Kettner Edelmetalle
25.02.2026
20:43 Uhr

Kobold, Bacon und Hunderttausende Kilometer: Baerbocks Versprecher-Chronik wird immer länger

Man könnte meinen, es handele sich um eine Satire-Sendung. Doch nein – es ist die Realität der deutschen Politik, genauer gesagt: die rhetorische Visitenkarte einer Frau, die einst das Auswärtige Amt leitete und nun als Präsidentin der UN-Generalversammlung die Weltbühne bespielt. Annalena Baerbock hat bei ihrem jüngsten Auftritt in der ARD-Sendung „Maischberger" erneut für ungläubiges Staunen gesorgt. Diesmal behauptete die Grünen-Politikerin allen Ernstes, Grönland sei EU-Gebiet.

Grönland in der EU? Moderatorin muss eingreifen

Es war Sandra Maischberger selbst, die der ehemaligen Außenministerin behutsam, aber bestimmt widersprechen musste. Grönland gehöre mitnichten zur Europäischen Union – Dänemark zwar schon, doch die autonome Insel habe sich bereits 1985 dagegen entschieden. Ein Faktum, das man von einer Person, die jahrelang deutsche Außenpolitik verantwortete und sich nun auf höchster internationaler Ebene bewegt, eigentlich erwarten dürfte. Doch bei Baerbock gelten offenbar andere Maßstäbe.

Was bei jedem anderen Politiker vermutlich eine Karriere beenden oder zumindest ernsthaft beschädigen würde, reiht sich bei der Grünen-Politikerin nahtlos in eine mittlerweile beachtliche Sammlung sprachlicher Entgleisungen ein, die man fast schon als Kulturgut bezeichnen könnte.

Die 360-Grad-Wende: Mathematik war gestern

Unvergessen bleibt ihre Forderung aus dem Februar 2023, der russische Präsident Wladimir Putin müsse „seinen Kurs um 360 Grad ändern", dann wäre der Krieg in der Ukraine vorbei. Nun, eine Drehung um 360 Grad bedeutet bekanntlich eine vollständige Umdrehung – man steht exakt wieder dort, wo man angefangen hat. Putin hätte also einfach weitermachen sollen wie bisher. Gemeint war wohl eine 180-Grad-Wende, doch solche Feinheiten scheinen in der grünen Gedankenwelt bisweilen nebensächlich.

Vom Hoffnungsschimmer zum Frühstücksspeck

Wenige Monate später, im Juni 2023, gelang Baerbock bei einer Rede in Südafrika ein weiteres Meisterstück der unfreiwilligen Komik. Statt von einem „Beacon of Hope" – einem Hoffnungsschimmer – sprach sie deutlich vernehmbar von „Bacon of Hope". Der Speck der Hoffnung. Man mag sich gar nicht ausmalen, was die anwesenden Diplomaten gedacht haben mögen, als die deutsche Außenministerin ihnen Frühstücksfleisch als Metapher für eine bessere Zukunft anbot.

Kobold statt Kobalt: Wenn Fabelwesen in Batterien stecken

Bereits in ihrer Zeit als Bundesvorsitzende der Grünen hatte Baerbock in einem ARD-Interview zum Thema Elektromobilität erklärt, man müsse sich Fragen stellen wie: „Rohstoffe, Kobold, wo kommt das eigentlich her?" Anschließend setzte sie nach, es gebe bereits Batterien, die „auf Kobold verzichten" könnten. Gemeint war selbstverständlich das Metall Kobalt, ein essenzieller Rohstoff für die Batterieproduktion. Doch in Baerbocks Welt treiben offenbar kleine Fabelwesen die Energiewende voran.

Präsidenzlose Angriffe und das Sanktions-Sanktionsregime

Besonders eindrucksvoll war ihr Auftritt in den „Tagesthemen" im Jahr 2024, als sie gleich mehrfach hintereinander stolperte. Zunächst sprach sie von einem „präsidenzlosen Angriff" des Iran auf Israel – gemeint war „präzedenzlos". Den Fehler wiederholte sie prompt ein zweites Mal, bevor sie Israel einen „Defensieg" zuschrieb. Und als wäre das nicht genug, bezeichnete sie den Iran schließlich als „am meisten sanktioniertes Sanktionsregime" – eine Formulierung, die in ihrer tautologischen Schönheit fast schon poetisch anmutet.

Nicht zu vergessen ihre Aussage bei der UN-Klimakonferenz 2022 in Scharm el-Scheich, wo sie von Ländern sprach, die „Hunderttausende von Kilometern entfernt" lägen. Bei einem Erdumfang von rund 40.000 Kilometern eine bemerkenswerte geographische Neuordnung unseres Planeten.

Symptom einer tieferen Malaise

Man könnte all dies als harmlose Versprecher abtun, wie sie jedem Menschen unterlaufen können. Doch die schiere Häufung und die Tatsache, dass es sich nicht um Versprecher im klassischen Sinne handelt, sondern oft um grundlegende Wissenslücken – sei es in Geographie, Mathematik oder Rohstoffkunde –, wirft ernsthafte Fragen auf. Wie konnte eine Person mit derart offensichtlichen Defiziten im Grundwissen jahrelang die deutsche Außenpolitik verantworten? Und was sagt es über den Zustand unserer politischen Kultur aus, dass solche Patzer kaum Konsequenzen nach sich ziehen?

Für viele Bürger sind Baerbocks Versprecher längst mehr als nur Anlass zur Belustigung. Sie sind zum Symbol geworden – für eine politische Klasse, die sich zunehmend von der Lebensrealität und dem Bildungsanspruch der Menschen entfernt hat. In einer Zeit, in der Deutschland mit einer schwächelnden Wirtschaft, explodierenden Energiekosten und wachsenden gesellschaftlichen Spannungen kämpft, wünschen sich die Bürger Repräsentanten, die zumindest die Grundlagen beherrschen. Ob Grönland zur EU gehört oder nicht, sollte für eine ehemalige Außenministerin keine Glückssache sein.

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