Kettner Edelmetalle
17.08.2026
05:31 Uhr
KI-generiert

UN ehrt Hamas-Kommandeur: Baerbock entzündete die Gedenkflamme

UN ehrt Hamas-Kommandeur: Baerbock entzündete die Gedenkflamme
Symbolbild: KI-generiert

Es sollte ein würdiger Moment werden: Am 8. Juni 2026 entzündeten UN-Generalsekretär António Guterres und die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, in New York eine Gedenkflamme für 136 im Dienst gestorbene UN-Mitarbeiter. Unter den verlesenen Namen war nach Recherchen der Genfer Organisation UN Watch auch der eines langjährigen UNRWA-Schulleiters, der zugleich Feldkommandeur der Hamas gewesen sein soll. Deutschland zählt zu den größten Geldgebern des Hilfswerks.

Vom Klassenzimmer in den Terrortunnel?

Der Mann, Imad Yousif El Samhouri, arbeitete Medienberichten zufolge über ein Jahrzehnt als Lehrer und Schulleiter an UNRWA-Schulen in Rafah. In einem von der Hamas veröffentlichten sogenannten Märtyrer-Video soll er bewaffnet auftreten, den Dschihad als seinen Weg bezeichnen und die Tunnelanlagen der Terrororganisation preisen.

UN Watch ordnet ihn dem Muhammad-al-Shamali-Bataillon der Kassam-Brigaden zu. Die Organisation spricht ausdrücklich nicht von einem Einzelfall, sondern von einem Netzwerk – und verweist auf Dossiers zu mehreren Hundert UNRWA-Beschäftigten mit mutmaßlichen Terrorverbindungen.

„Ihr habt unsere Welt zu einem besseren Ort gemacht"

Besonders unangenehm für die UN-Spitze: Guterres würdigte die Verstorbenen bei der Zeremonie mit warmen Worten.

„Ihr habt unsere Welt zu einem besseren Ort gemacht."

Von den 136 Geehrten kamen laut UN-Angaben 80 aus dem Palästinenserhilfswerk UNRWA im Gazastreifen. Nur 27 Namen wurden vollständig verlesen – bei den übrigen habe man die Familien nicht erreichen können, hieß es bei der Zeremonie. UN-Watch-Direktor Hillel Neuer fordert nun in einem offenen Brief an Guterres und Baerbock eine Entschuldigung, den Widerruf der Ehrung und eine unabhängige Untersuchung. Die Terrorverbindungen des Mannes seien öffentlich einsehbar gewesen, argumentiert er – über Fotos mit Hamas-Funktionären und Terror verherrlichende Beiträge in sozialen Netzwerken.

570 Millionen Euro – und keiner hat hingeschaut?

Für deutsche Steuerzahler ist das mehr als eine ferne UN-Petitesse. In Baerbocks Amtszeit als Bundesaußenministerin flossen Berichten zufolge rund 570 Millionen Euro an die UNRWA. Nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und den Vorwürfen gegen Mitarbeiter des Hilfswerks setzte Berlin die Zahlungen zwischenzeitlich aus – und nahm sie später wieder auf.

Damals versicherte die Bundesregierung, es gebe ausreichende Kontrollmechanismen. Genau diese Zusicherung stellt UN Watch nun in Frage. Neuer wirft in seinem Brief die Frage auf, warum Deutschland die Finanzierung fortgesetzt habe, ohne echte Rechenschaft einzufordern.

Ein Muster, kein Zufall

Aus Sicht unserer Redaktion legt der Vorgang ein strukturelles Problem offen: Wer Milliarden in Organisationen pumpt, deren Personalkontrolle er nicht überprüfen kann, verwaltet nicht – er hofft. Und Hoffnung war noch nie eine belastbare Kontrollinstanz.

Bemerkenswert ist auch das Schweigen. Über Monate hinweg war die Ehrung offenbar kein öffentliches Thema, bis eine private Beobachterorganisation die Aufnahmen zusammenführte. Eine Stellungnahme der UN oder Baerbocks zu den Vorwürfen lag zum Redaktionsschluss nicht vor.

Für viele Bürger dürfte die entscheidende Frage eine simple sein: Wer haftet eigentlich politisch, wenn deutsches Steuergeld in Strukturen landet, die eine als Terrororganisation eingestufte Bewegung unterwandert haben soll? Bislang lautet die Antwort in solchen Fällen meist: niemand.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Die genannten Vorwürfe sind bislang nicht gerichtlich geklärt; es gilt die Unschuldsvermutung.

Wissenswertes zum Thema