Kettner Edelmetalle
09.01.2026
17:24 Uhr

Indien überholt alle: Der Subkontinent wird zum Wachstumsmotor der Weltwirtschaft

Indien überholt alle: Der Subkontinent wird zum Wachstumsmotor der Weltwirtschaft

Während Deutschland weiterhin in wirtschaftlicher Lethargie verharrt und die neue Bundesregierung mit ihrem 500-Milliarden-Schuldenpaket die nächsten Generationen belastet, zeigt sich am anderen Ende der Welt ein völlig anderes Bild. Indien schickt sich an, die G20-Staaten im kommenden Jahr anzuführen – mit Wachstumsraten, von denen man hierzulande nur noch träumen kann.

OECD-Prognose offenbart dramatische Unterschiede

Der jüngste Wirtschaftsausblick der OECD vom Dezember 2025 zeichnet ein ernüchterndes Bild der globalen Konjunktur. Die Weltwirtschaft habe sich zwar als widerstandsfähig erwiesen, doch die Fragilität bleibe bestehen. Besonders besorgniserregend seien die erhöhte politische Unsicherheit und wachsende Handelsbarrieren – ein deutlicher Seitenhieb auf die aggressive Zollpolitik der Trump-Administration, die mit pauschalen Importzöllen von 20 Prozent auf EU-Waren den internationalen Handel massiv belastet.

Das globale BIP-Wachstum soll demnach von 3,2 Prozent im Jahr 2025 auf lediglich 2,9 Prozent im Jahr 2026 zurückgehen. Doch innerhalb der G20-Staaten, die zusammen rund 80 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung repräsentieren, gibt es gewaltige Unterschiede.

Indien: Der unaufhaltsame Aufstieg

An der Spitze der Wachstumstabelle thront unangefochten Indien. Mit einem prognostizierten realen BIP-Wachstum von 6,2 Prozent für 2026 – nach bereits beeindruckenden 6,7 Prozent im Vorjahr – lässt der Subkontinent alle anderen Industrienationen weit hinter sich. Die Triebfedern dieses Erfolgs sind vielfältig: eine robuste Binnennachfrage, die konsequente digitale Transformation und ein florierender Fertigungssektor.

Was macht Indien anders? Während westliche Nationen sich in ideologischen Grabenkämpfen über Klimaneutralität und Gendersprache verlieren, konzentriert sich die indische Regierung auf das Wesentliche: wirtschaftliches Wachstum, Infrastrukturausbau und die Schaffung von Arbeitsplätzen für eine junge, hungrige Bevölkerung.

Die Verfolger im Wachstumsrennen

Indonesien belegt mit 5,0 Prozent den zweiten Platz und profitiert dabei von seiner jungen Erwerbsbevölkerung sowie lukrativen Rohstoffexporten. China, obwohl mit strukturellen Verlangsamungen konfrontiert, bleibt mit 4,4 Prozent ein gewichtiger Akteur auf der Weltbühne – nach 5,0 Prozent im Jahr 2025.

Bemerkenswert ist auch Saudi-Arabien mit prognostizierten 4,0 Prozent Wachstum. Das Königreich setzt konsequent auf wirtschaftliche Diversifizierung im Rahmen seines ambitionierten Programms „Vision 2030" und beweist damit, dass kluge Wirtschaftspolitik Früchte trägt.

Ein Weckruf für den Westen

Diese Zahlen sollten europäischen Politikern zu denken geben. Während aufstrebende Volkswirtschaften mit pragmatischer Politik und klarem Fokus auf Wachstum voranschreiten, verstrickt sich Deutschland in bürokratischen Fesseln und ideologischen Experimenten. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar versprochen, die Wirtschaft anzukurbeln, doch das gigantische Schuldenpaket wirft bereits jetzt dunkle Schatten auf die Zukunft.

Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Diversifikation ist wichtiger denn je. In Zeiten globaler Unsicherheit und wachsender Handelsbarrieren bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber einen bewährten Schutz vor Währungsrisiken und wirtschaftlicher Instabilität – eine Absicherung, die in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen sollte.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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