
Mittelstand vor dem Kollaps: Jeder vierte Betrieb plant die Schließung

Die deutsche Wirtschaft steht vor einem dramatischen Umbruch, der das Fundament unseres Wohlstands erschüttern könnte. Eine aktuelle Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels offenbart erschreckende Zahlen: Rund 569.000 mittelständische Unternehmen planen keine Fortführung nach dem Ausscheiden der aktuellen Inhabergeneration. Das entspricht jährlich etwa 114.000 Geschäftsaufgaben – ein Aderlass, den sich Deutschland schlichtweg nicht leisten kann.
Die demografische Zeitbombe tickt
Was sich hier abzeichnet, ist nichts weniger als eine stille Katastrophe. Im Jahr 2025 waren bereits 57 Prozent der mittelständischen Unternehmerschaft 55 Jahre oder älter. Vor zwei Jahrzehnten lag dieser Anteil bei gerade einmal 20 Prozent. Die Babyboomer-Generation, die Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut und zu wirtschaftlicher Blüte geführt hat, verabschiedet sich in den Ruhestand – und niemand scheint bereit zu sein, das Erbe anzutreten.
Besonders alarmierend: 47 Prozent der Unternehmer mit Stilllegungsplänen geben an, dass in ihrer eigenen Familie kein Interesse an einer Fortführung bestehe. Die Kinder wollen den elterlichen Betrieb nicht übernehmen. Statt Handwerk, Produktion oder Handel locken offenbar andere Karrierewege – oder schlicht die Bequemlichkeit eines Angestelltenverhältnisses ohne unternehmerisches Risiko.
Bürokratie als Sargnagel des Unternehmertums
Doch es wäre zu einfach, die Schuld allein bei der jüngeren Generation zu suchen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 42 Prozent der Befragten nennen die erdrückende Bürokratie als Grund für ihre Schließungspläne. Das sind zwölf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr – ein Rekordwert, der die politische Klasse eigentlich wachrütteln müsste.
Wer kann es den Unternehmern verdenken? Jahrelang wurden sie mit immer neuen Vorschriften, Dokumentationspflichten und Regulierungen überzogen. Die Ampel-Koalition hat in ihrer kurzen Regierungszeit mehr Bürokratie geschaffen als abgebaut, und auch die neue Große Koalition unter Friedrich Merz lässt bislang keine echte Trendwende erkennen. Stattdessen werden 500 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen – Geld, das künftige Generationen durch Steuern und Abgaben wieder erwirtschaften müssen.
Die Preise steigen, die Hoffnung schwindet
Wer dennoch einen Nachfolger sucht, muss tief in die Tasche greifen. Der durchschnittliche Verkaufspreis für mittelständische Unternehmen ist auf 499.000 Euro gestiegen – vor sechs Jahren waren es noch 372.000 Euro. Preisbereinigt entspricht das einem Plus von rund 9,5 Prozent. Für viele potenzielle Nachfolger eine unüberwindbare Hürde, zumal die Finanzierungsbedingungen in Zeiten hoher Zinsen alles andere als günstig sind.
„Deutschlands Wirtschaft kämpft um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die mittelständischen Unternehmen sind bekanntermaßen das Rückgrat der deutschen Wirtschaft."
Diese Worte von KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher klingen wie ein Hilferuf. Doch wer hört ihn? Die Politik scheint mit anderen Dingen beschäftigt zu sein – sei es die Klimaneutralität bis 2045, die nun sogar im Grundgesetz verankert wurde, oder die Bewältigung der Migrationskrise, die das Land seit Jahren in Atem hält.
Ein Weckruf, der verhallen könnte
Die Befragung, an der mehr als 13.000 mittelständische Unternehmen teilnahmen, wurde zwischen Februar und Juni 2025 durchgeführt. Die Ergebnisse sind ein Spiegelbild dessen, was viele Bürger längst spüren: Deutschland verliert seine wirtschaftliche Substanz. Während andere Länder Unternehmer hofieren und Gründungen erleichtern, erstickt die deutsche Bürokratie jeden Funken unternehmerischen Geistes.
Es ist höchste Zeit, dass die Politik handelt – nicht mit Lippenbekenntnissen, sondern mit echten Reformen. Der Mittelstand braucht Entlastung, nicht neue Belastungen. Er braucht Planungssicherheit, nicht ideologisch getriebene Experimente. Und er braucht eine Gesellschaft, die Unternehmertum wieder wertschätzt, statt es zu dämonisieren.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Instabilität suchen viele Anleger nach sicheren Häfen für ihr Vermögen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässliche Wertspeicher bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung zu einem breit gestreuten Anlageportfolio darstellen.










