
Hamburg: Wer in Deutschland die Nationalmannschaft anfeuert, lebt offenbar gefÀhrlich

Es ist ein Vorgang, der jeden ehrlichen BĂŒrger dieses Landes fassungslos zurĂŒcklassen mĂŒsste. In Hamburg, mitten im sogenannten besten Deutschland aller Zeiten, soll eine Gruppe von rund 30 FuĂballfans nach einem WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft brutal ĂŒberfallen worden sein. Der Tatbestand: Sie hatten ihr eigenes Land beim FuĂball unterstĂŒtzt. Die Quittung: Messer, Schlagstöcke, Pfefferspray â und ein Krankenhausaufenthalt.
Vermummte SchlÀger und ein perfides Feindbild
Wie die Hamburger Morgenpost berichtete, sollen die Fans am Sonntagabend im Stadtteil Barmbek-Nord eine Kneipe verlassen haben, in der sie zuvor das Spiel zwischen Deutschland und der ElfenbeinkĂŒste verfolgt hatten. Kaum auf der StraĂe, seien sie von einer Horde Vermummter empfangen worden. Als BegrĂŒĂung gab es dem Vernehmen nach nicht etwa eine Diskussion, sondern den Ruf âNazi-Schweineâ â und gleich darauf die Hiebe.
Man lasse sich diese Szene auf der Zunge zergehen: Deutsche, die ihre eigene Nationalmannschaft anfeuern, werden in ihrer Heimat als Faschisten beschimpft und zusammengeschlagen. Zwei Menschen mussten verletzt vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Die mutigen Angreifer? Beim Eintreffen der Polizei lĂ€ngst ĂŒber alle Berge. Fahndung lĂ€uft, VerdĂ€chtige bislang Fehlanzeige. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen ĂŒbernommen.
Wenn Patriotismus zum Risiko wird
Es offenbart sich hier ein gesellschaftliches Klima, das nachdenklich stimmen muss. Wer hat eigentlich jahrelang das Feindbild geschĂŒrt, das nun in solchen Ăbergriffen mĂŒndet? Wer hat das Wort âNaziâ so inflationĂ€r entwertet, dass es heute als Kampfbegriff gegen jeden gebraucht wird, der eine Deutschlandfahne in der Hand hĂ€lt?
Im besten Deutschland aller Zeiten kann es lebensgefÀhrlich werden, in einer Kneipe einem Spiel der eigenen Nationalmannschaft zuzusehen.
Diese bittere Erkenntnis teilt nicht nur unsere Redaktion, sondern, das darf man getrost annehmen, ein erheblicher Teil der Bevölkerung. Der gesunde Stolz auf das eigene Land, in jeder anderen Nation eine SelbstverstÀndlichkeit, ist hierzulande zum verdÀchtigen Akt geworden.
Ein trauriges Muster
Der Vorfall reiht sich ein in eine lange Liste von Attacken, die wĂ€hrend Welt- und Europameisterschaften zu beklagen waren. Man erinnere sich an die Messerangriffe wĂ€hrend der EM 2024 in Stuttgart und in Wolmirstedt. Gewalt gegen friedliche Fans ist kein Einzelfall mehr, sondern ein Symptom einer Politik, die das Land ĂŒber Jahre hat verwahrlosen lassen.
Die Verantwortung liegt nicht nur bei den TĂ€tern
NatĂŒrlich tragen die unmittelbaren SchlĂ€ger die volle Schuld an ihren Taten. Doch die Frage muss erlaubt sein, in welchem geistigen NĂ€hrboden eine solche Verrohung gedeihen konnte. Eine Gesellschaft, in der Heimatliebe diffamiert und die Sicherheit der BĂŒrger strĂ€flich vernachlĂ€ssigt wird, erntet am Ende genau jene Spaltung, die viele lange beschwiegen haben.
Was es braucht, ist eine entschlossene RĂŒckkehr zu Recht und Ordnung. Eine Politik, die den anstĂ€ndigen BĂŒrger schĂŒtzt, statt ihn unter Generalverdacht zu stellen. Und ein Land, in dem das Anfeuern der eigenen Mannschaft wieder ein Fest und kein Risiko ist.
Die in diesem Beitrag geĂ€uĂerten EinschĂ€tzungen geben die Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Zur Tat selbst dauern die polizeilichen Ermittlungen an; eine abschlieĂende Bewertung obliegt den zustĂ€ndigen Behörden und Gerichten.
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