Kettner Edelmetalle
08.01.2026
14:51 Uhr

Kennedy räumt auf: US-Gesundheitsminister erklärt der Junkfood-Nation den Krieg

Was für eine Ironie der Geschichte: Ausgerechnet das Land der Fastfood-Ketten und XXL-Portionen besinnt sich auf die Grundlagen einer gesunden Ernährung. US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat neue Ernährungsrichtlinien vorgestellt, die man eigentlich als Selbstverständlichkeit betrachten sollte – und die dennoch in ihrer Klarheit überraschen.

„Esst echtes Essen" – Eine revolutionäre Botschaft?

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus brachte Kennedy seine Kernbotschaft auf den Punkt: „Esst echtes Essen." Ein Satz, der in seiner Schlichtheit fast schon provokant wirkt. Denn was Kennedy damit meint, ist nichts Geringeres als eine Abkehr von der industriellen Ernährungskultur, die Amerika – und zunehmend auch Europa – in eine beispiellose Gesundheitskrise gestürzt hat.

Die neuen Richtlinien empfehlen eine tägliche Ernährung, die hauptsächlich aus Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Milch- und Vollkornprodukten bestehen soll. Zucker, Alkohol und hochverarbeitete Lebensmittel hingegen sollten drastisch reduziert werden. Klingt vernünftig? Ist es auch. Und genau das macht die Sache so bemerkenswert.

Das Übergewichtsproblem: Ein Symptom gesellschaftlichen Verfalls

Übergewicht und die damit einhergehenden gesundheitlichen Probleme haben in den Vereinigten Staaten epidemische Ausmaße angenommen. Mehr als 40 Prozent der erwachsenen Amerikaner gelten als adipös – eine Zahl, die sich in den vergangenen Jahrzehnten nahezu verdoppelt hat. Die Kosten für das Gesundheitssystem sind astronomisch, die menschlichen Tragödien dahinter kaum zu beziffern.

Die neuen Ernährungsrichtlinien sind zwar nicht bindend, dienen jedoch als Orientierung für Schulen und andere öffentliche Einrichtungen.

Ein Vorbild für Deutschland?

Während die Trump-Administration mit Kennedy einen Mann an die Spitze des Gesundheitsministeriums gesetzt hat, der traditionelle Ernährungsweisen propagiert, diskutiert man hierzulande lieber über vegane Kantinen und Fleischverbote. Dabei wäre eine Rückbesinnung auf echte, unverarbeitete Lebensmittel auch in Deutschland dringend geboten. Stattdessen werden Bürger mit ideologisch motivierten Ernährungsempfehlungen gegängelt, die mehr mit politischer Agenda als mit tatsächlicher Gesundheitsförderung zu tun haben.

Die amerikanischen Richtlinien zeigen: Es braucht keine komplizierte Wissenschaft und keine moralischen Belehrungen, um Menschen zu einer gesünderen Ernährung zu bewegen. Es braucht lediglich den Mut, das Offensichtliche auszusprechen – und die Bereitschaft, sich gegen die mächtige Lebensmittelindustrie zu stellen, die an kranken Konsumenten prächtig verdient.

Ob Kennedy Erfolg haben wird?

Das bleibt abzuwarten. Die Lobbymacht der Konzerne ist gewaltig, die Gewohnheiten der Menschen tief verwurzelt. Doch allein die Tatsache, dass ein US-Gesundheitsminister es wagt, „echtes Essen" zu fordern, ist ein Zeichen dafür, dass sich etwas bewegt – jenseits des Atlantiks jedenfalls.

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