Kettner Edelmetalle

Degussa Gold – Tradition und modernes Design für Anleger und Sammler

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Degussa zählt zu den bekanntesten Namen im deutschen Edelmetallhandel und steht wie kaum eine andere Marke für die Verbindung aus historischer Tradition und modernem Barrendesign. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1843 zurück, als die Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt gegründet wurde. Dieser Ratgeber beleuchtet die Geschichte der Marke, das Produktsortiment aus Goldbarren und Münzen, die Unterschiede zwischen gegossenen und geprägten Barren, die steuerliche Behandlung sowie die wichtigsten Kaufkriterien für Anleger und Sammler.

Degussa Gold: Geschichte einer deutschen Traditionsmarke

Der Name Degussa ist eine Zusammensetzung der Anfangsbuchstaben der Deutschen Gold- und Silber-Scheideanstalt. Gegründet wurde das Unternehmen 1843 von Friedrich Ernst Roessler, der zwei Jahre zuvor zum Münzwart der Frankfurter Münzprägeanstalt ernannt worden war. Über Jahrzehnte betrieb er parallel eine private Scheideanstalt, die später in eine Aktiengesellschaft überging. Damit gehört Degussa zu den ältesten Namen im deutschen Goldhandel und blickt auf eine fast 180-jährige Geschichte zurück.

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Degussa AG zu einem Industriekonzern und war zwischen 1988 und 2002 im Deutschen Aktienindex (DAX) vertreten. In dieser Phase lag der Schwerpunkt weniger im Edelmetallhandel als im Chemie- und Industriebereich. Der heute bekannte Edelmetallhändler entstand erst durch eine zweite Gründung.

Die zweite Gründung im Jahr 2010

Im Jahr 2010 nahm der Degussa Sonne/Mond Goldhandel mit Hauptsitz in München seine Tätigkeit auf. Die Nutzung des traditionsreichen Namens wurde zwischen der Unternehmerfamilie von Finck und dem Nachfolgeunternehmen der historischen Degussa vereinbart. Aus dieser Neugründung entwickelte sich einer der bekanntesten bankenunabhängigen Edelmetallhändler Europas. In den Folgejahren wuchs das Unternehmen unter anderem durch die Übernahme von Spezialisten für die Edelmetalllagerung und den Ankauf traditionsreicher Handelshäuser. Heute ist Degussa Mitglied der London Bullion Market Association (LBMA), deren Standards als Referenz für die Qualität von Barren gelten.

Das Sortiment: Goldbarren, Münzen und weitere Edelmetalle

Das Kerngeschäft der Marke ist der Handel mit Goldbarren und Silberbarren. Entgegen dem Firmennamen umfasst das Sortiment jedoch alle vier klassischen Anlagemetalle: neben Gold auch Silber, Platin und Palladium. Wichtig zu wissen: Degussa stellt die Edelmetalle nicht mehr selbst her, sondern fungiert als Händler. Die Barren werden im Auftrag von renommierten Scheideanstalten in Deutschland und der Schweiz produziert – darunter etablierte Raffinerien wie Umicore und Valcambi.

Neben reinen Anlageprodukten bietet die Marke auch klassische Goldmünzen wie Maple Leaf, Krügerrand oder Britannia an. Abgerundet wird das Portfolio durch numismatische Sammlermünzen mit gestalterischem Anspruch. Bei Kettner Edelmetalle steht eine breite Auswahl an Degussa-Goldbarren und Silberprodukten bereit – ohne dass ein Weg in eine Filiale erforderlich ist.

Silber-Vermögensbausteine

Eine Besonderheit im Sortiment sind die stapelbaren Silberbarren in Baustein-Optik. Ihre modulare Form erinnert an bekannte Spielbausteine und erlaubt es, kleinere Einheiten flexibel zu kombinieren. Für Einsteiger, die den Silbermarkt kennenlernen möchten, sind solche kleinteiligen Silberbarren ein praktischer Startpunkt, weil sie in überschaubaren Stückelungen erhältlich sind.

Gegossene Degussa Goldbarren

Historisch wurden Goldbarren überwiegend gegossen – Degussa hält bewusst an dieser Tradition fest. Gegossene Barren sind in mehreren Größen zwischen einer Unze und einem Kilogramm erhältlich und werden zum Schutz vor äußeren Einflüssen in einer eingeschweißten Folie verpackt. Wer einen größeren Gegenwert kompakt bündeln möchte, findet mit dem 1-kg-Goldbarren das gängige Format für die Lagerung nah am Goldpreis.

Gegossene Goldbarren mit matter Oberfläche auf dunklem Schiefer im warmen Studiolicht
Gegossene Barren behalten ihre charakteristisch matte, historisch anmutende Oberfläche.

Optisch tragen gegossene Barren auf der Vorderseite das charakteristische Logo und den Schriftzug des Herstellers. Darunter finden sich die Feingehaltsangabe FEINGOLD 999,9 und das Gewicht. In der unteren Hälfte sind zusätzlich der Prüfstempel sowie eine individuelle Seriennummer aus einem Buchstaben und fünf Ziffern eingeprägt – ein wichtiges Echtheitsmerkmal, das jeden Barren eindeutig identifizierbar macht.

Der Sargbarren als historische Form

Eine Sonderform ist der gegossene 1-Unzen-Barren, der zur Unterseite hin konisch zuläuft. Diese Bauweise wird als Sargbarren bezeichnet und entspricht der historischen Form, in der Goldbarren früher üblicherweise gefertigt wurden. Heute wird diese Form aus praktischen Gründen nur noch selten produziert, was ihr bei Liebhabern eine besondere Stellung verleiht. Für Sammler, die Wert auf ungewöhnliche Formen legen, sind auch 1-Unzen-Goldbarren in Raute oder Quadratguss interessant.

Die folgende Übersicht zeigt die Maße gängiger gegossener Degussa-Goldbarren:

GrößeLängeBreiteDicke
1 Unze (Sargform)28,0 mm14,0 mm4,8 mm
100 Gramm45,0 mm24,0 mm6,0 mm
250 Gramm50,0 mm30,5 mm9,3 mm
500 Gramm91,0 mm40,5 mm7,5 mm
1000 Gramm117,0 mm51,0 mm9,2 mm

Geprägte Goldbarren von Degussa

Moderne Barren werden nicht gegossen, sondern geprägt. Das Prägeverfahren verleiht dem Barren exaktere Kanten und feinere Details in Motiv und Schrift. Geprägte Degussa-Goldbarren sind in zahlreichen Stückelungen erhältlich – von einem Gramm bis hin zu 100 Gramm. Größere Einheiten werden weiterhin gegossen. Zum Schutz werden geprägte Barren fest in einen sogenannten Blister verschweißt, der die gleichzeitige Aufbewahrung des Echtheitszertifikats ermöglicht und die Lagerung erleichtert.

Ein wesentlicher Unterschied zur gegossenen Variante: Geprägte Barren sind auf der Unterseite glatt und tragen in der Regel keine Seriennummer. Wer die feineren Stückelungen bevorzugt, findet passende Formate wie den 10-g-Goldbarren, den 20-g-Goldbarren oder den 50-g-Goldbarren. Für den Einstieg mit kleinem Budget eignet sich der 1-g-Goldbarren.

GrößeLängeBreiteDicke
1 Gramm15,0 mm8,5 mm0,55 mm
2,5 Gramm19,0 mm11,5 mm0,8 mm
5 Gramm23,05 mm13,85 mm1,0 mm
10 Gramm25,3 mm15,2 mm1,6 mm
20 Gramm31,0 mm18,0 mm2,2 mm
1 Unze41,0 mm24,0 mm2,2 mm
50 Gramm47,0 mm27,0 mm2,4 mm
100 Gramm47,0 mm27,0 mm4,5 mm

Welche Stückelung passt zu welchem Ziel?

Die Wahl der richtigen Stückelung hängt vom Anlagebetrag und der gewünschten Flexibilität ab. Kleine Barren bieten mehr Teilbarkeit, verursachen jedoch pro Gramm höhere Herstellungskosten und damit einen größeren Aufschlag auf den reinen Materialwert. Große Barren liegen prozentual näher am Goldpreis, lassen sich aber nur als Ganzes veräußern.

Goldbarren in verschiedenen Stückelungen von klein bis groß, teils im verschweißten Blister
Goldbarren sind in zahlreichen Stückelungen erhältlich – kleine Formate bieten mehr Teilbarkeit, große Barren liegen näher am Goldpreis.
  • 1 g bis 10 g – ideal für Einsteiger und als Geschenk; höchste Teilbarkeit, aber höherer relativer Aufschlag.
  • 20 g bis 50 g – guter Kompromiss aus Flexibilität und Preisnähe zum Goldpreis.
  • 100 g bis 250 g – für mittlere Anlagebeträge mit geringerem prozentualem Aufschlag.
  • 500 g bis 1 kg – niedrigster Aufschlag pro Gramm, dafür geringere Teilbarkeit beim Wiederverkauf.

Ein bewährter Ansatz besteht darin, größere Werte auf mehrere mittlere Stückelungen zu verteilen, um beim späteren Verkauf flexibel zu bleiben. Wer regelmäßig kleinere Beträge investieren möchte, findet in einem Sparplan-Sortiment eine strukturierte Alternative zum Einmalkauf. Auch fertig zusammengestellte Goldpakete können den Einstieg erleichtern.

Echtheit und Qualitätsmerkmale

Anlagegoldbarren weisen einen Feingehalt von 999,9 Tausendteilen auf, was oft als vier Neunen bezeichnet wird. Zu den wichtigsten Merkmalen echter Barren gehören eine präzise Gewichts- und Feingehaltsangabe, der Prüfstempel sowie bei gegossenen Barren die individuelle Seriennummer. Barren aus LBMA-akkreditierter Produktion erfüllen international anerkannte Standards bei Reinheit und Gewicht.

Beim Kauf empfiehlt es sich, auf eine unversehrte Verpackung und ein zugehöriges Zertifikat zu achten. Kettner Edelmetalle prüft eingehende Ware im Rahmen einer ISO-konformen Echtheitsprüfung, sodass ausschließlich verifizierte Originale in den Versand gelangen. Wer Barren zu Hause aufbewahrt, sollte die Originalverpackung nicht beschädigen, da Blister und Zertifikat den Wiederverkauf erleichtern.

  • Feingehalt prüfen: FEINGOLD 999,9 muss klar lesbar geprägt sein.
  • Seriennummer abgleichen: bei gegossenen Barren mit dem Zertifikat vergleichen.
  • Verpackung erhalten: Blister und Zertifikat gemeinsam aufbewahren.

Steuerliche Behandlung und Aufbewahrung

Anlagegold genießt in Deutschland eine steuerliche Sonderstellung: Der Kauf von Goldbarren mit Anlagequalität ist gemäß § 25c UStG von der Umsatzsteuer befreit. Silber-, Platin- und Palladiumbarren unterliegen dagegen grundsätzlich der Umsatzsteuer, weshalb sich für diese Metalle eine Lagerung im Zollfreilager anbieten kann. Beim späteren Verkauf von physischem Gold ist der Gewinn nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei – dies gilt als Spekulationsfrist im Sinne des Einkommensteuerrechts.

Steuerlicher Hinweis

Anlagegold ist gemäß § 25c UStG umsatzsteuerbefreit. Dieser Text stellt eine allgemeine Information dar und ersetzt keine individuelle Steuer- oder Anlageberatung. Für die persönliche Situation sollte fachkundiger Rat eingeholt werden.

Für die sichere Aufbewahrung stehen mehrere Wege offen: die Lagerung im eigenen Tresor, ein Bankschließfach oder professionelle Einlagerungsdienste. Zum Schutz einzelner Barren und Münzen eignen sich passende Münzkapseln und Münzkassetten aus dem Zubehörsortiment. Wer physische Werte als Baustein für die Altersvorsorge oder als Inflationsschutz versteht, sollte Lagerung und Versicherung von Beginn an mitdenken.

Degussa im Vergleich zu anderen Herstellern

Auf dem Markt für Goldbarren stehen mehrere renommierte Namen nebeneinander. Neben Degussa zählen unter anderem Heraeus, Argor-Heraeus und PAMP zu den etablierten Marken. Barren dieser Hersteller sind international handelbar und werden weltweit akzeptiert, sofern sie LBMA-Standards erfüllen. Der wesentliche Unterschied liegt weniger im Materialwert als im Design, in der Verpackung und im Wiedererkennungswert der Marke.

Degussa hebt sich durch das traditionsreiche Logo und die Auswahl an klassisch gegossenen Barren ab, die viele Käufer wegen ihrer historischen Anmutung schätzen. Eine vollständige Übersicht über die verfügbaren Marken bietet die Rubrik Hersteller. Wer sich zwischen Barren und Münzen entscheiden möchte, kann ergänzend das Sortiment an Anlagemünzen aus Gold in Betracht ziehen.

Ein Barren erzählt seine Herkunft über Stempel, Seriennummer und Marke – Details, die aus einem Stück Metall ein handelbares Wertobjekt machen.

Häufig gestellte Fragen zu Degussa Gold

Stellt Degussa die Goldbarren selbst her? +

Nein. Degussa fungiert heute als Händler. Die Barren werden im Auftrag von etablierten Scheideanstalten in Deutschland und der Schweiz produziert, darunter Raffinerien wie Umicore und Valcambi. Die eigene Herstellung wurde im Laufe der Zeit aufgegeben.

Worin unterscheiden sich gegossene und geprägte Goldbarren? +

Gegossene Barren tragen eine individuelle Seriennummer und wirken durch ihre historische Optik traditioneller. Geprägte Barren besitzen exaktere Kanten, feinere Details und werden meist im verschweißten Blister mit Zertifikat geliefert. Beide Varianten sind bei Goldbarren erhältlich.

Ist der Kauf von Degussa Goldbarren umsatzsteuerfrei? +

Anlagegold ist in Deutschland gemäß § 25c UStG von der Umsatzsteuer befreit. Silber-, Platin- und Palladiumbarren unterliegen hingegen der Umsatzsteuer. Nach einer Haltefrist von einem Jahr ist der Verkaufsgewinn bei physischem Gold zudem einkommensteuerfrei.

Welche Stückelung eignet sich für Einsteiger? +

Für den Einstieg mit kleinem Budget bieten sich der 1-g-Goldbarren oder der 10-g-Goldbarren an. Größere Formate wie der 100-g-Goldbarren liegen prozentual näher am Goldpreis, sind aber weniger teilbar.

Woran erkennt man einen echten Degussa Goldbarren? +

Echte Barren tragen die klar lesbare Feingehaltsangabe FEINGOLD 999,9, eine Gewichtsangabe und einen Prüfstempel. Gegossene Barren besitzen zusätzlich eine individuelle Seriennummer. Eine unversehrte Verpackung und das zugehörige Zertifikat sind weitere wichtige Anhaltspunkte für die Echtheit.

Bietet Degussa auch andere Edelmetalle als Gold an? +

Ja. Trotz des Namens umfasst das Sortiment neben Gold auch Silber, Platin und Palladium in Form von Barren sowie klassische Anlage- und Sammlermünzen.