Kettner Edelmetalle
27.11.2025
07:03 Uhr

Energiekrise in Berlin: Wenn die Heizung kalt bleibt und die Politik versagt

Wieder einmal zeigt sich die marode Infrastruktur der Hauptstadt von ihrer hĂ€sslichsten Seite. Eine technische Störung im Heizkraftwerk Lichterfelde lĂ€sst derzeit unzĂ€hlige Westberliner Haushalte in der KĂ€lte sitzen. Die BEW Berliner Energie und WĂ€rme bestĂ€tigte die Panne, die ausgerechnet die Bezirke Wilmersdorf SĂŒd, Steglitz und Lichterfelde trifft – Gebiete, in denen viele Familien und Ă€ltere Menschen auf eine zuverlĂ€ssige WĂ€rmeversorgung angewiesen sind.

Informationspolitik im Nebel

Besonders beunruhigend ist die Informationspolitik des Energieversorgers. Wie viele Haushalte konkret betroffen seien und wie stark die Temperaturen in den Wohnungen bereits gesunken sind? Keine Antwort. Ein Sprecher der BEW konnte auf Anfrage des Tagesspiegels keine konkreten Zahlen nennen. Man arbeite „mit Hochdruck" an der Behebung, hieß es lapidar. Die Störung könne möglicherweise in zwei Stunden behoben sein – oder auch nicht.

Diese vage Kommunikation erinnert fatal an die generelle Energiepolitik der vergangenen Jahre. WĂ€hrend die Ampel-Koalition mit ihrer ideologiegetriebenen Energiewende das Land in die AbhĂ€ngigkeit von unzuverlĂ€ssigen Energiequellen trieb, zeigen sich nun die Folgen dieser verfehlten Politik. Die Infrastruktur bröckelt, die Versorgungssicherheit wackelt, und die BĂŒrger frieren.

Ein Symptom grĂ¶ĂŸerer Probleme

Das Heizkraftwerk Lichterfelde versorgt normalerweise rund 100.000 Haushalte mit Strom und FernwĂ€rme. Dass ein einzelner technischer Defekt gleich ganze Stadtteile lahmlegen kann, offenbart die Verwundbarkeit unserer Energieversorgung. WĂ€hrend die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur plant – trotz des Versprechens, keine neuen Schulden zu machen –, sitzen die Berliner heute in kalten Wohnungen.

„Unsere Kollegen arbeiten intensiv an der Behebung der Störung", erklĂ€rte der BEW-Sprecher.

Solche WorthĂŒlsen helfen den frierenden Familien wenig. Besonders pikant: Erst vor wenigen Tagen, am 24. November, gab es bereits einen mehrstĂŒndigen FernwĂ€rmeausfall in Berlin. Die HĂ€ufung solcher VorfĂ€lle lĂ€sst aufhorchen. Sind unsere Kraftwerke noch fit fĂŒr die Zukunft? Oder erleben wir hier die ersten Vorboten einer drohenden Energiekrise?

Die wahren Kosten der Energiewende

WĂ€hrend die Politik von KlimaneutralitĂ€t bis 2045 trĂ€umt und diese sogar im Grundgesetz verankert, frieren die BĂŒrger in ihren Wohnungen. Die Ironie könnte kaum bitterer sein. Jahrelang wurde die bewĂ€hrte Energieinfrastruktur vernachlĂ€ssigt, wĂ€hrend Milliarden in windige Projekte flossen. Das Ergebnis sehen wir heute: Eine Störung, und schon bricht das System zusammen.

Besonders besorgniserregend ist, dass die BEW keine Angaben zu möglichen Auswirkungen auf die Stromversorgung machte. Droht nach der WÀrme auch noch ein Blackout? In Zeiten, in denen die Energiesicherheit zur nationalen Sicherheitsfrage geworden ist, kann man solche Fragen nicht mehr als Panikmache abtun.

Zeit fĂŒr echte Lösungen

Die aktuelle Störung mag in wenigen Stunden behoben sein. Doch die grundlegenden Probleme bleiben. Deutschland braucht eine Energiepolitik, die auf Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit setzt, nicht auf ideologische TrĂ€umereien. Statt immer neuer Schulden fĂŒr fragwĂŒrdige Klimaprojekte sollte in die Modernisierung bestehender Infrastruktur investiert werden.

FĂŒr die betroffenen Haushalte in Westberlin bleibt vorerst nur die Hoffnung auf eine schnelle Reparatur. Und die bange Frage: Wann trifft es uns das nĂ€chste Mal? In einem Land, das einst fĂŒr seine ZuverlĂ€ssigkeit bekannt war, sollten solche AusfĂ€lle die absolute Ausnahme sein. Dass sie zur Regel zu werden drohen, ist ein Armutszeugnis fĂŒr die deutsche Energiepolitik.

Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen weniger um die Rettung des Weltklimas kĂŒmmern und mehr darum, dass die BĂŒrger im Winter nicht frieren mĂŒssen. Das wĂ€re ein Anfang.

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