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09.01.2026
17:21 Uhr

Russland schlägt mit Hyperschallrakete zurück: Oreshnik trifft Ukraine als Vergeltung für angeblichen Anschlag auf Putin

Russland schlägt mit Hyperschallrakete zurück: Oreshnik trifft Ukraine als Vergeltung für angeblichen Anschlag auf Putin

Die Eskalationsspirale im Ukraine-Konflikt dreht sich unaufhaltsam weiter. In der Nacht zum Freitag hat Russland einen massiven Vergeltungsschlag gegen die Ukraine geführt und dabei erneut seine gefürchtete Hyperschallrakete Oreshnik eingesetzt. Der Kreml begründet den Angriff als direkte Antwort auf einen mutmaßlichen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin im vergangenen Monat.

Kiew und Lwiw unter schwerem Beschuss

Die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde in der nächtlichen Attacke schwer getroffen. Wohngebäude gerieten in Brand, mindestens vier Menschen verloren ihr Leben. Doch der eigentliche Paukenschlag ereignete sich im Westen des Landes: Ukrainische Behörden bestätigten, dass eine ballistische Rakete mit Hyperschallgeschwindigkeit ein "Infrastrukturobjekt" nahe der Stadt Lwiw traf.

Die Zahlen sind beeindruckend und beängstigend zugleich: Mit einer Geschwindigkeit von rund 13.000 Kilometern pro Stunde – das entspricht etwa 8.000 Meilen – raste das Geschoss kurz vor Mitternacht durch den ukrainischen Luftraum. Gegen solche Waffen gibt es derzeit keine wirksame Abwehr.

Moskau bestätigt Vergeltungsschlag

Das russische Verteidigungsministerium ließ keinen Zweifel an der Botschaft aufkommen. In einer offiziellen Stellungnahme hieß es, die Oreshnik-Rakete sei auf "strategische Ziele" abgefeuert worden – als direkte Vergeltung für den Drohnenangriff auf Putins Residenz in der Region Nowgorod. "Die Ziele des Angriffs wurden erreicht", verkündete das Ministerium und fügte unmissverständlich hinzu: "Keine terroristische Aktion des kriminellen ukrainischen Regimes wird unbeantwortet bleiben."

Widersprüchliche Darstellungen aus Washington

Die Ukraine bestreitet vehement, Putins Residenz ins Visier genommen zu haben. Interessanterweise hat auch US-Präsident Donald Trump seine ursprüngliche Position revidiert. Das Weiße Haus erklärt nun, über neue Geheimdienstinformationen zu verfügen. Demnach seien zwar Drohnen in der Nähe gewesen, Putins Residenz sei jedoch nicht direkt angegriffen worden.

Diese diplomatischen Verrenkungen ändern freilich nichts an der brutalen Realität auf dem Schlachtfeld. Die Zivilbevölkerung in Kiew verbrachte eine weitere Nacht des Schreckens, während Drohnen stundenlang über der Stadt kreisten.

Eine unmissverständliche Warnung an den Westen

Der Angriff auf Lwiw – eine Stadt, die normalerweise selten Ziel russischer Attacken ist – trägt eine klare Botschaft an NATO und westliche Verbündete. Der Kreml signalisiert unmissverständlich, dass er keine "Friedenspläne" akzeptieren wird, die westliche Truppen als Beobachter einer künftigen Waffenruhe auf ukrainischem Boden vorsehen.

Jede derartige Stationierung würde als "legitimes militärisches Ziel" betrachtet werden.

So die unmissverständliche Drohung von Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums. Sie beschuldigte zudem Selenskyjs amerikanische und europäische Unterstützer, eine "Kriegsachse" zu bilden.

Frieden in weiter Ferne

Der jüngste Pariser Gipfel europäischer und internationaler Staatschefs erscheint angesichts dieser Entwicklungen wie ein Treffen in einer Parallelwelt. Die Realität sieht anders aus: Russland demonstriert seine militärische Überlegenheit bei Hyperschallwaffen, während der Westen zusehen muss, wie seine Verbündeten unter Beschuss geraten.

Die Oreshnik-Rakete, die bereits Ende 2024 die zentrale ukrainische Stadt Dnipro traf, markiert einen Wendepunkt in diesem Konflikt. Sie symbolisiert eine neue Dimension der Kriegsführung, gegen die konventionelle Verteidigungssysteme machtlos sind. Europa täte gut daran, diese Entwicklung sehr genau zu beobachten – und endlich eine realistische Strategie zu entwickeln, statt sich in ideologischen Grabenkämpfen zu verlieren.

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