
EuropÀische Appeasement-Politik: Wie der Westen dem iranischen Regime den roten Teppich ausrollt
WĂ€hrend israelische StĂ€dte unter iranischem Raketenhagel liegen und die Mullahs unverhohlen die Vernichtung des jĂŒdischen Staates propagieren, pilgern europĂ€ische Diplomaten nach Genf, um mit Teherans Vertretern Tee zu trinken. Was sich am 20. Juni in der Schweizer Diplomatenstadt abspielte, könnte man als LehrstĂŒck gescheiterter AuĂenpolitik bezeichnen â wĂ€re es nicht so gefĂ€hrlich.
NaivitĂ€t trifft auf KalkĂŒl
BundesauĂenminister Johann Wadephul (CDU) zeigte sich nach dem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi tatsĂ€chlich "zufrieden". Man habe den Eindruck gewonnen, dass die iranische Seite "grundsĂ€tzlich bereit" sei, ĂŒber alle wichtigen Fragen zu sprechen. Welch bahnbrechende Erkenntnis! Das Mullah-Regime, das seit Jahrzehnten die internationale Gemeinschaft an der Nase herumfĂŒhrt, zeigt sich gesprĂ€chsbereit. RevolutionĂ€r.
Gemeinsam mit seinen französischen und britischen Kollegen sowie der EU-AuĂenbeauftragten Kaja Kallas drĂ€ngte Wadephul den Iran zu GesprĂ€chen mit den USA. Als ob das Regime in Teheran nur darauf gewartet hĂ€tte, von europĂ€ischen Diplomaten dazu ermutigt zu werden. Die RealitĂ€t sieht anders aus: WĂ€hrend Europa redet, baut der Iran weiter an seiner Atombombe.
Die Illusion der Diplomatie
Was die europĂ€ischen AuĂenminister als "sehr ernsthafte GesprĂ€che" bezeichnen, dĂŒrfte in Teheran eher fĂŒr Heiterkeit sorgen. Seit Jahren spielt das iranische Regime dasselbe Spiel: Man zeigt sich verhandlungsbereit, gewinnt Zeit und treibt wĂ€hrenddessen das Atomprogramm voran. Die EuropĂ€er fallen immer wieder darauf herein.
"Das gute Ergebnis heute ist, dass wir den Raum verlassen mit dem Eindruck, dass die iranische Seite grundsĂ€tzlich bereit ist, ĂŒber alle wichtigen Fragen weiter zu sprechen."
Diese Aussage Wadephuls offenbart die ganze Misere europĂ€ischer Nahostpolitik. Man begnĂŒgt sich mit vagen Zusagen und EindrĂŒcken, wĂ€hrend der Iran Fakten schafft. Die Region befinde sich in einer "auĂerordentlich kritischen Situation", stellte der BundesauĂenminister fest. Eine Meisterleistung der Untertreibung angesichts der Tatsache, dass Israel seit einer Woche Atomanlagen im Iran bombardiert und Teheran mit Raketen und Drohnen zurĂŒckschlĂ€gt.
Historische Blindheit
Die Geschichte lehrt uns, wohin Appeasement-Politik fĂŒhrt. In den 1930er Jahren glaubte man in Europa auch, mit Diktatoren verhandeln zu können. Das Ergebnis ist bekannt. Heute wiederholt sich dieses Muster: Ein totalitĂ€res Regime, das offen die Vernichtung eines demokratischen Staates fordert, wird hofiert und zu GesprĂ€chen eingeladen.
Besonders pikant: Wadephul betonte, dass fĂŒr Deutschland die Sicherheitsinteressen Israels von "herausragender Bedeutung" seien. Gleichzeitig legitimiert man durch solche Treffen ein Regime, das genau diese Sicherheit bedroht. Diese Doppelmoral ist nicht nur heuchlerisch, sie ist gefĂ€hrlich.
Die wahren Absichten Teherans
WĂ€hrend europĂ€ische Diplomaten von Verhandlungsbereitschaft schwĂ€rmen, spricht die RealitĂ€t eine andere Sprache. Das iranische Atomprogramm lĂ€uft auf Hochtouren, die Urananreicherung erreicht Werte, die nur fĂŒr Waffenproduktion sinnvoll sind. Gleichzeitig destabilisiert Teheran die gesamte Region durch die UnterstĂŒtzung von Terrororganisationen wie der Hisbollah und den Huthis.
Die Forderung, die USA in die GesprĂ€che einzubeziehen, zeigt die Hilflosigkeit Europas. Man weiĂ, dass ohne Washington nichts geht, versucht aber trotzdem, eine eigenstĂ€ndige Rolle zu spielen. Das Ergebnis: Man macht sich zum nĂŒtzlichen Idioten des iranischen Regimes.
Zeit fĂŒr Klarheit statt Kuschelkurs
Was die Region braucht, ist keine weitere GesprÀchsrunde bei Schweizer KÀsefondue, sondern klare Kante. Solange das Mullah-Regime an der Macht ist, wird es seine aggressiven Ziele verfolgen. Statt den GesprÀchsfaden aufrechtzuerhalten, sollte Europa endlich verstehen: Mit Regimen, die die Auslöschung demokratischer Staaten zum Ziel haben, gibt es nichts zu verhandeln.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hatte versprochen, eine realistischere AuĂenpolitik zu betreiben. Die Genfer GesprĂ€che zeigen: Der Weg ist noch weit. WĂ€hrend Israel um sein Ăberleben kĂ€mpft, ĂŒbt sich Europa in diplomatischen Pirouetten. Es ist höchste Zeit, dass Deutschland und seine Partner begreifen: Manchmal ist HĂ€rte die einzige Sprache, die Diktatoren verstehen.
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