Kettner Edelmetalle
17.08.2026
05:45 Uhr
KI-generiert

Fauci schweigt, ABC kĂŒrzte: Der Corona-Skandal holt Washington ein

Fauci schweigt, ABC kĂŒrzte: Der Corona-Skandal holt Washington ein
Symbolbild: KI-generiert

Anthony Fauci, jahrelang das medizinische Gesicht der US-Pandemiepolitik, verweigert erneut die Aussage. Am 14. August ließ der frĂŒhere NIAID-Direktor ĂŒber seine AnwĂ€lte mitteilen, dass er nicht zu einem nichtöffentlichen, protokollierten Interview vor dem Untersuchungsunterausschuss von Senator Ron Johnson erscheinen werde. Nur einen Tag spĂ€ter wurde eine zweite Nachricht öffentlich, die den Fall zusĂ€tzlich befeuert.

Erst 112 Mal der fĂŒnfte Verfassungszusatz – dann gar nichts mehr

Vorgeschichte: Bei einer Anhörung am 29. Juli soll Fauci sich nach ZĂ€hlung mehrerer Medien rund 112 Mal auf den fĂŒnften Verfassungszusatz berufen haben, also auf sein Recht, sich nicht selbst zu belasten. Am 6. August stimmte der zustĂ€ndige Senatsausschuss mit 8 zu 5 Stimmen entlang der Parteilinien dafĂŒr, Fauci wegen Missachtung des Kongresses zu belangen. Die Sache liegt seither beim Justizministerium.

Johnson wurde in einer Mitteilung ungewöhnlich deutlich. Fauci habe einst erklĂ€rt, er sei „sehr glĂŒcklich, vor jedem Aufsichtsausschuss des Kongresses zu testieren. Ich habe nichts zu verbergen." Johnsons Kommentar dazu:

„Offenbar hat er viel zu verbergen."

Sein Ausschuss werde weiter Unterlagen anfordern und WeggefĂ€hrten befragen, man prĂŒfe die juristischen Optionen. Bekannt wurde dabei auch: Die Ermittler haben nach eigenen Angaben Faucis damaliges Diensthandy ausgewertet – mit mehr als 34.000 Textnachrichten und 522 Sprachnachrichten.

Faucis AnwÀlte: politisches Schauspiel und Drohungen

Die Gegenseite widerspricht scharf. Die AnwĂ€lte David Schertler und Danny Onorato erklĂ€rten laut Medienberichten, ihr Mandant habe in 38 Jahren ĂŒber 200 Mal vor AusschĂŒssen ausgesagt oder gebrieft, stets „ehrlich und transparent", und stehe zu allen frĂŒheren Aussagen. Eine erneute Vorladung habe keinen gesetzgeberischen Zweck und wĂŒrde Fauci „in unzulĂ€ssiger Weise fĂŒr politische Zwecke belĂ€stigen oder erniedrigen". Zudem hĂ€tten Fauci und seine Familie seit dem 29. Juli BelĂ€stigungen und Morddrohungen erlebt. Den Missachtungsbeschluss nannte Schertler demselben Bericht zufolge ein plumpes politisches Manöver.

Der Bericht, der nie so gesendet wurde

Parallel sorgt eine Schilderung aus dem Inneren des US-Medienbetriebs fĂŒr Aufsehen. Der langjĂ€hrige ABC-Korrespondent Terry Moran berichtete in einem Podcast, sein „Nightline"-Beitrag von Anfang 2021 zur Labor-Hypothese sei am geplanten Sendetag noch einmal „geprĂŒft" worden. Das Skript sei an Juristen, an die Standards-Abteilung – und an Fauci gegangen. Er sei „absolut außer sich" gewesen; das ausgestrahlte Ergebnis habe er als unverstĂ€ndlich beschrieben, ĂŒberladen mit EinschrĂ€nkungen. Es handelt sich um die Darstellung eines einzelnen frĂŒheren Mitarbeiters; eine BestĂ€tigung des Senders liegt uns nicht vor.

Warum das auch in Deutschland zÀhlt

Aus Sicht unserer Redaktion ist das der eigentliche Kern: Nicht das Virus zerstörte Vertrauen, sondern der Umgang mit Zweifeln. Wer damals nach dem Wuhan-Labor fragte, wurde als Verschwörungstheoretiker abgestempelt – heute prĂŒfen SenatsausschĂŒsse genau diese Fragen.

Auch hierzulande gilt die Aufarbeitung als bestenfalls halbherzig: Schulschließungen, ruinierte Betriebe, milliardenschwere Hilfsprogramme – und eine Enquete-Kommission, die viele BĂŒrger fĂŒr zahnlos halten. Wer BĂŒrgerrechte einschrĂ€nkt, muss Rechenschaft ablegen. Diese einfache Regel wirkt in Berlin ebenso unbequem wie in Washington.

Dieser Beitrag gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Rechtsberatung dar. FĂŒr alle genannten VorwĂŒrfe gilt die Unschuldsvermutung.

Wissenswertes zum Thema