Kettner Edelmetalle

Deutschlands Bildungskrise: Ex-Lehrer-Präsident warnt vor Kollaps

04.12.2025PodcastKettner Edelmetalle

Deutschland im Dezember 2025: Die Schultoiletten verrotten, 40.000 bis 50.000 Lehrerstellen sind unbesetzt, und die einstige Bildungsnation wird international nur noch bedauert. Gleichzeitig fließen Milliarden in Sondervermögen für die Bundeswehr, in NGO-Förderprogramme und in öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten. Was läuft fundamental schief in einem Land, das seinen einzigen echten Rohstoff – den Geist seiner Bürger – systematisch vernachlässigt? Josef Kraus, 40 Jahre lang Gymnasiallehrer, davon 20 Jahre Gymnasialdirektor und ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, findet im Gespräch mit Dominik Kettner drastische Worte.

„Im Moment sind wir als Bildungsnation im freien Fall. Ich spreche eher von einer Ex-Bildungsnation. Wir werden weltweit eher bedauert und bejammert."

Diese Diagnose wiegt schwer. Sie kommt nicht von einem Außenstehenden, sondern von einem Mann, der das deutsche Bildungssystem von innen kennt wie kaum ein Zweiter – und der sieben Verteidigungsministern aus dem Beirat des Verteidigungsministeriums heraus zugearbeitet hat. Was Kraus beschreibt, ist nichts weniger als der schleichende Verfall einer ganzen Nation.

Der stille Bankrott des Bildungssystems

Die Zahlen sind ernüchternd. 40.000 bis 50.000 Lehrer fehlen an deutschen Schulen. Die Personalplanung der 16 Bundesländer hat auf ganzer Linie versagt. Schulgebäude verfallen, Sanitäranlagen spotten jeder Hygienevorschrift. Allein die Sanierung von rund 40.000 Schulgebäuden würde nach Schätzungen von Kraus 30 bis 40 Milliarden Euro verschlingen.

Doch das Problem ist nicht nur infrastruktureller Natur. Es geht tiefer. Viel tiefer. 1.100 Lehrer haben kürzlich in einem Brandbrief der Bildungsgewerkschaft GEW Alarm geschlagen. Die Befunde sind erschütternd:

  • Schüler können nicht mehr zuhören
  • Kinder sind nicht in der Lage, einen Stift richtig zu halten
  • Erstklässler können nicht selbstständig auf die Toilette gehen
  • Grundlegende Fähigkeiten wie An- und Auskleiden fehlen

Wer diese Symptome liest, muss sich fragen: Wie konnte es so weit kommen? Und vor allem – wer trägt die Verantwortung?

Krokodilstränen der Bildungsgewerkschaften

Kraus nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Rolle der Gewerkschaften geht. Die GEW, die jetzt lautstark Alarm schlägt, gehöre zu genau jenen Organisationen, die über Jahrzehnte hinweg Leistungsansprüche systematisch heruntergefahren haben. Immer mehr verstaatlichte Erziehung, immer weniger elterliche Verantwortung – das sei das Rezept gewesen, das in die heutige Misere geführt habe.

„Rohstoff Geist ist der einzige Rohstoff, den wir haben, aber wir schöpfen und fördern ihn nicht."

Besonders scharf kritisiert der ehemalige Lehrerverbandspräsident die Noteninflation. Abiturdurchschnittsnoten von 2,2 pro Bundesland – was früher ein Spitzenabitur gewesen wäre – seien heute der Durchschnitt. Einzelne Gymnasien brüsteten sich mit Notenschnitten von 1,8 oder 1,9. Kraus' Urteil ist vernichtend: „Das sind ungedeckte Schecks."

Für Anleger, die sich mit dem Thema Werterhalt durch Gold beschäftigen, dürfte diese Metapher vertraut klingen. Denn ungedeckte Schecks – ob in Form von Schulnoten oder in Form von Fiat-Währungen – haben eines gemeinsam: Sie verlieren irgendwann ihren Wert. Während Abiturzeugnisse entwertet werden, verliert auch der Euro durch die Politik der Europäischen Zentralbank kontinuierlich an Kaufkraft.

Milliarden für NGOs – Pfennige für Schulen

Besonders brisant ist der Kontrast zwischen den Investitionen in das Bildungssystem und den Geldern, die in den sogenannten NGO-Komplex fließen. Kraus spricht von einem regelrechten „Spiel über Bande", bei dem der Staat ein Schattenimperium aus linken Vorfeldorganisationen finanziert.

Die Dimensionen sind beachtlich:

  1. Das Programm „Demokratie leben" war zuletzt mit 185 Millionen Euro jährlich dotiert
  2. Es wird bis 2032 fortgeschrieben – mit 182,5 Millionen Euro pro Jahr
  3. Die Amadeu Antonio Stiftung allein erhielt in den letzten Jahren rund 9 Millionen Euro
  4. Über 95 Prozent der geförderten Organisationen sind dem linken Spektrum zuzuordnen
  5. Hinzu kommen 9,5 Milliarden Euro Zwangsgebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Wenn man diese Summen den maroden Schultoiletten und fehlenden Lehrerstellen gegenüberstellt, offenbart sich eine groteske Fehlallokation von Ressourcen. Geld, das in ideologische Projekte fließt, fehlt an den Schulen. Geld, das in Gendersternchen-Lehrpläne und Diversitätsworkshops investiert wird, steht nicht für die Gewinnung neuer Lehrkräfte zur Verfügung.

Für vorausschauende Bürger stellt sich angesichts dieser Entwicklungen die Frage nach dem Schutz des eigenen Vermögens umso dringlicher. Wer sieht, wie der Staat mit Steuergeldern umgeht, versteht, warum immer mehr Menschen auf physische Goldbarren oder Goldmünzen setzen – als Absicherung gegen eine Politik, die offensichtlich andere Prioritäten hat als das Wohl der Bürger.

Gießen als Menetekel: Der Rechtsstaat unter Beschuss

Neben dem Bildungsverfall beschäftigt Kraus ein weiteres Thema, das die Fundamente der deutschen Demokratie erschüttert: die Vorfälle rund um den Parteitag der Jungen Alternative in Gießen. Was dort geschah, sei ein „politischer Skandal ohnegleichen" gewesen.

Die Fakten, die Kraus aufzählt, sind alarmierend:

  • 50 verletzte Polizisten
  • Journalisten von Bild und Tichys Einblick wurden bedroht und gejagt
  • Der DGB habe von der Bühne herab ein Kamerateam „zur Jagd freigegeben"
  • 200 Busse wurden herangekarrt – teilweise mit Steuergeldern finanziert
  • Der Gießener Oberbürgermeister habe die Situation aktiv befeuert

Kraus, der betont, man müsse kein „glühender Verfechter der AfD" sein, um das Geschehen zu verurteilen, sieht in Gießen einen neuen Höhepunkt im Aushebeln des Grundgesetzes. Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit sei mit quasi-militärischer Strategie ausgehebelt worden.

Der Freiheitsindex als Alarmsignal

Besonders beunruhigend ist der Verweis auf den Allensbach-Freiheitsindex. Anfang der 1990er Jahre waren noch 70 bis 80 Prozent der Deutschen der Meinung, man könne seine Meinung offen sagen. Heute sind es nur noch etwa 40 Prozent. Die Hälfte der Bevölkerung traut sich kaum noch, im größeren Kreis die eigene Meinung zu äußern.

„Wir sind im freien Fall als Demokratie. Und der US-Vizepräsident Vance – dessen Rede ich zunächst etwas skeptisch und arrogant gesehen habe bei der Münchner Sicherheitskonferenz – muss ich im Nachhinein sagen: Er hat Recht."

Wenn selbst ein erfahrener Bildungspolitiker und konservativer Intellektueller wie Kraus einräumt, dass die amerikanische Kritik an der deutschen Meinungsfreiheit berechtigt ist, sollte das jeden nachdenklich stimmen. Die wirtschaftlichen Verwerfungen zwischen den USA und Deutschland sind dabei nur ein Symptom eines tieferliegenden Problems.

Bundeswehr im Erbärmlichen Zustand – und trotzdem Kriegsrhetorik

Ein weiteres Thema, das Kraus mit der Autorität seiner 24-jährigen Tätigkeit im Beirat des Verteidigungsministeriums beleuchtet, ist der Zustand der Bundeswehr. Die Diagnose ist niederschmetternd:

  • Aus ehemals über 3.000 Leopard-Panzern wurden zuletzt 300 – davon mindestens ein Drittel ständig in der Wartung
  • Von 180.000 Bundeswehrangehörigen sind bestenfalls 80.000 bis 90.000 tatsächlich einsatzfähig
  • Deutschland wäre für eine größere Auseinandersetzung mit Munition für höchstens zwei bis drei Tage ausgestattet
  • Das NATO-Ziel von 2 Prozent des BIP wird nur mit Rechentricks erreicht
  • Die Brigade für Litauen mit 5.000 Soldaten wird frühestens 2027/2028 voll einsatzbereit sein

Gleichzeitig kursieren Pläne, 800.000 NATO-Soldaten durch Deutschland an die Ostflanke zu verlegen. Kraus kann darüber nur schmunzeln: „So viel kann die NATO, zumindest der europäische Teil, überhaupt nicht mobilisieren." Die Bundeswehr sei in den 16 Merkel-Jahren personell und materiell systematisch heruntergefahren worden.

Verteidigungsfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit

Interessant ist Kraus' sprachliche Differenzierung: Er bevorzugt den Begriff „Verteidigungsfähigkeit" gegenüber der von Pistorius geprägten „Kriegstüchtigkeit". Ersteres sei defensiv, Letzteres impliziere auch das Offensive. Sein Leitmotiv: „Si vis pacem, para bellum" – Wenn du den Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor.

Dabei verweist er auf das Beispiel Finnland und Schweden – zwei Länder, die jahrzehntelang eisern neutral waren und nun der NATO beigetreten sind. Die Finnen hätten Schutzbauten für praktisch die gesamte Bevölkerung. In Deutschland gebe es solche Einrichtungen nicht einmal für 5 Prozent der Bürger.

Diese Vernachlässigung der Daseinsvorsorge – ob im Bildungsbereich oder beim Zivilschutz – ist symptomatisch für einen Staat, der seine Kernaufgaben aus den Augen verloren hat. Umso wichtiger wird die private Vorsorge. Wer sich nicht auf staatliche Strukturen verlassen kann, muss selbst handeln. Ein Gold Starter-Set kann dabei ein erster Schritt sein, um zumindest die finanzielle Eigenvorsorge in die eigenen Hände zu nehmen.

Die Ukraine-Frage: Zwischen Optimismus und Realismus

Zur geopolitischen Lage äußert sich Kraus differenziert. Als der Krieg im Februar 2022 begann, sei er ein uneingeschränkter Befürworter der Ukraine-Unterstützung gewesen. Mittlerweile befinde er sich in einem „Wechselbad der Gefühle".

Sein zentraler Punkt: Das Selbstbestimmungsrecht der Völker dürfe nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg verhandelt werden. Parallelen zu historischen Verträgen – dem Hitler-Stalin-Pakt von 1939/40 oder den Münchener Verträgen von 1938 – seien durchaus berechtigt, wenn Großmächte über kleinere Staaten entscheiden.

Dennoch zeigt sich Kraus vorsichtig optimistisch, dass sich die beiden größten Militärmächte verständigen könnten. Allerdings warnt er vor einer durch den Atlantik gespaltenen NATO – ein Szenario, das durchaus im Interesse Russlands liegen könnte.

Die geopolitischen Spannungen haben bereits jetzt massive Auswirkungen auf die globalen Finanzströme. Wie Russland trotz Sanktionen Milliarden über Peking in den Westen schleust, zeigt, wie fragil das internationale Finanzsystem geworden ist. In solchen Zeiten erweist sich physisches Gold wie der Wiener Philharmoniker als zeitloser Anker der Stabilität.

Fünf Hebel für die Bildungswende

Trotz aller Kritik bleibt Kraus nicht beim Klagen stehen. Er benennt konkrete Maßnahmen, die das Ruder herumreißen könnten:

  1. Lehreroffensive: Massive Werbemaßnahmen und attraktivere Bedingungen, um junge Menschen für den Lehrerberuf zu gewinnen
  2. Wissenbasierte Lehrpläne: Rückkehr zu konkreten Inhalten statt kompetenzorientierter Leerformeln – „Aus Lehrplänen mit Inhalt sind Leerpläne geworden"
  3. Ehrliche Notengebung: Schluss mit der Noteninflation und den „ungedeckten Schecks" in Form von Spitzennoten für Durchschnittsleistungen
  4. Entideologisierung: Befreiung der Lehrpläne von Gender-Ideologie und politischer Indoktrination
  5. Stärkung der Elternverantwortung: Keine weitere Verstaatlichung der Erziehung, sondern Rückbesinnung auf Artikel 6 des Grundgesetzes

Besonders der letzte Punkt liegt Kraus am Herzen. Das Grundgesetz sei eindeutig: „Pflege und Erziehung sind das vornehmste Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht." Wenn Kinder keinen Stift mehr halten können, sei das zunächst ein Versagen des Elternhauses – nicht der Schule.

Die Parallele zum Finanzsystem: Wenn Substanz durch Schein ersetzt wird

Was Kraus für das Bildungssystem beschreibt, lässt sich nahtlos auf das Finanzsystem übertragen. So wie Schulnoten inflationiert werden, wird auch die Kaufkraft des Euro systematisch entwertet. So wie Lehrpläne von Substanz entleert werden, werden Währungen von ihrer Deckung befreit. Und so wie der Staat lieber in ideologische Projekte investiert als in funktionierende Schulen, werden Billionen in die Rettung maroder Banken gepumpt, statt die Grundlagen für nachhaltigen Wohlstand zu schaffen.

Die Lehre daraus? Eigenverantwortung. Genau wie Eltern die Erziehung ihrer Kinder nicht vollständig an den Staat delegieren sollten, sollten Bürger ihre finanzielle Vorsorge nicht allein dem Staat und seinem Fiat-Geldsystem überlassen. Simbabwes Experiment mit einer goldgedeckten Währung zeigt, dass selbst Entwicklungsländer die Schwächen des westlichen Fiat-Systems erkannt haben.

Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, findet in bewährten Anlagemünzen wie dem Maple Leaf, dem Känguru oder dem American Eagle zeitlose Wertaufbewahrungsmittel. Für den systematischen Vermögensaufbau bieten sich Starterpakete oder umfassendere Krisenschutzpakete an.

Ein grimmiger Optimismus

Am Ende des Gesprächs schlägt Kraus einen bemerkenswerten Ton an. Trotz aller düsteren Diagnosen gibt er die Hoffnung nicht auf. Die Tatsache, dass das linke Lager zu Mitteln wie in Gießen greifen müsse, zeige, dass es „allmählich aus dem letzten Loch pfeift".

„Wir machen uns Sorgen, aber wir geben die Hoffnung nicht auf – und dafür streiten wir."

Diese Haltung – wachsam, kritisch, aber nicht resigniert – ist vielleicht das Wichtigste, was man aus diesem Gespräch mitnehmen kann. Deutschland befindet sich an einem Scheideweg. Die Bildungsnation verfällt, die Demokratie steht unter Druck, die Verteidigungsfähigkeit ist mangelhaft, und das Finanzsystem basiert auf ungedeckten Versprechen.

Doch genau in solchen Zeiten zeigt sich, wer vorausschauend handelt. Wer in die Bildung seiner Kinder investiert, wer sich politisch engagiert, wer seine Meinung trotz des gesellschaftlichen Drucks äußert – und wer sein Vermögen mit physischem Gold absichert, statt auf die Versprechen eines überforderten Staates zu vertrauen.

Gold hat alle Währungen, alle Reiche und alle Bildungskrisen der Menschheitsgeschichte überdauert. Ob Britannia, China Panda oder Lunar-Serie – physisches Edelmetall bleibt der ultimative Ausdruck von Eigenverantwortung in einer Welt, in der staatliche Institutionen zunehmend versagen. Denn eines hat die Geschichte immer wieder gezeigt: Wer sich auf den Staat verlässt, ist verlassen.