
15 Jahre Haft fĂŒr IS-Terroristen: Wiener Justiz verhindert Massaker an Taylor-Swift-Fans

Es hĂ€tte eine der gröĂten Tragödien der europĂ€ischen Konzertgeschichte werden können. Stattdessen endet die Geschichte vor dem Landesgericht Wiener Neustadt mit einem Schuldspruch, der die Dimension islamistischer Terrorbedrohung in Mitteleuropa erneut schonungslos offenlegt. Der 21-jĂ€hrige Beran A., ein Ăsterreicher mit nordmazedonischen Wurzeln, wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt. Sein Plan: möglichst viele Besucher eines Taylor-Swift-Konzerts in Wien zu töten. Ein Mitangeklagter slowakischer Herkunft erhielt zwölf Jahre. Das Urteil ist noch nicht rechtskrĂ€ftig.
Ein Konzertabend, der zur HinrichtungsstÀtte werden sollte
Im August 2024 mussten gleich drei ausverkaufte Auftritte des US-Superstars in der österreichischen Hauptstadt abgesagt werden. Zehntausende Fans, viele davon Teenager, standen vor verschlossenen Toren. Was damals zunĂ€chst wie eine logistische Katastrophe wirkte, entpuppte sich als das, was die Behörden spĂ€ter als eine der gröĂten verhinderten Terrortaten der jĂŒngeren österreichischen Geschichte einstuften. Die SicherheitskrĂ€fte hatten gerade noch rechtzeitig zugegriffen.
Die Geschworenen bejahten die zentralen Schuldfragen einstimmig. Beran A. wurde wegen terroristischer Straftaten in Verbindung mit Beteiligung am versuchten Mord, Reisen fĂŒr terroristische Zwecke, Ausbildung fĂŒr terroristische Zwecke, terroristischer Vereinigung sowie krimineller Organisation schuldig gesprochen. Der Strafrahmen reichte von zehn bis zwanzig Jahren. Die Vorsitzende Richterin sprach von einer âtat- und schuldangemessenen" Strafe. StrafverschĂ€rfend wirkten die religiös-extremistischen Motive und der lange Tatzeitraum, mildernd das jugendliche Alter sowie das teilweise GestĂ€ndnis.
Mekka, Istanbul, Dubai â ein Netzwerk mit globaler Reichweite
Wer glaube, es handele sich hier um einen verirrten EinzeltĂ€ter, der sich auf YouTube radikalisiert habe, dem zerlegte die Anklage diese Illusion grĂŒndlich. Bereits im MĂ€rz 2024 hĂ€tten Beran A., sein Mitangeklagter und ein dritter Komplize drei zeitgleiche AnschlĂ€ge in Mekka, Istanbul und Dubai geplant. Ziel sollten Polizisten und SicherheitskrĂ€fte sein. WĂ€hrend die beiden spĂ€ter in Ăsterreich Festgenommenen zurĂŒckkehrten, schritt der dritte Mann tatsĂ€chlich zur Tat: Vor der Kaaba griff er im Namen des âIslamischen Staates" einen Sicherheitsbeamten mit einem Messer an. Er sitzt heute in saudischer Haft.
Die Staatsanwaltschaft betonte, Beran A. habe den AttentĂ€ter in seinem Vorhaben bestĂ€rkt. âDen Eindruck, den die Angeklagten hier hinterlassen haben, ist nicht der der armen MitlĂ€ufer, die leicht zu beeinflussen sind", so der Staatsanwalt laut ORF in seinem Schlusswort. Die Verteidigung versuchte erwartungsgemĂ€Ă, die Rolle des Mandanten kleinzureden â er sei âkein ideologisches Mastermind" gewesen. Ein psychiatrisches Gutachten widerlegte indes jede Schutzbehauptung: voll zurechnungsfĂ€hig, in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen, keine relevante psychische Erkrankung. Lediglich eine âdefizitĂ€re schulische Unterentwicklung" und frĂŒherer Drogenkonsum wurden festgestellt.
Europa importiert seine eigenen Feinde
Der Fall reiht sich nahtlos in eine Kette von VorfĂ€llen ein, die lĂ€ngst zum europĂ€ischen Alltag geworden sind: Messerangriffe an Bahnhöfen, Attacken vor Synagogen, geplante AnschlĂ€ge auf GroĂveranstaltungen. WĂ€hrend Politiker in Berlin und BrĂŒssel weiterhin Sonntagsreden ĂŒber âbunte Vielfalt" halten, mĂŒssen Polizei und Verfassungsschutz das ausbaden, was eine ĂŒber Jahrzehnte ideologisch verbrĂ€mte Migrationspolitik importiert hat. Die nĂŒchterne Wahrheit lautet: Ohne die schlagkrĂ€ftige Arbeit der österreichischen Sicherheitsbehörden wĂ€re Wien im Sommer 2024 zum Schauplatz eines Blutbads geworden, das ganz Europa in Schockstarre versetzt hĂ€tte.
Bemerkenswert ist die Knappheit, mit der sich der Verurteilte am Ende Ă€uĂerte. Ein dĂŒrres âEs tut mir leid" â mehr brachte Beran A. nicht ĂŒber die Lippen. Den zehntausenden Fans, die monatelang in Angst gelebt haben, den Eltern, die ihren Töchtern erklĂ€ren mussten, warum das ersehnte Konzert abgesagt wurde, dĂŒrfte dieses formelhafte Bedauern wie blanker Hohn klingen.
Eine Lektion, die in Berlin niemand hören will
Das österreichische Urteil sendet ein Signal, das auch jenseits der Grenze gehört werden sollte. WĂ€hrend in Deutschland die Messerangriffe Woche fĂŒr Woche neue Opfer fordern, wĂ€hrend sich AnschlĂ€ge in Solingen, Mannheim und anderswo zu einer makabren Chronik des Versagens summieren, fehlt es der politischen FĂŒhrung weiterhin am Mut, die Ursachen ehrlich zu benennen. Ein GroĂteil der Bevölkerung hat das lĂ€ngst durchschaut. Die Sehnsucht nach echter innerer Sicherheit, nach konsequenter Strafverfolgung und konsequenten Abschiebungen wĂ€chst von Monat zu Monat. Der Fall Beran A. ist kein Einzelfall â er ist ein Symptom. Und solange in Europa weiter weggesehen wird, werden weitere Beran A.s heranwachsen, ausgebildet im digitalen Schatten eines Kalifats, das militĂ€risch zwar besiegt, ideologisch aber höchst lebendig ist.
In Zeiten wachsender Unsicherheit â sei sie sicherheitspolitischer, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Natur â besinnen sich immer mehr BĂŒrger auf bewĂ€hrte Werte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrtausende als verlĂ€ssliche Bestandteile eines breit gestreuten Vermögens bewĂ€hrt und bilden eine sinnvolle ErgĂ€nzung zur eigenen Vorsorge.
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