Kettner Edelmetalle
08.01.2026
21:57 Uhr

Tennismatch statt Krisenmanagement: Berlins Bürgermeister Wegner log die Öffentlichkeit dreist an

Tennismatch statt Krisenmanagement: Berlins Bürgermeister Wegner log die Öffentlichkeit dreist an

Es ist ein Skandal, der das ganze Elend der deutschen Politik in einem einzigen Bild zusammenfasst: Während Zehntausende Berliner nach einem mutmaßlich linksextremistischen Terroranschlag auf das Stromnetz ohne Licht, Heizung und Energie ausharren mussten, schwang der Regierende Bürgermeister Kai Wegner seelenruhig den Tennisschläger. Und als wäre das nicht schon dreist genug, log er die Öffentlichkeit auch noch schamlos an.

Die Lüge des Regierenden Bürgermeisters

Auf einer Pressekonferenz am Sonntag hatte Wegner noch behauptet, er habe sich während der Krise „in meinem Büro zu Hause eingeschlossen". Eine glatte Unwahrheit, wie sich nun herausstellte. Erst Tage später räumte der CDU-Politiker kleinlaut ein, was längst durchgesickert war: „Ja, ich war am Samstag zwischen 13 und 14 Uhr eine Stunde Tennisspielen." Seine Rechtfertigung klingt dabei wie blanker Hohn in den Ohren der Betroffenen – er habe „einfach mal den Kopf freikriegen" müssen, nachdem er ab acht Uhr morgens mit Behörden telefoniert habe.

Man stelle sich das vor: Während 45.000 Haushalte im Dunkeln saßen, während Menschen in Gefahr gerieten, während eine Großstadt im Chaos versank, brauchte der oberste Krisenmanager nach gerade einmal fünf Stunden Telefonierens eine Auszeit auf dem Tennisplatz. Helmut Schmidt, der 1977 während der Mogadischu-Geiselkrise keinen Moment von seinem Posten wich und sogar ein Rücktrittsschreiben für den Fall des Scheiterns hinterlegte, würde sich im Grabe umdrehen.

CDU beruft Sondersitzung ein – Rücktritt unwahrscheinlich

Die Empörung innerhalb der eigenen Partei ist groß, zumindest nach außen hin. Am Donnerstagmorgen wurde eine Sondersitzung der CDU-Fraktion einberufen, einziges Thema: Wegners Verhalten am Tag der Blackout-Krise. Aus Parteikreisen heißt es, man erwarte eine Erklärung, warum der Bürgermeister am Sonntag nicht die Wahrheit gesagt habe. Doch Rücktrittsforderungen? Fehlanzeige. Angeblich mangele es an geeigneten Nachfolgekandidaten. Ein Armutszeugnis für eine Partei, die sich gerne als Hort bürgerlicher Kompetenz inszeniert.

Die Opposition hingegen findet deutliche Worte. Grünen-Fraktionschef Werner Graf warf Wegner vor, während einer akuten Notlage „Tennis gespielt" zu haben, obwohl „Menschen in Gefahr gerieten". Ausgerechnet die Grünen als moralische Instanz – das allein zeigt, wie tief die CDU in Berlin gesunken ist.

Ein Symptom des politischen Verfalls

Der Fall Wegner ist kein Einzelfall, sondern symptomatisch für eine politische Klasse, die sich längst von den Sorgen und Nöten der Bürger abgekoppelt hat. Man erinnere sich an Armin Laschets Lachsalve im Ahrtal, an den Landrat, dem sein Porsche wichtiger war als die Flutopfer. Es sind Politiker einer neuen Generation, die meinen, über den Dingen zu stehen, sich wie kleine Könige aufführen zu können – mit noch kleinerem Verantwortungsbewusstsein.

Besonders pikant: Die für Polizei und Katastrophenschutz zuständige Innensenatorin Iris Spranger von der SPD glänzte ebenfalls durch Abwesenheit in der öffentlichen Wahrnehmung. Wo war sie, während ihr Chef Tennis spielte? Was hat sie unternommen? Die Fragen bleiben unbeantwortet, die Verantwortungslosigkeit ist parteiübergreifend.

Linksextremistischer Terror seit 15 Jahren ungesühnt

Fast noch erschreckender als Wegners Verhalten ist die Tatsache, dass die mutmaßlich linksextremistischen Täter seit nunmehr 15 Jahren unbehelligt ihr Unwesen treiben können. Anschlag um Anschlag auf die kritische Infrastruktur – und kein einziger Täter wurde je gefasst. Auf die simple Frage, warum das so ist, antworten Berliner Politiker aller Couleur gebetsmühlenartig: „Wir müssen unsere kritische Infrastruktur noch besser schützen." Von Täterermittlung kein Wort.

Gewalt von links wird in diesem Land seit Jahren als Kavaliersdelikt behandelt. Kein Wunder also, dass es für einen Bürgermeister nicht vordringlich erscheint, seinen Tennismatch zu verschieben. Die Prioritäten sind klar – und sie liegen nicht beim Schutz der Bürger.

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht."

Heinrich Heines Worte aus dem 19. Jahrhundert sind aktueller denn je. Berlin, einst stolze Hauptstadt, ist zum Spiegelbild deutschen Politikversagens geworden – ein Ort, um den viele Deutsche längst einen großen Bogen machen. Und Politiker wie Kai Wegner tragen dazu bei, dass sich daran so schnell nichts ändern wird.

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