
China zeigt Europa die kalte Schulter: Xi Jinpings Doppelspiel beim Ukraine-Konflikt
Die Bilder sprechen BĂ€nde: WĂ€hrend EU-RatsprĂ€sident AntĂłnio Costa und KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen in Peking um Chinas UnterstĂŒtzung bei der Beendigung des Ukraine-Krieges werben, empfĂ€ngt Xi Jinping nur wenige Tage zuvor den russischen AuĂenminister Sergei Lawrow mit offenen Armen. Diese symboltrĂ€chtige Inszenierung beim 25. EU-China-Gipfel offenbart die harte RealitĂ€t: Peking denkt nicht daran, seinen Kurs gegenĂŒber Moskau zu Ă€ndern.
Europas vergebliche Appelle verhallen ungehört
Was fĂŒr eine diplomatische Ohrfeige! WĂ€hrend Costa eindringlich an China appellierte, seinen Einfluss auf Russland geltend zu machen, um den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden, lieĂ Xi Jinping die europĂ€ischen GĂ€ste eiskalt abblitzen. In der offiziellen chinesischen Zusammenfassung des Treffens? Kein Wort ĂŒber Russland oder die Ukraine. Als hĂ€tte das GesprĂ€ch nie stattgefunden.
Die Dreistigkeit, mit der Xi Jinping behauptete, es gebe "keine grundlegenden Interessenkonflikte oder geopolitischen WidersprĂŒche zwischen China und Europa", wĂ€hrend Peking gleichzeitig Russlands Kriegsmaschinerie mit militĂ€risch nutzbaren GĂŒtern fĂŒttert, ist atemberaubend. Von der Leyens Warnung vor dem "unmittelbaren und gefĂ€hrlichen Einfluss auf die europĂ€ische Sicherheit" prallte an der chinesischen Mauer des Schweigens ab.
Die wirtschaftliche Schieflage als Druckmittel
Doch nicht nur beim Ukraine-Konflikt zeigt sich Chinas Arroganz. Das massive Handelsungleichgewicht â 306 Milliarden Euro Defizit auf europĂ€ischer Seite â nutzt Peking schamlos aus. Deutsche Exporte nach China brachen in den ersten fĂŒnf Monaten dieses Jahres um 14 Prozent ein, wĂ€hrend die Importe aus der Volksrepublik um zehn Prozent stiegen. Ein klares Zeichen dafĂŒr, wie China seine Wirtschaftsmacht als politisches Druckmittel einsetzt.
"Die Herausforderungen, vor denen Europa derzeit steht, gehen nicht von China aus"
Mit dieser unverschĂ€mten Aussage wischte Xi Jinping alle europĂ€ischen Bedenken vom Tisch. Dabei flutet China den europĂ€ischen Markt mit staatlich subventionierten Billigprodukten und verweigert gleichzeitig europĂ€ischen Unternehmen den fairen Zugang zum chinesischen Markt. Ein Paradebeispiel fĂŒr wirtschaftlichen Imperialismus im 21. Jahrhundert.
Europa am Scheideweg: NaivitÀt oder Selbstbehauptung?
Von der Leyens Warnung, die Beziehungen stĂŒnden an einem "Wendepunkt", trifft den Nagel auf den Kopf. Doch was folgt daraus? Die bisherige Politik der ausgestreckten Hand hat versagt. China interpretiert Europas Dialogbereitschaft als SchwĂ€che und nutzt sie gnadenlos aus.
Die Drohung der KommissionsprĂ€sidentin, Europa werde "seine Interessen verteidigen", klingt angesichts der bisherigen Zaghaftigkeit wie ein zahnloser Tiger. Die 2024 eingefĂŒhrten Zusatzzölle auf chinesische Elektroautos waren ein erster, lĂ€ngst ĂŒberfĂ€lliger Schritt. Doch reicht das aus, um Peking zur Vernunft zu bringen?
Der Klimawandel als letzter gemeinsamer Nenner
Immerhin beim Thema Klimaschutz gab es minimale Fortschritte. Eine gemeinsame ErklĂ€rung zur Zusammenarbeit beim Emissionshandel â mehr war nicht drin. Dass dies als groĂer Erfolg verkauft wird, zeigt die Verzweiflung der europĂ€ischen Delegation. WĂ€hrend China weiterhin neue Kohlekraftwerke baut und seine CO2-Emissionen in die Höhe treibt, klammert sich Europa an symbolische Gesten.
Die harte Wahrheit ist: China spielt ein doppeltes Spiel. Es profitiert vom Handel mit Europa, unterstĂŒtzt aber gleichzeitig Russlands Krieg gegen die Ukraine. Es predigt Klimaschutz, baut aber munter seine fossile Energieinfrastruktur aus. Es fordert offene MĂ€rkte in Europa, schottet aber den eigenen Markt ab.
Europa muss endlich aufwachen und erkennen: Mit einem autoritĂ€ren Regime, das westliche Werte mit FĂŒĂen tritt und internationale Regeln nach Belieben bricht, kann es keine normale Partnerschaft geben. Die Zeit der NaivitĂ€t muss enden. Nur eine Politik der StĂ€rke und klarer roter Linien kann China dazu bewegen, sich wie ein verantwortungsvoller globaler Akteur zu verhalten. Alles andere ist Selbstbetrug.
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