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19.10.2026
14:59 Uhr
KI-generiert

„Frankreich brennt!“: Trump und Vance machen Krawalle zur Migrationsfrage

„Frankreich brennt!“: Trump und Vance machen Krawalle zur Migrationsfrage
Symbolbild: KI-generiert

Nach den schwersten Ausschreitungen seit Jahren hat sich US-Präsident Donald Trump in die Lage in Frankreich eingemischt. Auf seiner Plattform Truth Social forderte er Paris auf, sofort die Grenzen zu schließen. Seine Behauptung: Migranten hätten das Land „übernommen“. Vizepräsident JD Vance legte noch nach.

Die Bilanz eines schwarzen Samstags

Die Zahlen sind erschütternd. Nach den jüngsten Angaben des französischen Innenministeriums nahm die Polizei landesweit 2.397 Menschen fest. 997 Polizisten und Gendarmen wurden verletzt, sieben davon schwer. Randalierer plünderten Geschäfte und griffen öffentliche Gebäude an.

In Limoges stand Medienberichten zufolge das 143 Jahre alte Rathaus in Flammen. In Marseille sollen schwarz gekleidete Vermummte ins Rathaus eingedrungen sein, in Lyon brannte das Touristenbüro. Insgesamt gingen laut Regierung rund 550.000 Menschen auf die Straße, die Organisatoren sprechen sogar von 800.000.

Trumps Doppelschlag auf Truth Social

Schon am Sonntag hatte Trump zu einem Rundumschlag ausgeholt. Er schrieb:

„Frankreich brennt! Die Einwanderung von Menschen aus einer völlig anderen Welt – Menschen mit Hass im Herzen – hat dieses einst großartige Land zerrüttet. Schließt eure Grenzen und übernehmt die Kontrolle, bevor es zu spät ist!“

Kurz darauf folgte der zweite Post, noch knapper und noch schärfer: „Die Migranten haben Frankreich übernommen. Die Grenzen müssen geschlossen werden – und zwar schnell!“ Diplomatische Zurückhaltung? Fehlanzeige.

Vance zielt auf die Zwischenwahlen

Vance reagierte auf X auf ein Video des brennenden Rathauses von Limoges. Westliche Linksliberale hätten im Namen von Vielfalt und Mitgefühl „die Dritte Welt“ nach Frankreich importiert und Fragen der Assimilation ignoriert. Man habe sie gewarnt, doch sie hätten nicht zugehört.

Er bete dafür, dass Frankreich, „ein wunderschönes Land mit großartigen Menschen, diesen Wahnsinn stoppt“, so Vance. Dann der Seitenhieb in Richtung Heimat: Die Amerikaner sollten genau hinschauen, denn das sei die Zukunft, die die Demokraten im Kongress anstrebten. Ein klarer Fingerzeig auf die anstehenden Zwischenwahlen.

Bildungsnotstand oder Integrationsversagen?

Ausgelöst wurde die Protestwelle allerdings von ganz anderen Themen. Seit Mitte September demonstrieren Schüler gegen Lehrermangel, Klassen mit 32 bis 36 Kindern und marode Gebäude. Später schlossen sich Gewerkschaften an. Der Protesttag am Samstag richtete sich laut Berichten gegen hohe Lebenshaltungskosten und niedrige Löhne.

Premierminister Sébastien Lecornu macht die „Ultralinke“ und Kriminelle für die Gewalt verantwortlich. Seine Regierung wirft der Partei La France Insoumise vor, die Bewegung zu steuern. Die Partei weist das zurück. Präsident Emmanuel Macron prangerte eine „zügellose“ Gewalt an und kündigte harte Strafen an.

Trumps Diagnose greift also zu kurz. Und doch berührt sie einen wunden Punkt. Die Banlieue-Unruhen von 2005 und die Krawalle nach dem Tod des 17-jährigen Nahel in Nanterre 2023 haben gezeigt, wie brüchig der gesellschaftliche Frieden in Teilen Frankreichs seit Langem ist. Darüber hat die Politik in Paris viel geredet, aber wenig verändert.

Ein Weckruf auch für Berlin

Lecornu warnte, manche wollten die Gewalt als „Aufwärmübung“ für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr nutzen. Frankreich droht ein politisch explosiver Wahlkampf.

Für viele Bürger in Deutschland sind die Bilder aus Limoges und Paris mehr als ein Blick ins Nachbarland. Bei Rekordkriminalität und steigenden Zahlen bei Messerangriffen fragen sie sich, ob die Regierung Merz die versprochene Wende in der Sicherheits- und Migrationspolitik tatsächlich liefert. Oder ob sie wieder auf bessere Zeiten hofft.

Eines zeigt Frankreich schonungslos: Wenn in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone Rathäuser brennen, ist Stabilität keine Selbstverständlichkeit mehr. Wer sein Erspartes vor solchen Erschütterungen schützen will, findet in physischem Gold und Silber eine bewährte Ergänzung innerhalb eines breit gestreuten Vermögens.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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