Kettner Edelmetalle
27.08.2025
05:54 Uhr

Dienstpflicht fĂŒr alle? CDU-Politiker fordert radikalen Gesellschaftsumbau

Die Bundeswehr kĂ€mpft mit dramatischem Personalmangel, doch die Lösung, die nun aus den Reihen der Union kommt, dĂŒrfte fĂŒr erheblichen ZĂŒndstoff sorgen. Thomas Röwekamp, CDU-Politiker und Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im Bundestag, fordert nichts Geringeres als eine allgemeine Dienstpflicht – und zwar nicht nur fĂŒr deutsche MĂ€nner, sondern fĂŒr alle Menschen in Deutschland, unabhĂ€ngig von Geschlecht oder Herkunft.

Gleichmacherei im Namen der Gerechtigkeit

Was Röwekamp dem Nachrichtensender "Welt" prĂ€sentierte, klingt wie ein Frontalangriff auf die individuelle Freiheit. Der CDU-Mann möchte jeden Menschen – ob Mann oder Frau, ob deutscher oder auslĂ€ndischer Abstammung – fĂŒr ein Jahr in den Dienst der Gesellschaft zwingen. Seine BegrĂŒndung: Die bisherigen Freiwilligendienste oder eine Wehrpflicht nur fĂŒr deutsche MĂ€nner seien "gesellschaftlich ungerecht" und wĂŒrden fĂŒr die Rekrutierung nicht ausreichen.

Besonders brisant: Röwekamp will explizit auch AuslĂ€nder, die in Deutschland leben, zu diesem Zwangsdienst verpflichten. Man könne von jedem die Erwartung Ă€ußern, sich "fĂŒr unsere Gesellschaft auch ein Jahr in den Dienst" zu stellen, so der Verteidigungspolitiker. Eine Forderung, die angesichts der ohnehin angespannten Integrationsdebatte wie Öl ins Feuer gegossen wirkt.

700.000 junge Menschen im Visier des Staates

Die Dimensionen dieses Vorschlags werden deutlich, wenn man sich die Zahlen vor Augen fĂŒhrt: JĂ€hrlich verlassen etwa 700.000 junge Menschen die deutschen Bildungssysteme. All diese Menschen sollen nach Röwekamps Vorstellung kĂŒnftig zwangsverpflichtet werden, ein Jahr lang Dienst zu leisten – in einer "Einrichtung ihrer Wahl", wie er gnĂ€dig hinzufĂŒgt.

"Wir brauchen praktisch auch die SolidaritÀt einer ganzen Generation"

Mit solchen Phrasen versucht der CDU-Politiker seinen radikalen Vorstoß zu rechtfertigen. Doch was hier als SolidaritĂ€t verkauft wird, ist nichts anderes als staatlicher Zwang. Die Botschaft dahinter: Der Staat weiß besser als der Einzelne, wie dieser seine Zeit zu verbringen hat.

VerfassungsĂ€nderung als HĂŒrde – zum GlĂŒck

Immerhin rĂ€umt Röwekamp selbst ein, dass fĂŒr die Umsetzung seiner PlĂ€ne eine VerfassungsĂ€nderung notwendig wĂ€re. Und dafĂŒr gebe es derzeit keine Mehrheit. Ein Hoffnungsschimmer fĂŒr all jene, die ihre persönliche Freiheit nicht auf dem Altar einer vermeintlichen Gesellschaftsgerechtigkeit opfern wollen.

Dennoch kĂŒndigt der Verteidigungspolitiker an, nun fĂŒr seine "neue Idee von Dienst an der Gesellschaft" werben zu wollen. Man darf gespannt sein, wie die Große Koalition unter Kanzler Merz mit diesem Vorstoß umgeht. Schließlich hatte die CDU/CSU im Wahlkampf versprochen, die BĂŒrger zu entlasten – nicht sie zu noch mehr Zwangsdiensten zu verpflichten.

Ein RĂŒckfall in ĂŒberwundene Zeiten

Was Röwekamp hier vorschlĂ€gt, erinnert fatal an Zeiten, die wir eigentlich hinter uns gelassen haben sollten. Die allgemeine Wehrpflicht wurde 2011 ausgesetzt – nicht ohne Grund. Nun soll unter dem Deckmantel der "Gerechtigkeit" ein noch umfassenderer Zwangsdienst eingefĂŒhrt werden, der sogar Frauen und AuslĂ€nder einschließt.

Die Argumentation, dass ein Leben in "Frieden, Freiheit, Demokratie und Wohlstand" nicht selbstverstĂ€ndlich sei und jeder seinen Beitrag leisten mĂŒsse, mag auf den ersten Blick einleuchtend klingen. Doch sie ignoriert, dass viele Menschen bereits durch ihre Arbeit, ihr ehrenamtliches Engagement oder schlicht durch das Zahlen von Steuern ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten.

Statt auf Zwang zu setzen, sollte die Politik lieber darĂŒber nachdenken, wie sie die Bundeswehr und soziale Einrichtungen attraktiver machen kann. Bessere Bezahlung, mehr Anerkennung und vernĂŒnftige Arbeitsbedingungen wĂ€ren ein Anfang. Doch das wĂŒrde Geld kosten – Geld, das man lieber fĂŒr fragwĂŒrdige Klimaprojekte und die Alimentierung von Millionen Migranten ausgibt.

Die Forderung nach einer allgemeinen Dienstpflicht fĂŒr alle ist ein weiterer Baustein in der schleichenden EntmĂŒndigung der BĂŒrger. Erst werden traditionelle Werte ĂŒber Bord geworfen, dann wird die Wirtschaft mit immer neuen Regulierungen gegĂ€ngelt, und nun soll auch noch die persönliche Lebensgestaltung dem Staat unterworfen werden. Es wird Zeit, dass die BĂŒrger diesem Treiben Einhalt gebieten.

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