Kettner Edelmetalle
21.05.2026
12:42 Uhr

Eklat im Gerichtssaal: Gefesselter Angeklagter attackiert StaatsanwÀltin in Hanau

Eklat im Gerichtssaal: Gefesselter Angeklagter attackiert StaatsanwÀltin in Hanau

Es sind Bilder, die einem die Sprache verschlagen: Mitten in einer laufenden UrteilsverkĂŒndung am Landgericht Hanau katapultiert sich ein in Handschellen gelegter Angeklagter ĂŒber den Verteidigertisch und stĂŒrzt sich auf die StaatsanwĂ€ltin. Was sich am 20. Mai in einem hessischen Gerichtssaal abspielte, ist nicht weniger als ein Frontalangriff auf den deutschen Rechtsstaat – und ein weiteres MosaikstĂŒck im immer dĂŒsterer werdenden Gesamtbild der inneren Sicherheit dieses Landes.

SchlĂ€ge auf den Kopf – trotz Handschellen

Die Juristin erlitt nach Angaben des Landgerichts, der Generalstaatsanwaltschaft Hessen und des Justizministeriums Verletzungen am Kopf sowie an den Armen. Auch zwei Justizwachtmeister wurden in dem Tumult verletzt. Erst als einer der Beamten den Angreifer in den Schwitzkasten nahm, konnte die Attacke gestoppt werden. Eine Stunde spĂ€ter wurde die Verhandlung – nun unter sichtbar verstĂ€rkter PolizeiprĂ€senz – fortgesetzt und das Urteil verkĂŒndet: Haftstrafe und anschließende Sicherungsverwahrung wegen gefĂ€hrlicher Körperverletzung. Ein Mann also, von dem eine erhebliche Gefahr ausging, lieferte den Justizbediensteten in der Sekunde der UrteilsverkĂŒndung gleich den Praxisbeweis dafĂŒr, warum diese Maßnahme mehr als gerechtfertigt war.

Fassungslosigkeit bei den Verantwortlichen

Hessens Justizminister Christian Heinz (CDU) zeigte sich erschĂŒttert. Der Angriff auf die StaatsanwĂ€ltin und die Wachtmeister mache ihn fassungslos, ließ er verlauten. Wer Justizmitarbeiter angreife, der greife den Rechtsstaat selbst an. Heinz kĂŒndigte einen Besuch bei der verletzten StaatsanwĂ€ltin an und wolle den Wachtmeistern persönlich fĂŒr ihren mutigen Einsatz danken.

Auch Generalstaatsanwalt Torsten Kunze fand deutliche Worte. Er sei zutiefst schockiert ĂŒber die Attacke wĂ€hrend einer laufenden Hauptverhandlung. Hinter jeder Robe und jeder Uniform stehe nicht bloß ein Justizbediensteter, sondern in erster Linie ein Mensch, mahnte Kunze.

Symptom eines tieferliegenden Problems

So sehr man die Empörung der Verantwortlichen teilen mag – sie greift zu kurz. Denn der Vorfall in Hanau ist kein bedauerlicher Einzelfall, sondern reiht sich nahtlos ein in eine seit Jahren beobachtbare Erosion des Respekts vor staatlicher AutoritĂ€t. Polizisten werden bei EinsĂ€tzen angegriffen, RettungssanitĂ€ter aus rollenden Krankenwagen heraus bespuckt, Feuerwehrleute mit Steinen beworfen – und nun also auch eine StaatsanwĂ€ltin in voller Robe, im Herzen des deutschen Justizapparates, vor den Augen von Beamten.

Die polizeiliche Kriminalstatistik der vergangenen Jahre dokumentiert nĂŒchtern, was viele BĂŒrger lĂ€ngst tĂ€glich spĂŒren: Die GewaltkriminalitĂ€t in Deutschland erreicht Rekordniveau. Die Hemmschwelle, körperliche Gewalt gegen ReprĂ€sentanten des Staates anzuwenden, sinkt rapide. Es ist die unbequeme Wahrheit, der sich die politisch Verantwortlichen in Berlin viel zu lange durch wohlfeile Sonntagsreden entzogen haben. Wer Symbolpolitik betreibt, statt konsequente Strafverfolgung, Abschiebungen und einen wehrhaften Rechtsstaat durchzusetzen, der erntet irgendwann genau solche Szenen.

Der Rechtsstaat muss zurĂŒckschlagen – mit den Mitteln des Rechts

Ein Justizsystem, in dem ein gefesselter Angeklagter in Sekundenschnelle die StaatsanwĂ€ltin erreichen kann, hat ein massives Sicherheitsproblem. Es braucht keine weiteren Betroffenheitsfloskeln, sondern endlich harte Konsequenzen: bessere Sicherheitsvorkehrungen in SĂ€len, schĂ€rfere Strafen fĂŒr Angriffe auf Justizbedienstete und vor allem ein politisches Klima, in dem klar gemacht wird, dass die Bundesrepublik nicht bereit ist, sich von GewalttĂ€tern auf der Nase herumtanzen zu lassen. Diese Forderung ist nicht etwa nur die Meinung unserer Redaktion – sie entspricht dem SicherheitsbedĂŒrfnis eines Großteils der deutschen Bevölkerung, der den schleichenden AutoritĂ€tsverlust des Staates mit wachsender Sorge beobachtet.

Stabile Werte in instabilen Zeiten

Wenn selbst GerichtssĂ€le nicht mehr sichere Orte sind, wenn der Staat seine eigenen ReprĂ€sentanten kaum noch schĂŒtzen kann, dann verliert das Vertrauen der BĂŒrger in tragende Institutionen weiter an Substanz. In solchen Zeiten besinnen sich kluge Menschen auf jene Werte, die unabhĂ€ngig von politischer Wetterlage und gesellschaftlichen Verwerfungen Bestand haben. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrtausenden Zeugen menschlicher Krisen – und Sieger ĂŒber sie. Wer sein Vermögen breit aufstellt und einen vernĂŒnftigen Anteil in Sachwerten hĂ€lt, schafft sich ein StĂŒck jener Sicherheit, die der Staat zunehmend nicht mehr zu garantieren vermag.

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