Kettner Edelmetalle
18.09.2024
15:05 Uhr

Zahl der Toten in Hochwassergebieten steigt auf 23

Die verheerenden Hochwasser in Mittel- und Osteuropa fordern weiterhin zahlreiche Opfer. Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf mindestens 23 gestiegen. Besonders betroffen sind die LĂ€nder Tschechien, Polen, RumĂ€nien und Österreich.

Schwere Verluste in Tschechien

In Tschechien wurde die Leiche einer seit Tagen vermissten Frau gefunden. Die 70-jÀhrige Frau aus dem Dorf Kobyla nad Vidnavkou war am Sonntag verschwunden und wurde am Mittwoch tot aufgefunden. Die Polizei berichtete, dass sie in einem Zaun in der NÀhe ihres Hauses am Fluss Vidnavka hÀngengeblieben sei. Acht weitere Personen werden in Tschechien weiterhin vermisst.

Österreich kĂ€mpft mit den Folgen

Auch in Österreich sind die SchĂ€den durch das Hochwasser enorm. FĂŒnf Menschen kamen bisher ums Leben. Die Regierung in Wien hat 45 Millionen Euro aus einem Katastrophenfonds fĂŒr den Wiederaufbau bereitgestellt. Bundeskanzler Karl Nehammer kĂŒndigte an, dass der Fonds insgesamt auf eine Milliarde Euro aufgestockt werde. In Niederösterreich, einem der am stĂ€rksten betroffenen Gebiete, wurden fast 1.400 GebĂ€ude evakuiert und 87 Menschen mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht.

Verkehrschaos und Sperrungen

Der Verkehr in Österreich ist weiterhin stark eingeschrĂ€nkt. Die gesamte Donau wurde fĂŒr den Schiffsverkehr gesperrt und viele Straßen und Zugstrecken sind unpassierbar. Die österreichische Bahn rĂ€t bis Donnerstag von nicht notwendigen Reisen ab.

Internationale Hilfe und SolidaritÀt

Am Donnerstag wird sich EU-KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen in Polen ein Bild von den FlutschÀden machen. Sie wird auf Einladung des polnischen MinisterprÀsidenten Donald Tusk nach Breslau reisen. Dort werden auch der österreichische Kanzler Nehammer sowie die Regierungschefs der Slowakei und Tschechiens erwartet.

Elbpegel in Dresden erreicht zweithöchste Meldestufe

In Dresden hat die Elbe am Mittwoch die zweithöchste Warnstufe drei erreicht. Der Pegelstand lag bei 6,05 Metern. Auch in Schöna wurde die Warnstufe drei erreicht, mit einem Wasserstand von 6,62 Metern. Die sĂ€chsische Hochwasserzentrale warnte vor möglichen Überschwemmungen bebauter Gebiete, Straßen und Schienen.

Hilfslieferungen nach Polen

Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer kĂŒndigte an, am Donnerstag eine Hilfslieferung fĂŒr die vom Hochwasser stark betroffene Partnerregion Niederschlesien in Polen auf den Weg zu bringen. Die HilfsgĂŒter haben einen Wert von rund 50.000 Euro.

WĂ€hrend die Pegel an Neiße, Spree und Schwarzer Elster bereits wieder sinken, bleibt die Lage in vielen Regionen angespannt. Die AufrĂ€umarbeiten haben begonnen, doch die SchĂ€den sind immens und der Wiederaufbau wird viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen.

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