donald Trump. Was nach außen hin wie diplomatische Abstimmung zwischen VerbĂŒndeten aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein gefĂ€hrliches Spiel mit dem Feuer, dessen Flammen lĂ€ngst weit ĂŒber die Region hinausschlagen.

Trumps Optimismus trifft auf Netanjahus Entschlossenheit

In einem Beitrag auf der Plattform X erklĂ€rte Netanjahu, Trump sei ĂŒberzeugt, dass sich die „enormen Erfolge" der israelischen und US-amerikanischen StreitkrĂ€fte nutzen ließen, um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen. Ein solches Abkommen werde die „wesentlichen Interessen" Israels wahren. Doch im selben Atemzug machte der israelische Premierminister unmissverstĂ€ndlich klar: Die Waffen schweigen nicht. Israel zerschlage das Raketen- und Atomprogramm des Iran und fĂŒge der Hisbollah-Miliz weiterhin schwere Verluste zu. Man werde die eigenen Interessen „unter allen UmstĂ€nden" verteidigen.

Trump selbst hatte zuvor auf Truth Social von „sehr guten und produktiven" GesprĂ€chen ĂŒber eine „vollstĂ€ndige und totale Beilegung der Feindseligkeiten im Nahen Osten" gesprochen. Sein Sondergesandter Steve Witkoff und Schwiegersohn Jared Kushner hĂ€tten demnach GesprĂ€che mit einem hochrangigen iranischen Beamten gefĂŒhrt. Man habe „in fast allen Punkten Einigkeit erzielt", so der US-PrĂ€sident. Den Namen des iranischen GesprĂ€chspartners nannte er nicht – nur, dass es sich um einen Mann handele, der aus seiner Sicht „am meisten respektiert wird und der AnfĂŒhrer ist".

Teheran dementiert vehement – und spricht von Marktmanipulation

Was folgte, war ein diplomatischer Paukenschlag der besonderen Art. Der Iran wies Trumps Darstellung in aller SchĂ€rfe zurĂŒck. Mohammad Bagher Ghalibaf, Sprecher des iranischen Parlaments, erklĂ€rte auf X unmissverstĂ€ndlich: „Es fanden keine Verhandlungen mit den USA statt." Mehr noch – er warf Washington und Jerusalem vor, gezielt Falschinformationen zu streuen, um die Finanz- und ÖlmĂ€rkte zu manipulieren und „dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind".

„Es werden Fake News benutzt, um die Finanz- und ÖlmĂ€rkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind."

Ein bemerkenswerter Vorwurf, der nicht von der Hand zu weisen ist. Denn tatsĂ€chlich reagieren die globalen Rohstoff- und EnergiemĂ€rkte hochsensibel auf jede Meldung aus der Region. Allein die Aussicht auf Verhandlungen kann den Ölpreis binnen Minuten um mehrere Dollar bewegen – mit weitreichenden Konsequenzen fĂŒr die ohnehin angespannte Weltwirtschaft.

Pakistan als möglicher Vermittler?

Unterdessen verdichten sich Berichte, wonach Pakistan eine Vermittlerrolle zwischen dem Iran und den USA ĂŒbernehmen könnte. Laut Reuters könnten sich US-VizeprĂ€sident J.D. Vance sowie Witkoff und Kushner in den kommenden Tagen mit iranischen Regierungsvertretern in Islamabad treffen. Ob es tatsĂ€chlich zu einem solchen Treffen kommt, bleibt allerdings höchst ungewiss – zumal Teheran jegliche GesprĂ€chsbereitschaft kategorisch bestreitet.

Europa als stummer Zuschauer einer gefÀhrlichen Eskalation

FĂŒr Deutschland und Europa ist diese Entwicklung von enormer Tragweite. Die Energiepreise, die bereits durch den Ukraine-Krieg massiv gestiegen sind, könnten durch eine weitere Eskalation im Nahen Osten noch einmal dramatisch anziehen. Die ohnehin fragile wirtschaftliche Lage der Bundesrepublik – belastet durch das 500-Milliarden-Sondervermögen und eine galoppierende Staatsverschuldung – wĂŒrde durch einen Ölpreisschock zusĂ€tzlich unter Druck geraten. Und was tut die neue Große Koalition unter Friedrich Merz? Sie schaut zu. Wie so oft in der jĂŒngeren deutschen Außenpolitik fehlt es an Gestaltungswillen und strategischer Weitsicht.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen gegen geopolitische Verwerfungen abzusichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte als verlĂ€sslicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewĂ€hrt. WĂ€hrend PapierwĂ€hrungen und AktienmĂ€rkte bei jeder neuen Eskalationsmeldung ins Wanken geraten, behauptet das gelbe Metall seinen Wert – unabhĂ€ngig davon, ob in Teheran, Washington oder Jerusalem verhandelt oder geschossen wird.

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