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09.02.2026
15:41 Uhr

Lawrow entlarvt Washingtons Doppelspiel: USA brechen offenbar Zusagen bei Ukraine-Verhandlungen

Lawrow entlarvt Washingtons Doppelspiel: USA brechen offenbar Zusagen bei Ukraine-Verhandlungen

Die ohnehin fragilen Friedensverhandlungen zum Ukraine-Krieg stehen vor einer neuen Zerreißprobe. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat schwere VorwĂŒrfe gegen die Trump-Administration erhoben und Washington beschuldigt, von bereits getroffenen Vereinbarungen abzurĂŒcken. Was zunĂ€chst wie diplomatisches SĂ€belrasseln klingt, offenbart bei genauerem Hinsehen ein erschreckendes Muster: Die GroßmĂ€chte spielen ihr geopolitisches Schachspiel – und Europa sitzt bestenfalls am Katzentisch.

Das Treffen von Anchorage: Vereinbarungen, die niemand bestÀtigen will

Im August 2025 trafen sich Kremlchef Wladimir Putin und US-PrĂ€sident Donald Trump im alaskischen Anchorage. Dort seien, so Lawrow in einem Interview mit dem russischen Fernsehsender Brics, grundlegende Prinzipien fĂŒr eine Lösung des Konflikts vereinbart worden. Doch nun weigere sich Washington, diese einzuhalten. „Jetzt sind sie nicht bereit", konstatierte der russische Chefdiplomat mit kaum verhohlener Frustration.

Kremlsprecher Dmitri Peskow unterstrich, dass die Vereinbarungen von Anchorage aus russischer Sicht der einzig gangbare Weg zu einem erfolgreichen Verhandlungsabschluss seien. Die GesprĂ€che wĂŒrden zwar fortgesetzt, doch der Ton wird rauer. Pikant dabei: Das Weiße Haus hat die Existenz solcher Vereinbarungen bislang nicht bestĂ€tigt. Man steht also vor der klassischen Situation, in der eine Seite behauptet, es gebe einen Deal, wĂ€hrend die andere schweigt. Vertrauensbildung sieht anders aus.

Der Donbass als unĂŒberwindbare HĂŒrde

Besonders brisant ist Lawrows Behauptung, Russland habe einem US-Vorschlag zugestimmt, wonach die Ukraine den gesamten Donbass – also die Gebiete Luhansk und Donezk – kampflos an Moskau ĂŒbergeben solle. Sollte dies zutreffen, wĂ€re es ein diplomatischer Paukenschlag von historischer Tragweite. Kiew hat einen Truppenabzug aus dem Donbass kategorisch ausgeschlossen, signalisierte allerdings eine gewisse GesprĂ€chsbereitschaft ĂŒber alternative Lösungen wie etwa eine entmilitarisierte Zone.

Die Territorialfrage bleibt damit das grĂ¶ĂŸte Hindernis in den trilateralen Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA. Und man muss sich fragen: Wo bleibt eigentlich Europa in diesem Spiel? WĂ€hrend Washington und Moskau ĂŒber die Zukunft eines europĂ€ischen Landes verhandeln, scheint BrĂŒssel – und erst recht Berlin – kaum mehr als ein stummer Zuschauer zu sein. Eine beschĂ€mende Rolle fĂŒr einen Kontinent, der sich so gerne als Friedensmacht inszeniert.

Wirtschaftskrieg unter dem Deckmantel der Diplomatie

Lawrow ging in seiner Kritik weit ĂŒber die Territorialfragen hinaus. Er warf den USA vor, trotz verbaler Kooperationsbekundungen eine aggressive Wirtschaftspolitik gegen Russland zu betreiben. Washington fĂŒhre regelrecht „Krieg" gegen russische Öltanker auf offener See, was nach russischer Lesart gegen die UN-Seerechtskonvention verstoße. Zudem versuchten die USA, LĂ€ndern wie Indien den Kauf gĂŒnstiger russischer EnergietrĂ€ger zu verbieten – nur um sie stattdessen zum Erwerb von dreimal teurerem amerikanischem FlĂŒssiggas zu nötigen.

Sanktionen gegen russische Energiegiganten wie Lukoil und Rosneft dienten aus Moskauer Sicht einzig dem Zweck, unliebsame Konkurrenten vom Weltmarkt zu verdrĂ€ngen. „Im Bereich der Wirtschaft sehen wir keine rosige Zukunft", resĂŒmierte Lawrow dĂŒster. Und tatsĂ€chlich: Wer genau hinschaut, erkennt in der amerikanischen Sanktionspolitik weniger den Willen zum Frieden als vielmehr knallharte Interessenpolitik. Die USA nutzen ihre geopolitische Hebelwirkung, um ihre eigene Energiedominanz auszubauen – auf Kosten aller anderen.

Selenskyj unter Druck, Washington dementiert

Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt erklĂ€rt, Washington drĂ€nge auf ein Kriegsende noch vor dem Sommer. US-Botschafter bei der NATO, Matthew Whitaker, wies dies am 9. Februar zurĂŒck: Die USA hĂ€tten keine Frist gesetzt. US-Finanzminister Scott Bessent ergĂ€nzte, weitere Russland-Sanktionen wĂŒrden vom Fortschritt der FriedensgesprĂ€che abhĂ€ngen.

Was bleibt, ist ein Bild der Unklarheit und des gegenseitigen Misstrauens. Trump, der im Wahlkampf vollmundig versprochen hatte, den Krieg in 24 Stunden zu beenden, sieht sich nun mit der harten RealitĂ€t konfrontiert, dass Geopolitik keine Reality-Show ist. Und Deutschland? Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz scheint in dieser Frage ebenso ratlos wie ihre VorgĂ€ngerregierung. Statt eigene diplomatische Akzente zu setzen, wartet Berlin brav auf Anweisungen aus Washington – eine Haltung, die eines souverĂ€nen Staates unwĂŒrdig ist.

FĂŒr den deutschen BĂŒrger bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: weitere Unsicherheit. Die Energiepreise bleiben hoch, die geopolitischen Risiken wachsen, und das Vertrauen in die StabilitĂ€t des internationalen Systems schwindet. In solchen Zeiten zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen breit aufzustellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte als verlĂ€sslicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewĂ€hrt – und daran wird sich auch in dieser unruhigen Phase der Weltgeschichte nichts Ă€ndern.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfĂ€ltiger Recherche basieren. Wir ĂŒbernehmen keine Haftung fĂŒr individuelle Anlageentscheidungen unserer Leser.

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