Kettner Edelmetalle

Platin Queens Beasts

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Kaum eine moderne Serie bringt so viel royalen Glanz in den sonst eher nüchternen Platinmarkt wie The Queen's Beasts. Zehn heraldische Wappentiere, jedes mit eigener Geschichte und einem markanten Wappenschild, verwandeln reines Anlageplatin in kleine Kunstwerke. Dieser Ratgeber erklärt Herkunft und Motive, technische Daten und Feingehalt, die steuerliche Behandlung von Platin sowie die richtige Aufbewahrung – damit die Entscheidung zwischen Sammlung und Investment auf einer klaren Grundlage getroffen werden kann.

The Queen's Beasts als Platinmünze – royale Symbolik in Edelmetall

Die Queen's Beasts Platinmünze gehört zu den ausdrucksstärksten modernen Anlagemünzen aus Großbritannien. Geprägt wird sie von der traditionsreichen British Royal Mint, deren Wurzeln über tausend Jahre zurückreichen. Während die Serie 2016 zunächst in Gold und Silber startete, folgte 2017 die Ausgabe in Platin – für den lange motivarmen Platinmarkt fast schon eine kleine Revolution im Detail.

Der Name der Serie geht auf zehn steinerne Statuen zurück, die zur Krönung von Königin Elizabeth II. im Jahr 1953 vor der Westminster Abbey aufgestellt wurden. Jedes dieser Wappentiere verkörpert einen Zweig der königlichen Abstammung – von den Tudors über die Plantagenets bis zum Haus Hannover. Wer sich für die königliche Symbolik britischer Prägungen begeistert, findet auch bei den Queen's Beasts Silbermünzen und den Queen's Beasts Goldmünzen dasselbe Motivprogramm.

Von den King's Beasts zu den Queen's Beasts

Die historischen Vorbilder reichen noch weiter zurück: Bereits im 16. Jahrhundert schmückten die sogenannten King's Beasts die Brücke zum Hampton Court Palace Heinrichs VIII. Für die Krönung von Elizabeth II. schuf der Bildhauer James Woodford zehn neue Skulpturen in aufrechter, wächterhafter Haltung. Für das Münzdesign übertrug der Graveur Jody Clark diese Figuren in einen modernen, dynamischen Stil – jene Handschrift, die auch das langjährige Porträt der Königin auf zahllosen britischen Prägungen bestimmt hat.

Die zehn Motive der Serie im Überblick

Jährlich erschienen zwei neue Motive, sodass sich die Serie über mehrere Jahrgänge zu einem vollständigen Zyklus aufbaute. Für Sammler entsteht so ein reizvoller Wettlauf, alle Wappentiere zusammenzutragen. Die einzelnen Ausgaben sind:

  • Lion of England (2017) – der Löwe von England, das erste und bekannteste Motiv
  • Griffin of Edward III (2018) – der Greif Edwards III.
  • Red Dragon of Wales (2018) – der rote Drache von Wales
  • Unicorn of Scotland (2019) – das Einhorn von Schottland
  • Black Bull of Clarence (2019) – der schwarze Stier von Clarence
  • Falcon of the Plantagenets (2020) – der Falke der Plantagenets
  • Yale of Beaufort (2020) – der Yale von Beaufort
  • White Lion of Mortimer (2021) – der weiße Löwe von Mortimer
  • White Horse of Hanover (2021) – das weiße Pferd von Hannover
  • White Greyhound of Richmond (2022) – der weiße Windhund von Richmond

Den krönenden Abschluss bildet die Completer Coin aus dem Jahr 2022: Sie vereint alle zehn Wappentiere auf einer einzigen Münze und rundet die Serie stimmig ab. Wer weitere königlich inspirierte Prägungen der Royal Mint sucht, wird bei der Tudor Beasts Serie oder der klassischen Britannia in Platin fündig.

Zehn Wappentiere, ein Jahrzehnt Prägegeschichte – die Queen's Beasts erzählen die Abstammung des britischen Königshauses in Edelmetall.

Ein Fabelwesen mit Seltenheitswert: der Yale

Unter den zehn Motiven sticht ein Wesen besonders hervor, das vielen unbekannt ist: der Yale of Beaufort. Das mythische Tier trägt einen ziegenähnlichen Körper mit goldenen Flecken und besitzt zwei Hörner, die es unabhängig voneinander bewegen kann. Solche Fabelwesen erfreuen sich bei Motivsammlern großer Beliebtheit – thematisch verwandte Prägungen finden sich etwa in der Lunar Serie III in Platin mit ihren jährlich wechselnden Tierkreiszeichen.

Motivseite und Wertseite im Detail

Wie jede Anlagemünze besitzt auch die Queen's Beasts zwei Seiten mit klarer Aufgabenteilung. Die Motivseite zeigt jeweils eines der Wappentiere, halb aufgerichtet und teilweise von einem Wappenschild verdeckt. Der Hintergrund ist von einer feinen, wabenartigen Struktur überzogen – ein Gestaltungselement, das nicht nur optisch reizt, sondern zugleich das Fälschen deutlich erschwert.

Die Wertseite trägt das von Jody Clark gestaltete Porträt von Königin Elizabeth II. Der Untergrund ist im typisch englischen Guilloché-Stil ausgeführt, bei dem feinste, sich wiederholende Muster in das Metall graviert werden. Umlaufende Inschriften nennen Nennwert, Feingewicht und Feingehalt. Der Münzrand ist geriffelt – ein weiteres klassisches Sicherheitsmerkmal. Wer die Guilloché- und Wabenoptik in anderen Serien schätzt, kann den Blick auf den Wiener Philharmoniker in Platin mit seinem berühmten Orgelmotiv richten.

Technische Daten und Feingehalt

Die Queen's Beasts Platinmünze wird ausschließlich in der Stückelung 1 Unze geprägt und in der Prägequalität Bullion ohne Prägelimit ausgegeben. Damit steht der Materialwert des Edelmetalls klar im Vordergrund. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

MerkmalAngabe
MaterialPlatin, Feingehalt 999,5/1000
Feingewicht31,103 g (1 Feinunze)
Nennwert100 Pfund Sterling (GBP)
Durchmesser32,69 mm
Dickeca. 2,7 mm
Münzrandgeriffelt
PrägequalitätBullion
PrägestätteBritish Royal Mint

Mit einem Feingehalt von 999,5 zählt Platin zu den reinsten und zugleich seltensten Anlagemetallen überhaupt. Die kompakten Maße von rund 32,7 Millimetern Durchmesser machen die Münze angenehm handlich und leicht zu verwahren. Ausgeliefert werden die Prägungen üblicherweise gekapselt oder in Münztaschen, im Großhandel gebündelt zu je zehn Stück in Tubes und zehn Tubes in einer Masterbox. Für die sichere Lagerung einzelner Stücke eignen sich passende Münzkapseln, für ganze Jahrgangssätze bieten sich Münzkassetten an.

Platin als Anlage – warum das Metall besonders ist

Platin ist weit seltener als Gold: Die jährliche Fördermenge liegt nur bei einem Bruchteil, und ein Großteil stammt aus wenigen Minenregionen. Neben der Nutzung als Anlagemetall spielt Platin eine tragende Rolle in Industrie und Technik, etwa in Katalysatoren und der Wasserstofftechnologie. Diese doppelte Nachfrage – aus Investment und Industrie – verleiht dem Metall einen ganz eigenen Charakter innerhalb der Platinmünzen.

Innerhalb der Serienwelt konkurriert die Queen's Beasts vor allem mit Prägungen gleichbleibenden Designs. Während der Maple Leaf in Platin oder der American Eagle in Platin Jahr für Jahr dasselbe Motiv tragen, punktet die Queen's Beasts mit ihrem wechselnden Seriencharakter. Preislich bewegt sie sich dennoch meist in vergleichbarer Region zu diesen Klassikern – der Sammelreiz kommt also gewissermaßen als Zugabe.

Aufgeld und Wiederverkauf

Wie bei allen Platinprägungen fällt das Aufgeld gegenüber dem reinen Materialwert bei Platin traditionell höher aus als bei Gold, da die Produktionsmengen kleiner sind. Ältere, nicht mehr geprägte Jahrgänge können dadurch mit der Zeit einen zusätzlichen Sammleraufschlag entwickeln. Als Orientierung für aktuelle Auf- und Abschläge dient ein Blick auf verwandte Sortimente wie die Platinbarren, die den reinen Metallwert besonders aufgeldarm abbilden.

Steuerliche Behandlung von Platinmünzen

Ein wichtiger Unterschied zu Anlagegold: Platin ist in Deutschland nicht umsatzsteuerbefreit. Anders als Anlagegold, das gemäß den einschlägigen Vorschriften von der Umsatzsteuer ausgenommen ist, unterliegen Platinmünzen beim Kauf grundsätzlich der Umsatzbesteuerung. In der Praxis wird auf Platinmünzen häufig die Differenzbesteuerung angewandt, wodurch die Steuer nur auf die Handelsspanne und nicht auf den vollen Betrag anfällt.

Steuerlicher Hinweis

Für den Verkauf durch Privatpersonen gilt in Deutschland eine einjährige Spekulationsfrist: Wird eine Platinmünze länger als zwölf Monate gehalten, ist ein etwaiger Veräußerungsgewinn nach heutiger Rechtslage steuerfrei. Dies ersetzt keine steuerliche Beratung – für den Einzelfall sollte fachkundiger Rat eingeholt werden.

Diese Besonderheiten unterscheiden Platin deutlich von Anlagegold. Wer die steuerlichen Vorteile des gelben Metalls nutzen möchte, findet einen Einstieg über die Anlagemünzen aus Gold.

Echtheit prüfen und sicher aufbewahren

Die Queen's Beasts bringt mehrere Sicherheitsmerkmale mit, die eine Echtheitsprüfung erleichtern: die feine Wabenstruktur der Motivseite, das Guilloché-Muster der Wertseite, der geriffelte Rand sowie exakt definierte Maße und Gewichte. Bewährte Prüfschritte im Überblick:

  1. Gewicht kontrollieren – eine geeichte Feinwaage sollte exakt 31,103 g anzeigen.
  2. Durchmesser und Dicke messen – 32,69 mm bei rund 2,7 mm Höhe.
  3. Prägedetails betrachten – gestochen scharfe Wabenstruktur und klare Inschriften.
  4. Herkunft beachten – der Bezug über einen etablierten Fachhändler minimiert das Fälschungsrisiko.

Für die Aufbewahrung zu Hause empfiehlt sich eine kombinierte Lösung aus Schutzverpackung und sicherem Verwahrort. Die Original-Kapsel schützt vor Kratzern und Fingerabdrücken, während ein Tresor oder ein Bankschließfach vor Diebstahl bewahrt. Ganze Jahrgangssätze lassen sich übersichtlich in Münzkoffern oder Münztubes ordnen. Als deutsches Familienunternehmen mit ISO-konformer Echtheitsprüfung und vollständig versichertem Versand legt Kettner Edelmetalle besonderen Wert auf geprüfte Ware und sichere Logistik.

Für die Sammlung oder als Investment?

Die große Stärke der Queen's Beasts liegt in ihrer Doppelnatur. Als klassische Bullionmünze bildet sie physisch den Wert des Edelmetalls Platin ab und eignet sich damit für alle, die ihr Vermögen breiter über verschiedene Metalle streuen möchten. Als Motivserie mit wechselnden Wappentieren spricht sie zugleich das Herz von Sammlern an, die einen kompletten Zyklus zusammentragen wollen.

Wer den systematischen Aufbau einer Edelmetallposition bevorzugt, kann einen Blick auf die Möglichkeiten der Sparplan-Produkte werfen. Und wer die Motivwelt der Serie über andere Metalle hinweg fortsetzen möchte, kombiniert die Platinausgaben mit den passenden Queen's Beasts in Gold zu einer stimmigen dreiteiligen Sammlung. So verbindet sich royale Geschichte mit dem greifbaren Wert eines der seltensten Edelmetalle der Welt.

Häufig gestellte Fragen zu Queen's Beasts Platinmünzen

Seit wann gibt es die Queen's Beasts als Platinmünze? +

Die Serie startete 2016 zunächst in Gold und Silber. Die Platinausgaben erscheinen seit dem Jahrgang 2017, beginnend mit dem Motiv Lion of England. Insgesamt umfasst die Serie zehn Wappentiere sowie eine abschließende Completer Coin aus dem Jahr 2022.

Welchen Feingehalt und welches Gewicht hat die Münze? +

Die Queen's Beasts Platinmünze wird ausschließlich in der Stückelung 1 Unze geprägt. Sie besitzt einen Feingehalt von 999,5/1000, ein Feingewicht von 31,103 Gramm, einen Durchmesser von 32,69 Millimetern und einen Nennwert von 100 Pfund Sterling.

Sind Platinmünzen steuerlich wie Anlagegold befreit? +

Nein. Anders als Anlagegold ist Platin in Deutschland nicht von der Umsatzsteuer befreit. Häufig kommt die Differenzbesteuerung zur Anwendung, bei der die Steuer nur auf die Handelsspanne anfällt. Nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr ist ein privater Veräußerungsgewinn nach aktueller Rechtslage steuerfrei.

Was ist die Completer Coin der Serie? +

Die Completer Coin aus dem Jahr 2022 bildet den Abschluss der Serie und vereint alle zehn Wappentiere auf einer einzigen Münze. Sie ist wie die übrigen Ausgaben in Gold, Silber und Platin erhältlich und gilt als sammlerischer Höhepunkt des gesamten Zyklus.

Worin unterscheidet sich Platin von Gold und Silber als Anlage? +

Platin wird in deutlich kleineren Mengen gefördert als Gold und Silber und ist zugleich stark von der industriellen Nachfrage geprägt, etwa aus der Katalysator- und Wasserstofftechnik. Daraus ergeben sich ein eigenständiges Preisverhalten und häufig ein höheres Aufgeld gegenüber dem reinen Materialwert.

Wie werden die Münzen geliefert und aufbewahrt? +

Einzelmünzen werden meist gekapselt oder in einer Münztasche geliefert, im Großhandel gebündelt zu zehn Stück in Tubes und zehn Tubes je Masterbox. Für die Aufbewahrung empfehlen sich Münzkapseln als Kratzschutz sowie ein Tresor oder Bankschließfach für die sichere Verwahrung.