Silberpreis explodiert: Papiersilber-Betrug aufgedeckt
Es ist eine jener Geschichten, die man eher in einem Finanzthriller vermuten würde als in der Realität der globalen Rohstoffmärkte. Doch was sich seit Mitte 2025 am Silbermarkt abspielt, übertrifft selbst die kühnsten Prognosen langjähriger Edelmetall-Experten. Der Silberpreis hat die 80-Dollar-Marke durchbrochen, erste Silberunzen notieren im dreistelligen Euro-Bereich, und das Fundament des gesamten Papiersilber-Systems bekommt Risse, die sich nicht mehr kitten lassen. Was steckt dahinter – und warum ist physisches Silber das Gebot der Stunde?
Das große Erwachen: 18 Jahre Manipulation finden ihr Ende
Wer die Edelmetallmärkte seit zwei Jahrzehnten verfolgt, kennt die Diskussion um die systematische Drückung des Silberpreises. Lange als Verschwörungstheorie abgetan, ist sie längst gerichtlich bestätigt. JP Morgan wurde im Jahr 2020 zu einer Strafe von 920 Millionen Dollar verurteilt, weil das Institut über Jahre hinweg die Gold- und Silbermärkte durch sogenanntes „Spoofing" – also das Platzieren und sofortige Stornieren großer Scheinorders – künstlich manipuliert hatte. Zwei Händler des Instituts erhielten sogar Haftstrafen.
Die Geschichte beginnt in der Finanzkrise 2007/2008. Als Bear Stearns kollabierte, übernahm JP Morgan nicht nur die Bank, sondern erbte auch deren gigantische Short-Positionen im Silbermarkt. Bear Stearns war damals der größte Player im Silber-Terminhandel. Statt diese Positionen zu schließen, baute JP Morgan sie systematisch aus – und drückte den Silberpreis über mehr als anderthalb Jahrzehnte nach unten.
„Wir haben eine künstliche Drückung des Silberpreises über die Shorts, über die großen Häuser. Das kann auch gute 15 Jahre gehen, aber in irgendeinem Zeitpunkt der Zukunft wird das nicht mehr zu halten sein – dann gibt es eine explosionsartige Kursentwicklung nach oben."
Diese Worte stammen aus dem Jahr 2008. Es dauerte 18 Jahre. Aber jetzt ist genau das eingetreten, was vorhergesagt wurde.
JP Morgans Meisterstück: Short drücken, physisch kaufen
Was die Geschichte besonders perfide macht: Während JP Morgan den Papierpreis nach unten manipulierte, nutzte das Institut die künstlich niedrigen Kurse, um in großem Stil physisches Silber vom Markt zu saugen. Dreistellige Millionen Unzen wanderten in die Tresore der Bank – zunächst in London und New York.
Parallel übernahm JP Morgan das Management der großen Silber-ETFs, darunter den iShares-ETF mit rund 500 Millionen Unzen physischem Silber in London. Damit hatte das Institut nicht nur Zugriff auf enorme Mengen des Edelmetalls, sondern auch auf sämtliche Informationen über die Kapitalflüsse im Silbermarkt.
Die entscheidende Wende kam ab Sommer 2025:
- JP Morgan begann, seine Short-Positionen systematisch zu schließen
- Die Bank wechselte von der Short- auf die Long-Seite
- Physische Silberbestände wurden aus westlichen Tresoren nach Shanghai verlagert
- Das gesamte Handelsteam für Edelmetalle zog nach China um
- Das Silber steht dem westlichen Terminmarkt nicht mehr zur Verfügung
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der größte Player im Silbermarkt hat seine Position um 180 Grad gedreht – von massiv short auf massiv long – und das gesamte physische Material aus der westlichen Hemisphäre abgezogen. Wie der Silbermarkt im Umbruch zeigt, zwingt die physische Nachfrage die Großbanken mittlerweile in die Knie.
Die Backwardation: Ein Alarmsignal, das es so noch nie gab
Für Laien klingt der Begriff „Backwardation" abstrakt. Doch was er bedeutet, ist hochdramatisch. Normalerweise ist Silber, das in der Zukunft geliefert wird, teurer als Silber, das sofort verfügbar ist. Das ist logisch: Wer Silber für jemanden lagert, versichert und die Zinsen auf das gebundene Kapital verliert, will dafür entschädigt werden.
Seit Sommer 2025 ist dieses Verhältnis komplett auf den Kopf gestellt. Silber heute ist deutlich teurer als Silber in einem Jahr. Der Spread lag zeitweise bei minus 4 Prozent – ein Wert, der in der Geschichte des Silbermarktes beispiellos ist.
„Stell dir vor, jemand bietet dir ein Glas Wasser an, das du heute haben kannst, oder einen ganzen Kasten Wasser in einer Woche – und du nimmst lieber das eine Glas. So gering ist das Vertrauen mittlerweile in die Lieferfähigkeit des Terminmarktes."
Was diese Backwardation offenbart, ist nackte Panik. Marktteilnehmer, die kurzfristig ihre Lieferverpflichtungen erfüllen müssen, weil sie short sind, brauchen verzweifelt physisches Silber. Sie sind bereit, massive Aufpreise zu zahlen, nur um nicht zu platzen. Und während wir diese Zeilen schreiben, hält dieser Zustand an.
Der mysteriöse „Glitch" der COMEX
Am 28. November 2025 – dem sogenannten „Notice Day", an dem bekannt wird, wie viel der COMEX-Silberreserven tatsächlich ausgeliefert werden müssen – geschah etwas Bemerkenswertes. Die angeforderten Liefermengen waren größer als erwartet. Und genau in diesem Moment fielen angeblich die Kühlsysteme aus. Elf Stunden lang konnte nicht gehandelt werden. Alle Futures waren weg.
Zufall? Wer die Geschichte der Finanzmärkte kennt, weiß: Solche „technischen Störungen" treten auffällig oft genau dann auf, wenn das System unter maximalem Stress steht. Wie unser Bericht über den Kollaps des COMEX-Systems detailliert darlegt, häufen sich diese Vorfälle in besorgniserregender Weise.
China dreht den Hahn zu – und verschärft die Krise
Als wäre die Situation nicht bereits angespannt genug, hat China zum 1. Januar 2026 den Großteil seiner Silberexporte gestoppt. Nur noch handverlesene Firmen dürfen das Edelmetall ausführen. Für den ohnehin unterversorgten westlichen Markt ist das ein weiterer Schlag.
Die Differenz zwischen dem Silberpreis an der COMEX und der Shanghai Gold Exchange klafft mittlerweile um 7 bis 9 Dollar pro Unze auseinander – ein Aufschlag, der die Verzweiflung westlicher Käufer widerspiegelt, die physisches Material benötigen, aber kaum noch welches bekommen.
Die Faktoren, die den Silbermarkt in die Enge treiben, sind vielfältig:
- Industrielle Nachfrage: Elektromobilität, Photovoltaik, Elektronik – Silber ist unverzichtbar
- Investmentnachfrage: Anleger flüchten aus Papier in physisches Metall
- Zentralbankkäufe: Über 1.000 Tonnen Gold wurden 2025 offiziell gekauft – Silber folgt dem Trend
- Angebotsdefizit: Seit Jahren übersteigt die Nachfrage das Angebot
- Fehlende Minenkapazitäten: 15 Jahre Preisdrückung haben Investitionen in neue Minen verhindert
- Chinas Exportbeschränkungen: Weniger Silber fließt in den Westen
Das strukturelle Problem: Keine Minen, kein Silber
Hier liegt vielleicht die wichtigste und am wenigsten verstandene Dimension der aktuellen Silberkrise. Die jahrelange künstliche Preisdrückung hat nicht nur Anleger um faire Renditen gebracht – sie hat auch dafür gesorgt, dass kaum neue Silberminen erschlossen wurden. Warum sollte ein Unternehmen Milliarden in die Exploration investieren, wenn der Preis künstlich unter den Produktionskosten gehalten wird?
Reine Silberminen sind ohnehin selten. Etwa 70 Prozent der weltweiten Silberproduktion fallen als Nebenprodukt beim Abbau von Kupfer, Zink und anderen Metallen an. Und selbst wenn der aktuelle Preisanstieg jetzt Investitionen in neue Minen auslöst – es dauert bis zu zehn Jahre, eine Mine von der Exploration bis zur Produktion zu bringen.
„Selbst die Industrie kauft schon eigene Silberminen direkt auf, um sich zu versorgen. Und das Problem dieser Silberunterversorgung werden wir noch viele Jahre haben."
Das bedeutet: Die strukturelle Unterversorgung des Silbermarktes ist kein kurzfristiges Phänomen. Sie wird uns über Jahre begleiten – unabhängig davon, wie sich der Terminmarkt entwickelt. Wie die Solarindustrie bereits schmerzlich erfährt, zwingt die Silberpreis-Explosion ganze Branchen zum Umdenken.
Das Gold-Silber-Verhältnis: Zurück zur historischen Normalität?
Ein weiterer Faktor, der für massives Aufwärtspotenzial beim Silber spricht, ist das Gold-Silber-Verhältnis. In der Erdkruste kommt Gold und Silber in einem Verhältnis von etwa 1:15 bis 1:20 vor. Über Jahrhunderte lag auch das Preisverhältnis in dieser Größenordnung.
Noch vor einem Jahr stand das Verhältnis bei einem absurden 1:100 – Silber war im Vergleich zu Gold historisch unterbewertet wie selten zuvor. Mittlerweile hat sich das Verhältnis auf etwa 1:37 normalisiert, aber es ist noch weit von historischen Durchschnittswerten entfernt.
Was würde eine Rückkehr zum historischen Normalwert bedeuten?
- Bei einem Gold-Silber-Verhältnis von 1:20 und aktuellem Goldpreis: Silberpreis deutlich über 150 Dollar
- Bei einem Verhältnis von 1:15: Silberpreis im Bereich von 200 bis 300 Dollar pro Unze
- Selbst bei unverändertem Goldpreis wäre das ein Vielfaches des heutigen Niveaus
Und der Goldpreis steht selbst vor weiteren Anstiegen. Goldman Sachs prognostiziert 4.900 Dollar, UBS sieht 5.000 Dollar, und JP Morgan – ausgerechnet – ruft 6.000 Dollar aus. Die Zentralbanken kaufen Gold, als gäbe es kein Morgen. Über 1.000 Tonnen allein im vergangenen Jahr, offiziell. Inoffiziell dürfte es deutlich mehr gewesen sein.
Warum der Industrie der Silberpreis fast egal ist
Ein häufig übersehener Aspekt: Für die industrielle Nachfrage spielt der absolute Silberpreis eine untergeordnete Rolle. In einem Elektroauto steckt etwa eine Unze Silber. Ob diese Unze 70, 100 oder 200 Dollar kostet, macht beim Gesamtpreis des Fahrzeugs kaum einen Unterschied.
Das Gleiche gilt für Photovoltaikanlagen, Smartphones, medizinische Geräte und unzählige andere Produkte. Die Industrie braucht das Silber – und sie wird es kaufen, unabhängig vom Preis. Die Kosten werden einfach an den Endverbraucher weitergegeben und gehen im Gesamtprodukt unter.
Das unterscheidet Silber fundamental von reinen Investmentgütern: Es gibt eine unelastische industrielle Basisnachfrage, die den Preis nach unten absichert. Wer heute Silbermünzen oder Silberbarren erwirbt, investiert in ein Metall, das die Welt buchstäblich braucht.
Die geopolitische Dimension: Rohstoffe als neue Machtbasis
Der Kampf um Silber ist eingebettet in einen globalen Rohstoffkrieg, der sich immer deutlicher abzeichnet. Die Ereignisse in Venezuela – wo US-Spezialkräfte Anfang Januar den Machthaber Maduro in einer spektakulären Nacht-und-Nebel-Aktion aus Caracas entführten – sind nur die sichtbarste Spitze eines Eisbergs.
Venezuela verfügt über geschätzte 303 Milliarden Barrel Öl und 8.000 Tonnen Gold. Insgesamt schlummern Rohstoffe im Wert von knapp 20 Billionen Dollar im Boden des Landes. Trumps Botschaft an die Welt war unmissverständlich: „Ich brauche kein internationales Recht mehr."
Parallel dazu die Grönland-Debatte, die Spannungen im Iran, die Kaperung russischer Öltanker im Nordatlantik. Was wir erleben, ist nichts Geringeres als eine Neuordnung der globalen Machtverhältnisse – und Rohstoffe stehen im Zentrum dieser Neuordnung.
Was die Notenbanken wissen
Die Frage drängt sich auf: Was wissen die Zentralbanken, was wir nicht wissen? Wenn die mächtigsten Finanzinstitutionen der Welt seit Jahren systematisch Gold akkumulieren, wenn die größten Hedgefonds-Manager wie Ray Dalio und Jeffrey Gundlach das „Zeitalter der Anleihen" für beendet erklären, wenn bei einer globalen Verschuldung von 345 Billionen Dollar das „Smart Money" in Edelmetalle fließt – dann sollte das auch den letzten Skeptiker nachdenklich stimmen.
Selbst die Entwicklung goldgedeckter Stablecoins deutet in diese Richtung. Die Kombination aus digitaler Handelbarkeit und physischer Golddeckung könnte das nächste große Kapitel in der Geschichte des Geldes einläuten. Wie der Fall Libanon zeigt, wird Gold zunehmend zum letzten Rettungsanker für Staaten in der Krise.
100 Dollar – und dann? Warum die Rally noch lange nicht vorbei ist
Die entscheidende Frage für Anleger lautet: Sind wir näher an 100 oder an 50 Dollar? Die Antwort fällt eindeutig aus. Kurzfristige Rücksetzer sind möglich – etwa durch die Neugewichtung des Bloomberg Commodity Index, bei der Gold und Silber zugunsten von Öl und Kakao heruntergewichtet werden könnten. Rund 100 Milliarden Dollar an Investitionsgeldern hängen an diesem Index und müssen umgeschichtet werden.
Doch solche Rücksetzer wären Kaufgelegenheiten, keine Trendwenden. Die fundamentalen Treiber des Silberpreises sind intakt:
- Die Backwardation am Terminmarkt hält an
- Die physische Unterversorgung wird sich über Jahre nicht auflösen
- Das Gold-Silber-Verhältnis hat noch enormes Normalisierungspotenzial
- Die industrielle Nachfrage wächst ungebremst
- Das Vertrauen in Papierkontrakte erodiert rapide
- China drosselt seine Exporte
Die 100-Dollar-Marke ist keine Frage des Ob, sondern des Wann. Und darüber hinaus sind Szenarien von 200 bis 300 Dollar pro Unze keineswegs utopisch – sie ergeben sich schlicht aus der Normalisierung des Gold-Silber-Verhältnisses bei gleichzeitig steigendem Goldpreis.
Physisch schlägt Papier: Die einzige Lektion, die zählt
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus den Turbulenzen der letzten Monate ist diese: Nur physisches Silber ist echtes Silber. Papierkontrakte, ETF-Anteile, Termingeschäfte – all das sind letztlich Versprechen. Und wie die aktuelle Krise zeigt, können diese Versprechen möglicherweise nicht eingehalten werden.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Regeln an den Terminbörsen geändert werden müssen – dass Kontrakte, die eigentlich physisch beliefert werden sollten, nur noch in Geld ausgeglichen werden dürfen, weil schlicht nicht genug Silber vorhanden ist. Sollte das eintreten, würde es eine Vertrauenskrise auslösen, die weit über den Silbermarkt hinausreicht.
„Jetzt kommt die Erkenntnis, dass am Ende nur das, was du in der Hand hast – das physische, reale – das ist, was du auch brauchst."
Wer heute in Maple Leaf Silbermünzen, Wiener Philharmoniker, Känguru-Münzen oder Krügerrand Silber investiert, hält etwas in der Hand, das kein Gegenparteirisiko kennt. Keine Bank muss liefern, kein Terminkontrakt muss erfüllt werden, kein ETF-Manager muss seine Bestände nachweisen. Physisches Silber ist Silber. Punkt.
Der richtige Einstieg: Jetzt handeln oder abwarten?
Natürlich stellt sich die Frage nach dem Timing. Nach einem Anstieg von knapp 30 Dollar auf über 77 Dollar innerhalb eines Jahres mag mancher zögern. Doch die Geschichte lehrt: Wer auf den perfekten Einstiegszeitpunkt wartet, verpasst die Rally.
Für Einsteiger bieten sich verschiedene Wege an:
- Das Silber Starter-Set als erster Schritt in die Welt der Edelmetalle
- Das Silber Starterpaket S für eine breitere Aufstellung
- Das Silber-Tauschmittelpaket für maximale Flexibilität in Krisenzeiten
- Klassische Anlagemünzen wie der American Eagle oder die Britannia
Auch als Geschenk gewinnt Silber an Bedeutung – ein 50g Silberherz oder ein 100g Silberherz verbindet emotionalen Wert mit echtem Sachwert.
20 Jahre Überzeugung – jetzt ist Erntezeit
Es gibt Momente, in denen sich jahrelange Überzeugungsarbeit auszahlt. Wer seit Jahren für Edelmetalle trommelt – gegen den Mainstream, gegen die Belächelung, gegen das ewige Mantra „Gold zahlt keine Zinsen" und „Silber ist was für Rentner" – der erlebt gerade einen solchen Moment.
Die Zuschriften häufen sich: Menschen, die dank ihrer Silberinvestments Häuser bezahlen konnten. Anleger, die ihre finanzielle Unabhängigkeit gesichert haben. Familien, die für die nächste Generation vorgesorgt haben. Das ist keine Eintagsfliege. Das ist der Beginn eines neuen Rohstoffzyklus, der gerade erst Fahrt aufnimmt.
5.000 Jahre Goldgeschichte, Jahrtausende der Silbernutzung als Geld und Wertaufbewahrungsmittel – das wird auch die aktuelle Krise überdauern. Während Papierwährungen kommen und gehen, während digitale Versprechen platzen können und Terminkontrakte möglicherweise nicht bedient werden, bleibt eines bestehen: Das physische Metall in Ihrer Hand.
Lasst euch nicht verrückt machen. Aber lasst euch auch nicht einlullen. Die Zeit zu handeln ist jetzt – bevor der Papiersilber-Betrug vollständig auffliegt und die Preise Regionen erreichen, die heute noch utopisch klingen. Denn wie die Geschichte immer wieder zeigt: Was gestern unmöglich schien, ist morgen bereits Realität.



