
Trumps Ultimatum an Havanna: Kubas Schicksalsstunde schlägt

Mit der Subtilität eines Vorschlaghammers hat US-Präsident Donald Trump dem kommunistischen Regime in Kuba die Pistole auf die Brust gesetzt. „Trefft ein Abkommen, bevor es zu spät ist", donnerte der 47. Präsident der Vereinigten Staaten über seine Plattform Truth Social in Richtung Karibik. Die Botschaft könnte kaum unmissverständlicher sein: Entweder Havanna beugt sich dem amerikanischen Willen, oder die ohnehin marode Inselwirtschaft wird endgültig in den Abgrund gerissen.
Venezuela als Druckmittel
Der Hintergrund dieser diplomatischen Offensive ist brisant. Nach der jüngsten Inhaftierung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte – ein Vorgang, der das Völkerrecht in seinen Grundfesten erschüttert – dreht Washington nun auch an der kubanischen Daumenschraube. „Es wird kein Öl und kein Geld mehr nach Kuba fließen – null!", verkündete Trump mit der ihm eigenen Direktheit.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Venezuela lieferte zuletzt rund 35.000 Barrel Öl täglich an die sozialistische Bruderinsel. Im Gegenzug stellte Kuba Sicherheitsdienste zur Verfügung – eine Symbiose zweier gescheiterter Systeme, die nun ihr jähes Ende finden soll. Trump erklärte kurzerhand, die USA seien fortan „der Schutz Venezuelas", während Kuba seine Rolle als Einflussmacht verloren habe.
Die Tragödie des kubanischen Volkes
Was bei all dem machtpolitischen Kalkül untergeht, ist das Schicksal der einfachen Kubaner. Seit über sechs Jahrzehnten leidet die Bevölkerung unter einem doppelten Joch: dem sozialistischen Misswirtschaftssystem der Castro-Erben und dem amerikanischen Handelsembargo, das jeden wirtschaftlichen Aufschwung im Keim erstickt. Die konfiszierten venezolanischen Öltanker verschärfen eine bereits katastrophale Energiekrise. Tägliche Stromabschaltungen sind längst zur bitteren Normalität geworden.
Die kubanische Regierung reagierte bislang mit trotziger Rhetorik. Präsident Díaz-Canel bezeichnete die 32 bei einem US-Einsatz in Caracas getöteten kubanischen Staatsbürger als „mutige Kämpfer" gegen „imperialistische Terroristen". Doch hinter der revolutionären Fassade bröckelt es gewaltig.
Rubio als künftiger Präsident Kubas?
Besonders pikant erscheint ein Detail am Rande: Trump teilte einen Beitrag, in dem sein Außenminister Marco Rubio – selbst kubanischstämmig – als künftiger Präsident Kubas vorgeschlagen wurde. Trumps lakonischer Kommentar: „Klingt gut!" Was wie ein schlechter Scherz anmutet, offenbart die wahren Ambitionen Washingtons. Es geht nicht um die Befreiung des kubanischen Volkes, sondern um die Rückkehr amerikanischer Konzerne auf die Insel.
Man muss kein Freund sozialistischer Experimente sein, um zu erkennen, dass hier Großmachtpolitik in ihrer reinsten Form betrieben wird. Der Sozialismus hat Kuba zweifellos in den wirtschaftlichen Ruin getrieben – doch die amerikanische Sanktionspolitik hat diesen Niedergang systematisch beschleunigt. Die Leidtragenden sind wie immer die einfachen Menschen, die zwischen den Mühlsteinen der Ideologien zerrieben werden.
Ein Lehrstück gescheiterter Politik
Die Situation in Kuba ist ein mahnendes Beispiel dafür, wohin ideologische Verblendung führt – auf beiden Seiten. Während das Castro-Regime sein Volk in Armut hält, nutzt Washington die Not als Hebel für geopolitische Interessen. Traditionelle Werte wie Selbstbestimmung und nationale Souveränität bleiben dabei auf der Strecke. Europa täte gut daran, aus diesem Schauspiel die richtigen Schlüsse zu ziehen und sich nicht in ähnliche Abhängigkeiten manövrieren zu lassen.










