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08.01.2026
06:41 Uhr

Trumps Billionen-Traum: US-Präsident fordert gigantische Aufrüstung und zwingt Venezuela in die Knie

Trumps Billionen-Traum: US-Präsident fordert gigantische Aufrüstung und zwingt Venezuela in die Knie

Was für ein Schauspiel amerikanischer Machtpolitik! Donald Trump, der 47. Präsident der Vereinigten Staaten, hat dem Kongress einen Vorschlag unterbreitet, der selbst hartgesottene Militärstrategen schlucken lässt: Satte 1,5 Billionen Dollar soll das Verteidigungsbudget für das Jahr 2027 betragen. Das entspricht einer Steigerung von fast 70 Prozent gegenüber dem aktuellen Budget von 901 Milliarden Dollar.

Die „Traumarmee" als Antwort auf eine gefährliche Welt

Auf seiner Plattform „Truth Social" begründete Trump den monumentalen Vorstoß mit den „sehr unruhigen und gefährlichen Zeiten", in denen sich die Welt befinde. Nach „langen und schwierigen Verhandlungen" mit Kongressmitgliedern und Ministern sei er zu dem Schluss gekommen, dass Amerika endlich das „Traum-Militär" verdiene, das seine Sicherheit gewährleiste – „egal vor welchem Feind".

Man mag von Trumps polternder Art halten, was man will, doch eines muss man dem Mann lassen: Er versteht es, Prioritäten zu setzen. Während in Deutschland die Ampel-Koalition jahrelang die Bundeswehr kaputtsparte und erst nach dem Zerbrechen der Regierung zaghafte Schritte zur Aufrüstung unternommen wurden, macht Trump Nägel mit Köpfen. Ob der Kongress mitspielt, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Venezuela unter amerikanischer Kuratel

Doch die Aufrüstungspläne sind nur ein Teil des trumpschen Machtpokers. Nach der spektakulären Festnahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro, der sich nun in New York wegen Drogenhandels verantworten muss, hat Washington das südamerikanische Land faktisch unter seine Kontrolle gebracht.

Die Konditionen, die Trump nun verkündete, haben es in sich:

Venezuela wird künftig sämtliche Einnahmen aus Ölverkäufen ausschließlich für amerikanische Produkte ausgeben müssen. Agrarprodukte, Medikamente, medizinische Geräte und Ausrüstung zur Verbesserung des maroden Stromnetzes – alles „Made in USA". Trump selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf von 30 bis 50 Millionen Barrel venezolanischen Öls kontrollieren, wie er großspurig verkündete.

Kolumbien lenkt ein – vorerst

Auch gegenüber Kolumbien, das Trump noch vor wenigen Tagen als „sehr krank" bezeichnet und mit einer Militäroperation gedroht hatte, schlug der Präsident plötzlich versöhnlichere Töne an. Nach einem Telefonat mit Präsident Gustavo Petro lud er diesen ins Weiße Haus ein. Man habe ein „freundliches Telefonat" geführt, bei dem Petro „die Drogensituation" erklärt habe.

„Ich wusste seinen Anruf und seinen Ton zu schätzen und freue mich darauf, ihn in naher Zukunft zu treffen."

Amerika first – mit aller Konsequenz

Was Trump hier demonstriert, ist nichts weniger als die Rückkehr zu einer unverblümten Interessenpolitik. Während europäische Politiker noch immer von multilateralen Lösungen und diplomatischen Prozessen faseln, schafft der amerikanische Präsident Fakten. Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer sich mit den USA anlegt, bekommt die volle Wucht amerikanischer Macht zu spüren – militärisch wie wirtschaftlich.

Ob diese Politik langfristig klug ist, darüber werden Historiker noch in Jahrzehnten streiten. Fest steht jedoch: Trump liefert, was er versprochen hat. Eine Lektion, die sich mancher deutsche Politiker hinter die Ohren schreiben sollte.

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