
Drohnenkrieg eskaliert: Russlands Ostsee-Hafen in Flammen â Ukraine unter beispiellosem Dauerbeschuss

Der Krieg in der Ukraine hat nach ĂŒber vier Jahren eine neue, erschreckende Eskalationsstufe erreicht. Was sich in den vergangenen 48 Stunden zwischen Moskau und Kiew abgespielt hat, sprengt alle bisherigen Dimensionen des Drohnenkrieges â und sollte auch in Berlin endlich die letzten Illusionen ĂŒber eine baldige diplomatische Lösung zerstreuen.
Fast 1000 russische Kampfdrohnen an einem einzigen Tag
Die Zahlen sind schwindelerregend. Russland habe am Dienstag in zwei Angriffswellen â zunĂ€chst nachts, dann erstmals auch massiv am Tag â nahezu 1000 Kampfdrohnen auf ukrainisches Territorium abgefeuert. 392 Drohnen seien in der Nacht gestartet worden, weitere 550 folgten bei Tageslicht. Der ukrainische Luftwaffen-Sprecher Jurij Ignat erklĂ€rte gegenĂŒber der Nachrichtenagentur AFP, er könne sich nicht erinnern, dass es jemals Tagesangriffe in einem solchen AusmaĂ gegeben habe. âIn dieser GröĂenordnung ist das grundsĂ€tzlich das erste Mal", so Ignat.
Die Bilanz ist verheerend. Mindestens acht Menschen seien getötet worden, darunter Zivilisten in der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk. Unter den Verletzten befinde sich ein sechsjĂ€hriges Kind. Zehn WohngebĂ€ude und eine Geburtsklinik seien beschĂ€digt worden. Auch das von der UNESCO geschĂŒtzte historische Stadtzentrum von Lwiw sei getroffen worden â ein Kulturerbe, das nun unter dem Hagel russischer Drohnen zu zerbröseln droht.
Kiews Vergeltungsschlag trifft Russlands Energie-Infrastruktur
Doch die Ukraine schlug zurĂŒck. Und zwar mit einer Wucht, die selbst Moskau ĂŒberraschte. In der darauffolgenden Nacht griffen ukrainische StreitkrĂ€fte mit gewaltigen DrohnenschwĂ€rmen tief ins russische Hinterland. Das Verteidigungsministerium in Moskau sprach von 398 feindlichen Langstreckendrohnen ĂŒber vielen Teilen des Landes. Die staatliche Nachrichtenagentur Tass bezeichnete den Angriff als den schwersten bislang verzeichneten Drohnenangriff aus der Ukraine.
Besonders brisant: Mehrere BrĂ€nde brachen im strategisch bedeutsamen Ostsee-Hafen Ust-Luga aus, der fĂŒr den russischen Ăl- und Gasexport von zentraler Bedeutung ist. Der Hafen liegt am Finnischen Meerbusen, nur rund hundert Kilometer von St. Petersburg entfernt â also mitten im Herzen der russischen Wirtschaftsinfrastruktur. Bereits am Montag hatten ukrainische Drohnen Ăltanks im Ostseehafen Primorsk in Brand geschossen. Auch von der Insel Kronstadt, einem wichtigen MarinestĂŒtzpunkt der russischen Ostseeflotte, wurden GebĂ€udeschĂ€den gemeldet.
Ein Krieg, der Europa lÀngst erreicht hat
PrĂ€sident Selenskyj warf Russland eine âabsolute Verkommenheit" vor. Man mag von der Wortwahl halten, was man will â die Fakten sprechen eine deutliche Sprache. Wenn Geburtskliniken und UNESCO-WelterbestĂ€tten unter Beschuss geraten, dann hat der Krieg jede noch so dĂŒnne Linie der Zivilisation lĂ€ngst ĂŒberschritten.
FĂŒr Deutschland und Europa stellt sich die unbequeme Frage, wie lange man diesem Wahnsinn noch zusehen will, ohne eine klare Strategie zu verfolgen. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen zwar gigantische Summen fĂŒr Infrastruktur und Verteidigung in Aussicht gestellt â doch ob dieses Geld tatsĂ€chlich dort ankommt, wo es gebraucht wird, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die Eskalation im Drohnenkrieg zeigt jedenfalls ĂŒberdeutlich: Europa muss seine VerteidigungsfĂ€higkeit massiv stĂ€rken. Und zwar nicht mit warmen Worten, sondern mit konkreten Taten.
âIch kann mich nicht erinnern, dass es jemals Tagesangriffe in einem solchen AusmaĂ gegeben hat. In dieser GröĂenordnung ist das grundsĂ€tzlich das erste Mal."
â Jurij Ignat, Sprecher der ukrainischen Luftwaffe
In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und eskalierender Konflikte zeigt sich einmal mehr, wie fragil die vermeintliche StabilitĂ€t unserer Welt ist. Wer sein Vermögen in solchen Zeiten schĂŒtzen möchte, sollte ĂŒber physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Beimischung im Portfolio nachdenken. Seit Jahrtausenden haben sich diese Werte als verlĂ€sslicher Anker in stĂŒrmischen Zeiten bewĂ€hrt â ganz im Gegensatz zu Papierwerten, die im Ernstfall schneller an Wert verlieren, als eine Drohne ihr Ziel erreicht.










