
UNRWA-Verbot in Israel: Heftige Kritik von UN-GeneralsekretÀr Guterres
Die israelische Regierung hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die AktivitĂ€ten des UN-PalĂ€stinenserhilfswerks UNRWA in Israel ab dem Jahresende verbietet. Dieses Verbot umfasst auch die besetzten palĂ€stinensischen Gebiete, einschlieĂlich Ost-Jerusalem. UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres hat in einem Brief an den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu scharf gegen dieses Gesetz protestiert.
Protest von UN-GeneralsekretÀr Guterres
In seinem Schreiben appellierte Guterres an die israelische Regierung, die âverheerenden Folgenâ des Gesetzes zu verhindern und dem UNRWA zu erlauben, seine AktivitĂ€ten im Einklang mit seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen fortzusetzen. Er betonte, dass Israel als Besatzungsmacht weiterhin verpflichtet sei, die BedĂŒrfnisse der palĂ€stinensischen Bevölkerung zu befriedigen.
Verbot betrifft auch Ost-Jerusalem
Das neue Gesetz sieht vor, dass die AktivitĂ€ten des UNRWA in Israel, einschlieĂlich im 1967 besetzten Ost-Jerusalem, verboten werden. Dies bedeutet auch, dass jegliche Kommunikation und Koordination des UNRWA mit israelischen Behörden unterbunden wird. Die Umsetzung des Verbots ist in drei Monaten geplant.
Hintergrund des Verbots
Israel steht dem UNRWA seit Langem kritisch gegenĂŒber. Die Beziehungen zwischen Israel und dem Hilfswerk haben sich nach dem Ăberfall der radikalislamischen Hamas auf Israel im Oktober 2023 weiter verschlechtert. Israel wirft mehreren UNRWA-Mitarbeitern eine Beteiligung an dem Angriff vor und hat Beweise fĂŒr eine engere Verbindung des Hilfswerks mit der Hamas angefĂŒhrt, darunter ein 700 Meter langer Tunnel der Terrororganisation unter dem Hauptquartier des UNRWA in Gaza-Stadt.
Folgen des Verbots
Das Verbot könnte das Ende der Arbeit des UNRWA im Gazastreifen und im besetzten Westjordanland bedeuten, was die humanitÀre Lage in diesen Gebieten weiter verschÀrfen könnte. Guterres betonte, dass Israel verpflichtet sei, die AktivitÀten der Vereinten Nationen, darunter auch die des UNRWA, zu erlauben und zu erleichtern, um die Versorgung der Menschen im Gazastreifen sicherzustellen.
Die Entscheidung der israelischen Regierung hat international scharfe Kritik hervorgerufen. Viele befĂŒrchten, dass das Verbot die ohnehin angespannte Lage in den besetzten palĂ€stinensischen Gebieten weiter eskalieren könnte.
Fazit
Das neue Gesetz der israelischen Regierung, das die AktivitĂ€ten des UNRWA in Israel verbietet, hat zu heftigen Reaktionen und internationaler Kritik gefĂŒhrt. UN-GeneralsekretĂ€r Guterres hat in einem Brief an Premierminister Netanjahu gegen das Gesetz protestiert und betont, dass Israel verpflichtet sei, die BedĂŒrfnisse der palĂ€stinensischen Bevölkerung zu befriedigen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich diese Entscheidung auf die humanitĂ€re Lage in den betroffenen Gebieten auswirken wird.










