
Merz stoppt SPD-SteuertrÀume: Erbschaftsteuer-Reform vorerst vom Tisch

Endlich einmal ein Zeichen der Vernunft aus dem Kanzleramt! Friedrich Merz hat den ambitionierten PlĂ€nen seines Koalitionspartners SPD zur Reform der Erbschaftsteuer eine klare Absage erteilt. Beim Neujahrsempfang der Wirtschaft in Halle fand der Bundeskanzler deutliche Worte â und das war auch dringend nötig.
Der Mittelstand als RĂŒckgrat der Wirtschaft
Merz betonte in seiner Rede, was eigentlich eine SelbstverstĂ€ndlichkeit sein sollte: Das RĂŒckgrat der deutschen Volkswirtschaft bilden nicht allein die groĂen Industriekonzerne, sondern vor allem die mittleren und kleinen Unternehmen. Diese Erkenntnis scheint bei manchem Genossen noch nicht angekommen zu sein.
âDeswegen möchte ich meinen, unseren Koalitionspartner bitten, durch steuerpolitische VorschlĂ€ge in diesen Tagen nicht eine zusĂ€tzliche Verunsicherung in die Bevölkerung und insbesondere in die mittelstĂ€ndischen Betriebe hineinzubringen."
Eine bemerkenswert diplomatische Formulierung fĂŒr das, was man auch deutlicher hĂ€tte sagen können: Die SPD-PlĂ€ne wĂŒrden Familienunternehmen massiv schaden und ArbeitsplĂ€tze gefĂ€hrden.
Verfassungsgericht soll erst entscheiden
Der Kanzler verwies auf eine im Laufe des Jahres 2026 erwartete Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer. Bis dahin solle die Bundesregierung keine voreiligen Schritte unternehmen. Ein kluger Schachzug, der Zeit verschafft und gleichzeitig die Verantwortung elegant verlagert.
Besonders bemerkenswert war Merz' Versprecher â oder war es Absicht? â als er vom âBundesverfassungstheater" sprach. Ein Freud'scher Ausrutscher, der manch einem konservativen Beobachter ein Schmunzeln entlockt haben dĂŒrfte.
Was die SPD eigentlich wollte
Die Sozialdemokraten hatten vorgeschlagen, reiche Erben stĂ€rker zu besteuern. FĂŒr die Vererbung von Unternehmen sollte ein neuer Freibetrag von fĂŒnf Millionen Euro gelten. Was auf den ersten Blick groĂzĂŒgig klingt, entpuppt sich bei nĂ€herer Betrachtung als Mogelpackung. Der Verband Die Familienunternehmer kritisierte zu Recht, dass dieser Betrag bei weitem nicht ausreiche, um die Nachfolge in typischen mittelstĂ€ndischen Unternehmen steuerlich abzusichern.
Wirtschaft atmet auf
Die Reaktionen aus der Wirtschaft fielen entsprechend erleichtert aus. Die SPD-PlĂ€ne hatten bereits breite Kritik ausgelöst, bevor Merz ihnen nun den Riegel vorschob. Geltende Verschonungsregeln wollten die Genossen abschaffen â ein Angriff auf gewachsene Strukturen, der viele Familienunternehmen in existenzielle Nöte gestĂŒrzt hĂ€tte.
Es ist erfreulich zu sehen, dass der Bundeskanzler hier Standfestigkeit beweist. In Zeiten, in denen Deutschland ohnehin mit wirtschaftlichen Herausforderungen kĂ€mpft, wĂ€re eine zusĂ€tzliche Belastung des Mittelstands das Letzte, was das Land braucht. Die GroĂe Koalition mag in vielen Punkten Kompromisse eingehen mĂŒssen â aber bei der Frage, ob Familienunternehmen auch in Zukunft von Generation zu Generation weitergegeben werden können, sollte es keine faulen Deals geben.
Wenigstens das hat Merz verstanden.










