
Energiepolitischer Irrsinn: FunktionsfÀhiges Gaskraftwerk in Lubmin wird an Kiew verschenkt

Es klingt wie eine Realsatire, ist aber bittere Wahrheit: Ein voll funktionsfĂ€higes Gaskraftwerk im mecklenburgischen Lubmin, einst HerzstĂŒck der Nord-Stream-1-Infrastruktur, wird an einen ukrainischen Kraftwerksbetreiber verschenkt. WĂ€hrend deutsche Unternehmen unter explodierenden Energiekosten Ă€chzen, deutsche BĂŒrger horrende Strompreise zahlen und die Industrie reihenweise abwandert, verteilt man hierzulande Kraftwerksanlagen wie Bonbons auf einem Kindergeburtstag. Willkommen in der deutschen Energiepolitik anno 2026.
Eine Anlage mit Geschichte â und ohne Zukunft im eigenen Land
Das Kraftwerk im Lubminer Industriehafen, betrieben von der Industriekraftwerk Greifswald GmbH (IKG), versorgte bis 2022 die Einspeisung russischen Erdgases mit der notwendigen ProzesswĂ€rme. Mit einer Leistung von 84 Megawatt war es ein zentraler Baustein der deutschen Energieversorgung. Doch nachdem die Nord-Stream-Pipelines im September 2022 mutmaĂlich gesprengt wurden â und Spuren bekanntlich in Richtung ukrainischer Akteure fĂŒhren â stellte die Anlage ihren Betrieb ein. MehrheitseigentĂŒmer der IKG ist die Sefe Securing Energy for Europe GmbH mit Sitz in Berlin, deren alleinige EigentĂŒmerin wiederum die Bundesrepublik Deutschland ist. Mit anderen Worten: Der Steuerzahler verschenkt sein eigenes Inventar.
KĂ€ufer gesucht, keinen gefunden â also weg damit
Laut Sefe seien sĂ€mtliche Verkaufsversuche gescheitert. Statt das Kraftwerk zu modernisieren, einzumotten oder gar wieder in Betrieb zu nehmen, hat man sich fĂŒr die wohl skurrilste aller Lösungen entschieden: Verschenken an die Ukraine, ausdrĂŒcklich âals Selbstabholer". Das Unternehmen begrĂŒndet den Schritt mit dem Argument, dass dies wirtschaftlich keinen Nachteil gegenĂŒber RĂŒckbau und Verschrottung darstelle und der ukrainischen Energieinfrastruktur zugutekomme. Der Abbau ist bis zum Sommer geplant. Bemerkenswert: Die Verantwortlichen vor Ort wollen den Transport durch den Hafen möglichst diskret abwickeln â aus Sorge vor öffentlichem Aufruhr.
Berechtigte Empörung in der Bevölkerung
Und dieser Aufruhr hat seinen Grund. Die Stimmung in Vorpommern-Greifswald ist gereizt. WĂ€hrend die deutsche Industrie weiter in den Abgrund rutscht, weil die Energiepreise auf einem absurden Niveau verharren, verschenkt man ausgerechnet an jenen Staat ein Kraftwerk, dessen Akteure unter dringendem Verdacht stehen, die Nord-Stream-Pipelines vorsĂ€tzlich zerstört zu haben. Ein deutsches Gericht genehmigte zwischenzeitlich die Auslieferung eines mutmaĂlichen TĂ€ters nach Deutschland. Die AufklĂ€rung des wohl gröĂten Anschlags auf europĂ€ische Infrastruktur in der Nachkriegsgeschichte stockt â aber Kraftwerke verteilen, das geht offenbar im Eiltempo.
Nikolaus Kramer, AfD-Abgeordneter im Landtag und Kreistag Vorpommern-Greifswald, bringt es auf den Punkt: Die Anlage hĂ€tte der Energiesicherheit Deutschlands dienen sollen. Seine Fraktion fordere im Kreistag, dass der Landrat die Landesregierung zum Bau eines neuen Gaskraftwerks am Standort Lubmin bewege â wĂ€hrend gleichzeitig eine voll funktionsfĂ€hige KWK-Anlage abgebaut und verschenkt werde. Ein Schlag ins Gesicht der BĂŒrger, so Kramer. Man muss kein AnhĂ€nger einer bestimmten Partei sein, um zu erkennen: Hier liegt der Finger in einer offenen Wunde.
Symbolpolitik auf Kosten der eigenen Bevölkerung
Die Tragik dieser Geschichte liegt im Symbolgehalt. Deutschland, einst Industrienation und Energie-Kraftzentrum Europas, reduziert sich zunehmend auf eine Republik der Symbolpolitik. Kraftwerke werden abgeschaltet, Reaktoren gesprengt, Pipelines zerstört â und was ĂŒbrig bleibt, wird ins Ausland verschenkt. Gleichzeitig diskutiert die Politik ĂŒber immer neue Klimaziele, ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen und eine im Grundgesetz verankerte KlimaneutralitĂ€t bis 2045. Die Frage, woher der Strom fĂŒr eine reindustrialisierte Wirtschaft eigentlich kommen soll, bleibt unbeantwortet. Stattdessen importiert man inzwischen sogar Kerosin aus Israel, weil die heimischen RaffineriekapazitĂ€ten nicht ausreichen.
Warum Edelmetalle in solchen Zeiten an Bedeutung gewinnen
Wer beobachtet, mit welcher Sorglosigkeit deutsche Politik und Staatsunternehmen mit nationalem Vermögen umgehen, der versteht, warum immer mehr BĂŒrger ihr Vermögen auĂerhalb staatlich kontrollierter Strukturen absichern wollen. Physisches Gold und Silber sind seit Jahrtausenden ein bewĂ€hrtes Mittel zur Vermögenssicherung â unabhĂ€ngig von politischen Fehlentscheidungen, Inflation oder energiepolitischen Kapriolen. In einem Umfeld, in dem die wirtschaftliche Substanz Deutschlands erodiert und der Staat seine eigenen Werte verschleudert, gewinnt die Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Vermögensportfolio zunehmend an Bedeutung.
Hinweis: Die in diesem Artikel geĂ€uĂerten EinschĂ€tzungen stellen die Meinung unserer Redaktion dar und keine Anlageberatung. Wir betreiben keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenstĂ€ndig zu informieren und gegebenenfalls qualifizierte Berater zu konsultieren. FĂŒr Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich.










