Kettner Edelmetalle
12.08.2025
13:50 Uhr

Deutschlands erster Landrat mit Migrationshintergrund packt aus: „Parallelmilieus sind das Problem"

Ali Doğan macht Schluss mit der Kuschelpolitik. Der SPD-Politiker, seit 2023 Deutschlands erster Landrat mit Migrationshintergrund, spricht endlich aus, was viele denken, aber kaum jemand zu sagen wagt: Die Integration in Deutschland sei gescheitert, weil der Staat jahrzehntelang weggeschaut habe. Seine Forderung nach einer „Doppelstrategie" dĂŒrfte in Berlin fĂŒr Unbehagen sorgen – zeigt sie doch schonungslos das Versagen der bisherigen Migrationspolitik auf.

Klartext statt Multikulti-Romantik

Der 43-jĂ€hrige Landrat des Kreises Minden-LĂŒbbecke bricht mit einem Tabu, das die deutsche Politik seit Jahren lĂ€hmt. „Wir haben viel zu lange geschwiegen, wenn es um ‚schwarze Schafe' unter Menschen mit Migrationshintergrund geht", erklĂ€rt Doğan im Interview mit dem „Cicero". Eine Aussage, die in Zeiten politischer Korrektheit fast schon revolutionĂ€r anmutet. Noch bemerkenswerter: Der Mann mit alevitisch-tĂŒrkischen Wurzeln beklagt, dass jeder kritische Vorstoß sofort als rechtsextrem gewertet werde.

Hier spricht endlich jemand aus, was Millionen Deutsche tĂ€glich erleben, aber nicht aussprechen dĂŒrfen. Die reflexhafte Nazi-Keule, die bei jeder Kritik an gescheiterter Integration geschwungen wird, habe die notwendige Debatte jahrelang verhindert. Doğan bestĂ€tigt, was konservative Stimmen seit Jahren predigen: Die Mehrheit der gut integrierten Migranten unterstĂŒtze eine hĂ€rtere Gangart gegen Kriminelle und Integrationsverweigerer.

Die unbequeme Wahrheit ĂŒber islamistische Netzwerke

Besonders brisant sind Doğans Aussagen zu den islamistischen Strukturen in Deutschland. „Wir haben leider in Deutschland viel zu viele islamistische Parallelmilieus, auf die wir jahrzehntelang keinen Blick geworfen haben", konstatiert er schonungslos. Er nennt Ross und Reiter: die Islamische Gemeinschaft Milli GörĂŒs, die MuslimbrĂŒder und die tĂŒrkischen Grauen Wölfe. Organisationen, die unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit ungestört ihre antiwestlichen Ideologien verbreiten konnten.

„Wer rassistisch, antisemitisch und homophob ist, hat in unserem Land nichts zu suchen."

Diese klaren Worte dĂŒrften bei den GrĂŒnen und Linken fĂŒr Schnappatmung sorgen. Jahrelang haben sie jeden als Rassisten gebrandmarkt, der auf diese Probleme hinwies. Nun kommt die Kritik aus den eigenen Reihen – von einem SPD-Politiker mit Migrationshintergrund, dem man schwerlich Fremdenfeindlichkeit unterstellen kann.

Fördern und Fordern – aber richtig

Doğans „Doppelstrategie" klingt zunĂ€chst nach dem altbekannten Mantra von „Fördern und Fordern". Doch der Teufel steckt im Detail. Einerseits fordert er mehr Investitionen in Bildung und Qualifizierung – soweit nichts Neues. Andererseits verlangt er konsequente Abschiebungen von StraftĂ€tern mit auslĂ€ndischer StaatsbĂŒrgerschaft. „Schnellstmöglich", betont er. Keine endlosen Verfahren, keine falschen RĂŒcksichtnahmen.

Der Landrat spricht damit aus, was die Ampel-Koalition nie wahrhaben wollte: Integration funktioniere nur mit klaren Regeln und harten Konsequenzen bei VerstĂ¶ĂŸen. Sein Verweis auf die „patriarchalen Strukturen" bestimmter Migrantengruppen trifft einen weiteren wunden Punkt. WĂ€hrend Gender-Aktivisten hierzulande gegen vermeintliche Mikroaggressionen kĂ€mpfen, importieren wir massenhaft Menschen aus Kulturen, in denen Frauen als Menschen zweiter Klasse gelten.

Das Versagen des „blauĂ€ugigen Staates"

Besonders bitter fĂ€llt Doğans Abrechnung mit der deutschen FlĂŒchtlingspolitik aus. Der Staat sei „blauĂ€ugig" gewesen, habe nicht einmal mit kurdischen Behörden zusammengearbeitet, um TĂ€ter von Opfern zu unterscheiden. „Wie einfach wĂ€re es gewesen zu identifizieren, ob ein GeflĂŒchteter tatsĂ€chlich als Opfer flieht oder selbst TĂ€ter gegen Minderheiten war", klagt er an.

Diese NachlĂ€ssigkeit rĂ€cht sich nun. Die Kriminalstatistiken sprechen eine deutliche Sprache, auch wenn sie von der Politik gerne relativiert werden. Die zunehmenden Messerangriffe, die explodierende Gewalt in deutschen InnenstĂ€dten – all das sei die Quittung fĂŒr jahrzehntelange Vogel-Strauß-Politik.

Die unbequemen Wahrheiten der Experten

Doğan steht mit seiner Kritik nicht allein. GĂŒner Balci, Integrationsbeauftragte in Berlin-Neukölln, bestĂ€tigt das politische Versagen: Integrationspolitik sei fĂŒr Politiker nicht „Erfolg versprechend". Man scheue das heiße Eisen, weil es „Durchhaltevermögen, Mut und Fachkenntnis" erfordere – Eigenschaften, die in der heutigen Politik offenbar Mangelware sind.

Noch deutlicher wird OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher. Er bescheinigt dem deutschen Bildungssystem „gravierende MĂ€ngel" im Umgang mit Migrantenkindern. Ganze Schulen gerieten aus dem Gleichgewicht – „in Deutschland leider viel zu oft der Fall". Die Folgen dieser Fehlentwicklung tragen alle: sinkende Bildungsstandards, ĂŒberforderte Lehrer, frustrierte Eltern.

Professor Bernd RaffelhĂŒschen aus Freiburg bringt es auf den Punkt: Deutschland profitiere von Migration nur, wenn „junge, tatsĂ€chlich qualifizierte Menschen" kĂ€men. Stattdessen erleben wir das Gegenteil: „MĂ€nner kommen zu viele", konstatiert er trocken. Eine unbequeme Wahrheit, die den Multikulti-TrĂ€umern nicht schmecken dĂŒrfte.

Zeit fĂŒr einen Kurswechsel

Ali Doğans schonungslose Analyse zeigt: Die Zeit der SchönfĂ€rberei muss vorbei sein. Wenn selbst ein SPD-Politiker mit Migrationshintergrund die gescheiterte Integrationspolitik so deutlich kritisiert, kann die etablierte Politik nicht lĂ€nger wegschauen. Seine Warnung, dass „diejenigen, die ganz einfache und extremistische Antworten liefern", von diesem Versagen profitieren wĂŒrden, sollte allen demokratischen Parteien zu denken geben.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz tĂ€te gut daran, Doğans VorschlĂ€ge ernst zu nehmen. Doch die bisherigen Signale stimmen wenig optimistisch. Statt konsequenter Reformen erleben wir weiterhin Symbolpolitik und halbherzige Maßnahmen. Die 500 Milliarden Euro Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur mögen gut klingen – doch ohne eine grundlegende Wende in der Migrationspolitik verpuffen sie wirkungslos.

Deutschland steht am Scheideweg. Entweder wir hören auf Praktiker wie Ali Doğan und ziehen endlich die notwendigen Konsequenzen. Oder wir setzen den bisherigen Kurs fort – mit all seinen verheerenden Folgen fĂŒr den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die innere Sicherheit. Die Wahl liegt bei uns. Noch.

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