
Demokratiefeindlicher Angriff auf die Pressefreiheit: ARD-Interview mit Alice Weidel wird zur Farce
Was sich am vergangenen Sonntag wĂ€hrend des ARD-Sommerinterviews mit der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel abspielte, kann nur als beschĂ€mender Tiefpunkt der deutschen Debattenkultur bezeichnet werden. WĂ€hrend die Parteichefin versuchte, ihre politischen Positionen darzulegen, verwandelten selbsternannte "Aktivisten" das Interview in ein akustisches Chaos. Mit Trillerpfeifen, Hupen und ohrenbetĂ€ubender Musik machten sie eine vernĂŒnftige GesprĂ€chsfĂŒhrung nahezu unmöglich.
Wenn Krawall die Argumente ersetzt
Die Störaktion, orchestriert vom sogenannten "Zentrum fĂŒr Politische Schönheit", offenbarte einmal mehr, wie weit Teile der linken Szene bereit sind zu gehen, um missliebige Meinungen mundtot zu machen. Ein Bus mit dem bezeichnenden Namen "Adenauer SRP+" beschallte das Regierungsviertel mit Anti-AfD-Parolen â eine Aktion, die nicht nur die InterviewfĂŒhrung sabotierte, sondern auch die Informationsfreiheit der Zuschauer mit FĂŒĂen trat.
Besonders pikant: Die ARD, die sich sonst gerne als HĂŒterin der Demokratie inszeniert, war offenbar nicht in der Lage oder willens, fĂŒr angemessene Interviewbedingungen zu sorgen. Erst als die Polizei einschritt, endete der Spuk. Doch da war der Schaden bereits angerichtet.
Die wahren Demokratiefeinde zeigen ihr Gesicht
Wer glaubt, mit LĂ€rm und Geschrei politische Gegner bekĂ€mpfen zu können, hat das Wesen der Demokratie nicht verstanden. Diese lebt vom Austausch der Argumente, vom friedlichen Wettstreit der Ideen. Was wir stattdessen erleben mussten, war ein Frontalangriff auf diese Grundprinzipien â ausgerechnet von jenen, die sich selbst als Verteidiger der Demokratie gerieren.
"Es ist fĂŒr die Debattenkultur in unserem Land nicht zutrĂ€glich, die Presse- und Informationsfreiheit derart anzugreifen"
Mit diesen Worten brachte Alice Weidel auf den Punkt, was viele BĂŒrger denken dĂŒrften. Die Ironie dabei: Ausgerechnet jene, die der AfD gerne antidemokratische Tendenzen unterstellen, griffen hier selbst zu zutiefst undemokratischen Mitteln.
ARD in der Verantwortung
Die Forderung des AfD-Vize-Fraktionschefs Markus Frohnmaier nach einer Wiederholung des Interviews unter fairen Bedingungen ist mehr als berechtigt. Die ARD steht in der Pflicht, allen politischen Parteien gleiche Chancen zur Darstellung ihrer Positionen zu gewĂ€hren â unabhĂ€ngig davon, ob einem die jeweiligen Inhalte gefallen oder nicht.
Dass die öffentlich-rechtlichen Sender erst nach diesem Debakel ankĂŒndigen, "Vorkehrungen" fĂŒr kĂŒnftige Interviews zu treffen, wirft kein gutes Licht auf ihre ProfessionalitĂ€t. HĂ€tte man nicht von vornherein fĂŒr störungsfreie Bedingungen sorgen mĂŒssen? Oder war die Störung am Ende gar nicht so unwillkommen?
Ein Eigentor der besonderen Art
CDU-GeneralsekretĂ€r Carsten Linnemann traf den Nagel auf den Kopf, als er feststellte, dass solche Aktionen die AfD nur stĂ€rker machen. Wer WĂ€hler durch Geschrei ĂŒberzeugen will, hat bereits verloren. Die BĂŒrger lassen sich nicht fĂŒr dumm verkaufen â sie erkennen sehr wohl, wer hier die demokratischen Spielregeln verletzt.
Die selbsternannten "Aktivisten" haben mit ihrer Aktion das genaue Gegenteil von dem erreicht, was sie vermutlich beabsichtigten. Statt die AfD zu schwÀchen, haben sie ihr eine Steilvorlage geliefert, sich als Opfer antidemokratischer KrÀfte zu inszenieren. Gleichzeitig haben sie eindrucksvoll demonstriert, dass es in diesem Land KrÀfte gibt, die bereit sind, fundamentale Grundrechte wie die Pressefreiheit zu attackieren, wenn es ihrer politischen Agenda dient.
Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass die Debattenkultur in Deutschland einen neuen Tiefpunkt erreicht hat. Wenn politische Auseinandersetzungen nur noch mit LĂ€rm und Geschrei gefĂŒhrt werden können, wenn das Recht auf freie MeinungsĂ€uĂerung mit FĂŒĂen getreten wird, dann steht es schlecht um unsere Demokratie. Es wird höchste Zeit, dass sich die schweigende Mehrheit gegen solche AuswĂŒchse zur Wehr setzt und wieder fĂŒr eine Kultur des respektvollen Meinungsaustauschs eintritt â auch und gerade mit politischen Gegnern.
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