Kettner Edelmetalle
11.10.2024
07:42 Uhr

Israel und USA nÀhern sich an: Geplante Vergeltung gegen Iran

Die Spannungen im Nahen Osten nehmen weiter zu. Berichten zufolge haben sich die Regierungen in Tel Aviv und Washington bei der Planung eines möglichen israelischen Vergeltungsschlags gegen den Iran angenĂ€hert. Dies geht aus einem Bericht des US-Nachrichtenportals Axios hervor, der sich auf amerikanische und israelische Beamte beruft. Obwohl die israelischen PlĂ€ne aggressiver seien als die Vorstellungen des Weißen Hauses, bewege man sich in die richtige Richtung, so ein US-Beamter nach einem Telefonat zwischen US-PrĂ€sident Joe Biden und dem israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu.

Iranische Raketenangriffe und israelische Reaktionen

Der Iran hatte in der vergangenen Woche rund 200 Raketen auf Israel abgefeuert. In Israel tagte daraufhin das Sicherheitskabinett, um ĂŒber Art und Zeitpunkt eines möglichen Vergeltungsschlags zu beraten. Die Situation bleibt angespannt, da der Iran mit verheerenden SchlĂ€gen auf die zivile Infrastruktur Israels droht, sollte es zu einem Angriff kommen.

Arabische Staaten verweigern UnterstĂŒtzung

Ein weiterer Bericht des „Wall Street Journal“ zeigt auf, dass Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Katar die USA bei einem möglichen israelischen Vergeltungsschlag gegen den Iran nicht unterstĂŒtzen wollen. Diese LĂ€nder haben der US-Regierung mitgeteilt, dass ihre militĂ€rische Infrastruktur oder ihr Luftraum nicht fĂŒr offensive Operationen gegen den Iran genutzt werden dĂŒrften. Diese Haltung könnte die strategischen Optionen der USA und Israels erheblich einschrĂ€nken.

UN-Friedensmission im Libanon unter Beschuss

Unterdessen wĂ€chst die Sorge um die Sicherheit der Blauhelmsoldaten im Libanon. Das Hauptquartier der UN-Mission Unifil wurde beschossen, wobei zwei Soldaten verletzt wurden. Der Chef der UN-Friedensmissionen, Jean-Pierre Lacroix, Ă€ußerte vor dem UN-Sicherheitsrat in New York seine Besorgnis ĂŒber die zunehmende Gefahr fĂŒr die Friedenstruppen. Trotz der Bedrohung wollen die Blauhelmsoldaten vorerst im SĂŒdlibanon bleiben.

Kritik an israelischen MilitÀraktionen

Die Kritik an den israelischen StreitkrĂ€ften wĂ€chst. Der indonesische UN-Botschafter Hari Prabowo bezeichnete den Angriff auf den Unifil-StĂŒtzpunkt als inakzeptabel und als Versuch, die Friedensmission und die internationale Gemeinschaft einzuschĂŒchtern. Auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto verurteilten den Beschuss scharf.

Tötung eines Kommandeurs des Islamischen Dschihads

In einem weiteren militÀrischen Einsatz hat die israelische Armee den Kommandeur der militanten PalÀstinensergruppe Islamischer Dschihad im Westjordanland getötet. Mohammed Abdullah sei bei einem Angriff auf das Lager in Tulkarem eliminiert worden, so das israelische MilitÀr. Abdullah war der Nachfolger von Mohammed Dschaber, der Ende August bei einem israelischen Angriff getötet worden war.

Die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin angespannt und komplex. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit großer Sorge, wĂ€hrend die betroffenen LĂ€nder ihre Strategien und Allianzen ĂŒberdenken.

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