Kettner Edelmetalle
05.10.2024
22:18 Uhr

USA greifen 15 Ziele der Huthi-Miliz im Jemen an

Am Freitag haben US-StreitkrĂ€fte 15 Ziele in von den Huthis kontrollierten Gebieten im Jemen angegriffen. Laut dem US-Zentralkommando (Centcom) wurden unter anderem „offensive militĂ€rische FĂ€higkeiten“ der Miliz ins Visier genommen. Diese Angriffe sollen die Freiheit der Schifffahrt schĂŒtzen und die internationalen GewĂ€sser fĂŒr US-Schiffe, Koalitionsschiffe und Handelsschiffe sicherer machen.

Hintergrund der Angriffe

Die Huthi-Miliz, die vom Iran unterstĂŒtzt wird, kontrolliert seit Jahren große Teile des Jemen. Sie ist Teil der sogenannten „Achse des Widerstands“ gegen Israel, zu der auch die libanesische Hisbollah und die radikalislamische Hamas im Gazastreifen gehören. Diese Gruppierungen haben in der Vergangenheit immer wieder Angriffe auf Israel und Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden verĂŒbt.

Reaktionen und Konsequenzen

Der von den Huthis betriebene TV-Sender Al Masirah berichtete, dass vier von der Miliz kontrollierte StĂ€dte getroffen wurden, darunter die Hauptstadt Sanaa, die westliche Hafenstadt Hudaida sowie Dhamar und Mukayras. In Sanaa und Hudaida hörten Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP Explosionen. Ein Huthi-AnfĂŒhrer bezeichnete die Angriffe als „verzweifelten Versuch, das jemenitische Volk zu terrorisieren“ und betonte, dass der Jemen sich nicht einschĂŒchtern lassen werde.

Internationale Verwicklungen

Die jĂŒngsten Angriffe stehen im Kontext einer zunehmenden Eskalation im Nahen Osten. Am Donnerstag hatte die Huthi-Miliz nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff auf Tel Aviv verĂŒbt. Zuvor hatte Israel im vergangenen Monat im Jemen angegriffen, wobei fĂŒnf Menschen getötet wurden. Diese Angriffe waren eine Reaktion auf Raketenbeschuss der Huthis auf den Flughafen Ben-Gurion in Tel Aviv.

Die Rolle der USA und Großbritanniens

Die USA und Großbritannien greifen seit Januar Stellungen der Huthis im Jemen an. Diese militĂ€rischen Aktionen sollen die regionale StabilitĂ€t sichern und die Bedrohung durch die Huthi-Miliz eindĂ€mmen. Die Angriffe auf die Huthis sind Teil eines breiteren geopolitischen Konflikts, in dem der Iran eine zentrale Rolle spielt.

SolidaritÀtsbekundungen und Proteste

In Sanaa demonstrierten am Freitag Tausende Menschen, um ihre SolidaritÀt mit PalÀstinensern und Libanesen zu bekunden. Diese SolidaritÀtsmÀrsche sind Ausdruck der tiefen Verbindungen und der gemeinsamen politischen Ziele zwischen den Huthis und anderen anti-israelischen Gruppierungen in der Region.

Die jĂŒngsten Entwicklungen im Jemen und die militĂ€rischen Aktionen der USA und Großbritanniens verdeutlichen die komplexe und volatile Lage im Nahen Osten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und welche Auswirkungen dies auf die regionale und globale Sicherheit haben könnte.

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