
Wirtschaftsnobelpreisträger warnt: Trumps Interventionspolitik treibt Welt in neue Unordnung

Die geopolitischen Verwerfungen unter der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump nehmen immer dramatischere Ausmaße an. Der renommierte Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz schlägt nun Alarm und zeichnet ein düsteres Bild für die Zukunft der Weltwirtschaft. Seine Analyse liest sich wie ein Weckruf an alle, die noch an eine stabile internationale Ordnung glauben.
Eine neue Ära der Unsicherheit
Nach der jüngsten Militäraktion in Venezuela und den unverhohlen ausgesprochenen Drohungen gegen Kolumbien, Kuba und sogar Grönland sieht Stiglitz die Weltwirtschaft vor einem fundamentalen Umbruch. Die US-Intervention füge der globalen Ökonomie eine völlig neue Ebene der Unsicherheit hinzu, so der Ökonom. Sollte Trump seinen aggressiven Kurs fortsetzen, würden wir unweigerlich auf eine „postamerikanische Weltwirtschaft" zusteuern.
Was bedeutet das konkret? Es geht um nichts Geringeres als die Frage, ob wir uns in einer neuen Weltordnung – oder besser gesagt: Weltunordnung – befinden, in der das Völkerrecht zur Makulatur verkommt und nur noch das Recht des Stärkeren gilt. Eine erschreckende Vorstellung, die jedoch angesichts der aktuellen Entwicklungen keineswegs abwegig erscheint.
Das Taiwan-Dilemma: Wenn Großmächte Präzedenzfälle schaffen
Besonders brisant ist Stiglitz' Warnung vor den möglichen Kettenreaktionen der amerikanischen Interventionspolitik. Wenn die USA die westliche Hemisphäre als ihren exklusiven Einflussbereich beanspruchen und China den Zugang zu venezolanischem Öl verwehren wollen, welche Schlussfolgerungen wird dann Peking ziehen? Die Antwort liegt auf der Hand: China könnte dieselbe Logik auf seinen eigenen Einflussbereich anwenden – und Taiwan steht dabei im Zentrum.
Die Frage, die Stiglitz aufwirft, ist von enormer Tragweite: Was hindert China daran, den USA den Zugang zu taiwanesischen Halbleitern zu verweigern, wenn Washington seinerseits chinesische Investitionen in Lateinamerika blockiert? Die Chipindustrie Taiwans ist bekanntlich das Rückgrat der globalen Technologiebranche. Ein Konflikt um diese strategische Ressource hätte verheerende Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft.
Gift für die globale Wirtschaft
Die Aussage des Nobelpreisträgers, dass „es längst einen großen Crash hätte geben müssen", sollte jeden Anleger aufhorchen lassen. Die Märkte scheinen die geopolitischen Risiken systematisch zu unterschätzen – ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Die bereits verhängten Zölle von 20 Prozent auf EU-Importe und 34 Prozent auf chinesische Waren sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Für deutsche Anleger und Sparer bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Die Notwendigkeit, das eigene Portfolio krisenfest aufzustellen, war selten so dringend wie heute. In Zeiten, in denen die internationale Ordnung ins Wanken gerät und selbst etablierte Handelsbeziehungen über Nacht in Frage gestellt werden können, gewinnen physische Edelmetalle als Vermögenssicherung wieder an Bedeutung. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als Stabilitätsanker in turbulenten Zeiten bewährt – eine Eigenschaft, die angesichts der aktuellen geopolitischen Verwerfungen wichtiger denn je erscheint.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eine eigene Recherche durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.










