Kettner Edelmetalle
15.06.2026
06:01 Uhr

Aufstand im Staatsfunk: Wenn ein NDR-Mann dem ZDF die rote Karte zeigt

Es ist ein seltenes Schauspiel: Da kritisiert ein Journalist des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht etwa irgendeinen privaten Sender, sondern die eigene Zunft – das ZDF höchstpersönlich. Und das mit einer Deutlichkeit, die man im sonst so beflissen-eintrĂ€chtigen GebĂŒhrenfunk kaum gewohnt ist. Ein NDR-Redakteur wirft dem Mainzer Sender vor, in der Nachrichtensendung „heute“ die schweren Ausschreitungen im nordirischen Belfast schlichtweg verzerrt dargestellt zu haben. Wer hĂ€tte gedacht, dass die Kritik am manipulativen Framing einmal aus den eigenen Reihen kommt?

Was war geschehen?

Ausgangspunkt der ganzen AffĂ€re war ein grausamer Gewaltakt mitten in Belfast. Ein Mann wurde auf offener Straße brutal attackiert – schwer verletzt an Augen, Gesicht und RĂŒcken. Auf einem Video, das sich rasend schnell in den sozialen Medien verbreitete, soll zu sehen sein, wie der mutmaßliche TĂ€ter auf dem wehrlosen Opfer kniet und mehrfach auf dessen Kopf- und Halsbereich einsticht. Nur das beherzte Eingreifen von Passanten rettete dem Opfer offenbar das Leben. Angeklagt wurde ein 30-jĂ€hriger Mann aus dem Sudan wegen versuchten Mordes.

Die Tat löste eine Welle der Empörung aus. In mehreren Stadtteilen kam es zu erheblichen Ausschreitungen, Fahrzeuge brannten, GeschĂ€fte wurden geplĂŒndert. Eine Eskalation, die niemand gutheißen darf – Gewalt bleibt Gewalt. Doch genau hier beginnt das Problem mit der Berichterstattung des ZDF.

Die Anmoderation, die das Fass zum Überlaufen brachte

In der Sendung fasste die Moderatorin die Geschehnisse zusammen und behauptete unter anderem, zu den Ausschreitungen hĂ€tten ein britischer Rechtsextremist und der Tech-MilliardĂ€r Elon Musk aufgerufen. Eine Formulierung, die in ihrer Zuspitzung kaum zu ĂŒberbieten ist – und die einen NDR-Redakteur auf der Plattform X zu einer bemerkenswerten Reaktion veranlasste.

„Liebe Kolleginnen und Kollegen in Mainz, bei allem Respekt. Das geht so nicht.“

Und weiter konstatierte er, so könne und so dĂŒrfe man nicht arbeiten, das sei völlig inakzeptabel. Starke Worte aus einem Apparat, der sich selbst gern als unfehlbares Bollwerk gegen Desinformation inszeniert.

Was hat Elon Musk wirklich gesagt?

Schaut man sich die Faktenlage an, so verdichtet sich der Eindruck, dass hier mit Begriffen jongliert wurde, die einer journalistischen PrĂŒfung kaum standhalten. TatsĂ€chlich Ă€ußerte sich Musk zu den Protesten und teilte eine Liste möglicher Demonstrationsorte. Dabei schrieb er sinngemĂ€ĂŸ, nur durch wiederholte und laute Proteste werde sich etwas Ă€ndern. Einen direkten Aufruf zu Gewalttaten oder gar zu den spĂ€teren Ausschreitungen enthĂ€lt diese Äußerung jedoch nicht. Aus einem PlĂ€doyer fĂŒr Protest wird im Staatsfunk-Framing flugs ein Aufruf zum Mob – ein Sprung, der mehr ĂŒber die Haltung der Redaktion verrĂ€t als ĂŒber die RealitĂ€t.

Die wahre Lehre aus Belfast

Hier zeigt sich exemplarisch, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk allzu oft arbeitet: Ein scheußliches Gewaltverbrechen, mutmaßlich begangen von einem Zuwanderer, wird in der Berichterstattung erstaunlich kleingehalten – wĂ€hrend der Fokus rasch auf die „rechten Aktivisten“ und einen unliebsamen Tech-MilliardĂ€r wandert. Die Empörung der BĂŒrger ĂŒber importierte Gewalt? Wird zum „rassistischen Mob“ umgedeutet. Das eigentliche Verbrechen? GerĂ€t in den Hintergrund.

Es ist genau dieses Muster, das viele Menschen lĂ€ngst durchschaut haben – und das auch in Deutschland fĂŒr wachsendes Misstrauen gegenĂŒber den GebĂŒhrensendern sorgt. Wer Jahr fĂŒr Jahr Milliarden an ZwangsbeitrĂ€gen einzieht, sollte sich an die einfachsten journalistischen Grundregeln halten: Trennung von Nachricht und Meinung, Sorgfalt bei der Faktenwiedergabe, kein vorauseilendes Framing. Dass nun ausgerechnet ein Kollege aus dem eigenen Sender diese SelbstverstĂ€ndlichkeiten anmahnen muss, spricht BĂ€nde.

Ein Lichtblick im GebĂŒhrensumpf?

Vielleicht ist der Mut dieses einen Redakteurs ein zartes Zeichen dafĂŒr, dass nicht jeder im Staatsfunk bereit ist, die Wahrheit einer politischen Agenda zu opfern. WĂŒnschenswert wĂ€re es. Denn die BĂŒrger dieses Landes – die fĂŒr all das zahlen mĂŒssen – haben ein Recht auf saubere, ehrliche Information. Nicht auf zugespitzte Narrative, die ins ideologische Weltbild passen.

Und wĂ€hrend in Belfast die HĂ€user brannten und das eigentliche Verbrechen fast unterging, bleibt eine bittere Erkenntnis: Wer in unsicheren Zeiten auf BestĂ€ndigkeit setzen will, der sucht zunehmend nach Werten, die sich nicht durch Anmoderationen verbiegen lassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber gehören seit Jahrtausenden zu jenen krisenfesten Sachwerten, die – anders als mediale ErzĂ€hlungen – nicht ĂŒber Nacht ihren Wert verlieren. Als sinnvolle Beimischung eines breit gestreuten Vermögens behalten sie ihre Bedeutung, ganz gleich, welches Bild gerade gezeichnet wird.

Hinweis: Die in diesem Beitrag geĂ€ußerten EinschĂ€tzungen geben die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Sie stellen keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenstĂ€ndig zu recherchieren und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Entscheidungen selbst.

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