Kettner Edelmetalle
08.06.2026
08:18 Uhr

Energiepolitischer Irrsinn: Deutschland verbietet eigenes Gas und importiert es teuer aus dem Ausland

Es ist ein LehrstĂŒck deutscher Energiepolitik, das an AbsurditĂ€t kaum zu ĂŒberbieten ist. WĂ€hrend die heimische Industrie unter explodierenden Energiekosten Ă€chzt und ganze Branchen ihre Produktion ins Ausland verlagern, schlummert unter deutschem Boden ein Schatz, den niemand heben darf. Ein neues Gutachten des frĂŒheren PrĂ€sidenten der Bundesanstalt fĂŒr Geowissenschaften und Rohstoffe rĂŒckt diese groteske Schieflage nun wieder ins Rampenlicht.

20 Jahre Versorgungssicherheit – verschenkt aus ideologischer Angst

Nach EinschĂ€tzung des renommierten Geowissenschaftlers könnten die heimischen Schiefergasvorkommen rund 20 Jahre lang jĂ€hrlich etwa 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas liefern. Das entsprĂ€che etwa einem Viertel des heutigen deutschen Gasbedarfs. Die technisch erschließbaren Vorkommen werden auf rund 1000 Milliarden Kubikmeter beziffert – ein gewaltiges Polster, das nicht nur ImportabhĂ€ngigkeit reduzieren, sondern auch die Beschaffung stabilisieren und die Krisenfestigkeit von Industrie, WĂ€rmeversorgung und Stromreserve erhöhen wĂŒrde.

Doch dieses Gas steckt tief im dichten Gestein. Um es zu lösen, brÀuchte Deutschland eine Fördermethode, die seit 2017 kommerziell verboten ist: das sogenannte Fracking. Und hier offenbart sich die ganze Doppelmoral der deutschen Politik.

Die Heuchelei mit System

Man verbietet im eigenen Land, was man gleichzeitig in riesigen Mengen aus dem Ausland importiert. Das per Fracking gewonnene Gas – ob aus den USA ĂŒber LNG-Terminals oder von weit entfernten FörderstĂ€tten – landet selbstverstĂ€ndlich in deutschen Heizungen und Industrieanlagen. Nur bei uns selbst soll es verpönt sein. Man könnte fast meinen, es gehe weniger um Umweltschutz als um die Aufrechterhaltung eines reinen Gewissens auf Kosten der eigenen Wirtschaft.

WĂ€hrend noch vor 20 Jahren deutsches Erdgas knapp 20 Prozent des Verbrauchs deckte, liegt der Anteil heute bei unter fĂŒnf Prozent. Der Experte warnt vor einer drohenden ImportabhĂ€ngigkeit von bis zu 100 Prozent.

Beim Fracking pressen Unternehmen ein Gemisch aus Wasser, Sand und Zusatzstoffen unter hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten. Es entstehen feine Risse, durch die das Gas zur Bohrung strömen kann. Kritiker fĂŒhren seit Jahren Bedenken hinsichtlich Grundwasser, Böden und Klima ins Feld. Doch zahlreiche Wissenschaftler halten modernes Fracking in Deutschland mittlerweile fĂŒr durchaus vertretbar.

Merz duckt sich weg

Und was sagt die neue Bundesregierung? Bundeskanzler Friedrich Merz, einst als Wirtschaftsfreund gefeiert, hat bereits erklĂ€rt, er wolle Fracking nicht vorschlagen. Damit bleibt das gewaltige Potenzial weiter politisch verschĂŒttet. Es ist symptomatisch: Lieber bezahlt man Milliarden fĂŒr teures Importgas, als sich der Debatte zu stellen und souverĂ€n ĂŒber die eigenen Ressourcen zu entscheiden. SouverĂ€nitĂ€t sieht anders aus.

Die zentrale Frage bleibt damit unbeantwortet im Raum stehen: Nutzt Deutschland endlich seine eigenen Vorkommen – oder kauft es weiter Fracking-Gas vom anderen Ende der Welt und macht sich damit erpressbar? Ein Land, das seine industrielle Basis erhalten will, kann sich diesen energiepolitischen Selbstbetrug auf Dauer nicht leisten.

Was bedeutet das fĂŒr Anleger?

Gerade in Zeiten, in denen die Politik bei der Sicherung der Energieversorgung versagt und AbhĂ€ngigkeiten geradezu billigend in Kauf nimmt, zeigt sich, wie fragil unsere wirtschaftliche Grundlage geworden ist. Wer sein Vermögen gegen Krisen, Inflation und politische Fehlentscheidungen absichern möchte, sollte ĂŒber eine sinnvolle Beimischung physischer Edelmetalle nachdenken. Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrtausende als wertstabiler Anker in unsicheren Zeiten bewĂ€hrt und bilden eine solide ErgĂ€nzung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist selbst verpflichtet, ausreichend zu recherchieren und trĂ€gt fĂŒr seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung.

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