Kettner Edelmetalle
29.05.2026
16:51 Uhr

Schwimmende Mini-Atomkraftwerke für Griechenland: Während Deutschland abschaltet, denkt der Süden voraus

Schwimmende Mini-Atomkraftwerke für Griechenland: Während Deutschland abschaltet, denkt der Süden voraus

Es ist eine Ironie der Geschichte, die kaum bitterer ausfallen könnte: Während in Deutschland die letzten funktionstüchtigen Kernkraftwerke unter dem Jubel ideologisch verblendeter Politiker vom Netz genommen wurden, denkt man andernorts in Europa bereits über die nächste Generation der Kernenergie nach. Eine neue Studie des Deon Policy Institute – gemeinsam erarbeitet mit ABS, Core Power und Athlos Energy – kommt zu dem Schluss, dass schwimmende Mini-Atomkraftwerke die griechischen Inseln künftig mit sauberem Strom versorgen könnten.

Was steckt hinter der Idee?

Bei den sogenannten Floating Nuclear Power Plants (FNPP) handelt es sich um nukleare Anlagen, bei denen ein oder mehrere Reaktoren in eine schwimmende Plattform oder ein Schiff integriert werden. Diese Anlagen sollen nicht nur Strom und Wärme liefern, sondern teilweise auch über Entsalzungsanlagen Trinkwasser bereitstellen. Befeuert werden sie von sogenannten Small Modular Reactors – kompakten Reaktoren, die als standardisierte Einheiten in Fabriken gefertigt und anschließend zum Einsatzort transportiert werden.

Neu ist das Konzept keineswegs. Das russische FNPP Akademik Lomonosov befindet sich bereits seit 2019 im kommerziellen Betrieb. Die Technologie teilt zudem ein gemeinsames technisches und regulatorisches Fundament mit jahrzehntelanger Erfahrung im militärischen Nuklearantrieb von U-Booten und Überwasserschiffen. Von Experiment kann also keine Rede sein.

Griechenlands geographischer Trumpf

Die Studie betont, dass die ausgedehnte Küstenlinie und die archipelartige Geographie Griechenlands geradezu prädestiniert für solche schwimmenden Lösungen seien. Strom werde dort erzeugt, wo er gebraucht werde – ohne dauerhaften Flächenverbrauch und ohne in Konkurrenz zu Landwirtschaft, Wohnraum oder erneuerbaren Energien zu treten.

"Diese Studie zeigt, dass FNPPs für Griechenland keine ferne oder rein theoretische Option sind. Es wurden keine fundamentalen technischen oder institutionellen Barrieren festgestellt", erklärte George Laskaris, Präsident des Deon Policy Institute.

Als führende Seemacht der Welt verfüge Griechenland über einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil. Rund 75 Prozent der gesamten Wertschöpfung entfielen auf den sogenannten Balance of Plant – jene Bereiche also, in denen die griechische maritim-industrielle Basis bereits über entsprechende Kompetenzen verfüge.

Keine Hindernisse – außer dem politischen Willen

Spannend ist vor allem, was die Studie nicht fand: nämlich keine wesentlichen rechtlichen oder regulatorischen Hürden. Die Technologie gilt als reif und kommerziell glaubwürdig. Die Herausforderung liege, so die Autoren, weniger in der Technik als vielmehr in der institutionellen Bereitschaft und der politischen Kontinuität. Ein schwimmendes Kernkraftwerk könnte demnach bereits zwischen 2035 und 2040 in Griechenland in Betrieb gehen.

Man stelle sich diesen Befund einmal vor dem Hintergrund der deutschen Energiepolitik vor. Hierzulande wurden hochmoderne, sichere Kraftwerke aus reiner Ideologie verschrottet, während die Strompreise durch die Decke schießen und die Industrie reihenweise ins Ausland abwandert. Andernorts in Europa prüft man nüchtern und pragmatisch, wie man Inseln günstig und emissionsarm versorgen kann. Wer hier voraus denkt und wer rückwärts marschiert, dürfte offensichtlich sein.

Eine Lehre für Deutschland

Während die griechischen Reaktoren ölbefeuerte Stromaggregate auf nicht ans Netz angebundenen Inseln ersetzen sollen, leistet sich Deutschland den Luxus, weiterhin Kohlekraftwerke hochzufahren und gleichzeitig Strom aus französischen Atomkraftwerken zu importieren. Ein Schelm, wer dabei an Doppelmoral denkt. Die Energiewende, wie sie hierzulande betrieben wird, gleicht zunehmend einem teuren Selbstbetrug auf Kosten der Bürger und der Wirtschaftskraft.

Was bleibt, ist eine ernüchternde Erkenntnis: In Zeiten geopolitischer Unsicherheit, schwankender Energiemärkte und einer Geldpolitik, die den realen Wert der Ersparnisse Tag für Tag aufzehrt, sollte jeder kluge Anleger über die langfristige Sicherung seines Vermögens nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Verirrungen und energiepolitischen Experimenten ihren Wert bewahren – ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen ausschließlich der Meinung unserer Redaktion sowie den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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