Kettner Edelmetalle
16.07.2025
17:06 Uhr

EU-Kommission plant Rekordhaushalt von 1,8 Billionen Euro – Steuerzahler sollen bluten

Die EuropĂ€ische Kommission unter Ursula von der Leyen hat nach tagelangen internen Verhandlungen einen Zentralhaushalt von satten 1,816 Billionen Euro fĂŒr den Zeitraum 2028 bis 2034 vorgeschlagen. Diese astronomische Summe wĂŒrde eine erhebliche Steigerung der Ausgabenmacht der EU im Vergleich zum aktuellen Haushalt bedeuten, der seit 2021 lĂ€uft.

Die Gesamtausgaben wĂŒrden auf 1,15 Prozent des Bruttonationaleinkommens der EU steigen – ein Anstieg gegenĂŒber den derzeitigen etwa 1,1 Prozent. Doch das ist noch nicht alles: Die Kommission behauptet dreist, ihr Haushalt wĂŒrde sich auf 2 Billionen Euro belaufen, wenn man die RĂŒckzahlungen der EU-Schulden nach Covid mit einrechnet. Dies wĂŒrde 1,26 Prozent des BNE entsprechen.

Kritik von allen Seiten – zu Recht

Siegfried Mureșan, Haushaltsverhandler der EuropĂ€ischen Volkspartei, bezeichnete diese Berechnungsmethode treffend als „irrefĂŒhrend". Seine Kritik wurde von Abgeordneten aus dem gesamten politischen Spektrum geteilt. Der niederlĂ€ndische Finanzminister Eelco Heinen brachte es auf den Punkt: „Der vorgeschlagene Haushalt ist zu hoch."

Viele Regierungen dĂŒrften auf einen kleineren Haushalt oder einen mit anderen PrioritĂ€ten drĂ€ngen, als die Kommission vorschlĂ€gt. Das EuropĂ€ische Parlament hingegen möchte der EU noch mehr Feuerkraft verleihen – ein typisches Beispiel dafĂŒr, wie abgehoben die BrĂŒsseler Blase mittlerweile agiert.

Umverteilung zu Lasten traditioneller Bereiche

Von der Leyens große Idee sei es, die Finanzierung weg von den traditionellen EU-Ausgaben – Landwirtschaft und Regionalentwicklung – hin zu neuen PrioritĂ€ten wie Verteidigung und Innovation zu lenken. Die Kommission plant, 865 Milliarden Euro fĂŒr „Nationale und Regionale PlĂ€ne" bereitzustellen, die möglicherweise die Regionalpolitik und die Gemeinsame Agrarpolitik umfassen könnten, die derzeit zwei Drittel des EU-Haushalts ausmachen.

Subventionen fĂŒr Landwirte und Zahlungen an Ă€rmere Regionen – seit Jahrzehnten das Brot und Butter der EU – wĂŒrden in den kommenden Jahren einen deutlich geringeren Anteil an den Gesamtausgaben ausmachen. Stattdessen sollen 410 Milliarden Euro in den „EuropĂ€ischen Wettbewerbsfonds" fließen, 200 Milliarden in „Global Europe" fĂŒr Entwicklungshilfe und UnterstĂŒtzung von NachbarlĂ€ndern, und 292 Milliarden fĂŒr „andere" Programme.

Neue Steuern zur Schuldenfinanzierung

Besonders dreist: EU-Haushaltskommissar Piotr Serafin prĂ€sentierte drei neue Steuern, die auf Elektroschrott, Tabakprodukte und Unternehmen in der EU abzielen, um die Post-Covid-Schulden zurĂŒckzuzahlen. Diese wĂŒrden schĂ€tzungsweise 25 bis 30 Milliarden Euro pro Jahr kosten. ZusĂ€tzlich bestĂ€tigte er VorschlĂ€ge aus dem Jahr 2021, eine CO2-Grenzsteuer zu erheben und einen Anteil der Einnahmen aus dem Emissionshandelssystem zu kassieren. Diese Einnahmen sollen sich auf 58 Milliarden Euro pro Jahr summieren.

Kata TĂŒttƑ, PrĂ€sidentin des Ausschusses der Regionen, brachte die Empörung vieler auf den Punkt: „Jetzt verstehen wir die GeheimniskrĂ€merei. Hinter dem Vereinfachungsrauch taucht ein MONSTER-Plan auf, der die KohĂ€sionspolitik verschlingen und ihr RĂŒckgrat brechen will, indem er sie nationalisiert und zentralisiert."

Deutschland und Frankreich skeptisch

Mehrere LĂ€nder, darunter Deutschland als grĂ¶ĂŸte und mĂ€chtigste Volkswirtschaft des Blocks, haben bereits davor gewarnt, den Geldtopf der EU zu einer Zeit zu erweitern, in der die WĂ€hler in ganz Europa sich zunehmend populistischen und EU-kritischen KrĂ€ften zuwenden. Auch Frankreich, die zweitgrĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft, sei nicht bereit, seine BeitrĂ€ge zu erhöhen, da es unter einem steigenden Defizit und wachsenden Schulden leide.

Die 27 Regierungen der EU und das Parlament mĂŒssten den Plan einstimmig genehmigen – ein schwieriges Unterfangen fĂŒr von der Leyen. Die AnkĂŒndigung markiert den Startschuss fĂŒr mindestens zwei Jahre wahrscheinlich schlecht gelaunter und quĂ€lender Verhandlungen.

„Es ist ein Haushalt, der Europas Ehrgeiz entspricht, der sich Europas Herausforderungen stellt und der unsere UnabhĂ€ngigkeit stĂ€rkt", behauptete von der Leyen vor Reportern. „Der Haushalt ist grĂ¶ĂŸer, er ist klĂŒger und er ist schĂ€rfer."

Man könnte auch sagen: Er ist aufgeblĂ€hter, verschwenderischer und belastet die Steuerzahler noch mehr. Die EU-Kommission scheint entschlossen, ihre Macht und ihren Einfluss weiter auszubauen – auf Kosten der nationalen SouverĂ€nitĂ€t und der hart arbeitenden BĂŒrger. Es bleibt zu hoffen, dass die nationalen Regierungen diesem Wahnsinn Einhalt gebieten werden.

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