Kettner Edelmetalle
10.02.2026
10:35 Uhr

Pleitewelle rollt ungebremst: Tausende ArbeitsplÀtze in Gefahr

Die deutsche Wirtschaft steckt in einer AbwĂ€rtsspirale, die sich mit jedem Monat tiefer in das Fundament des einstigen Exportweltmeisters frisst. Die neuesten Zahlen des Leibniz-Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zeichnen ein dĂŒsteres Bild: Im Januar 2026 wurden 1.391 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften registriert. Das sind zwar acht Prozent weniger als im Dezember – doch vier Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Entwarnung kann keine Rede sein.

Fast 17.000 ArbeitsplÀtze auf einen Schlag bedroht

Besonders alarmierend ist die Dimension der menschlichen Tragödien hinter den nĂŒchternen Statistiken. Allein in den grĂ¶ĂŸten zehn Prozent der insolventen Unternehmen seien im vergangenen Monat knapp 17.000 ArbeitsplĂ€tze betroffen gewesen. Das entspreche einem Anstieg von zehn Prozent gegenĂŒber dem Dezember 2025 und sogar 18 Prozent mehr als im Januar des Vorjahres. Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, eine Familie, eine Existenz – und ein Staat, der offenkundig nicht in der Lage ist, die Rahmenbedingungen fĂŒr wirtschaftliches Gedeihen zu schaffen.

Unter den betroffenen Unternehmen befanden sich den Angaben zufolge mehrere grĂ¶ĂŸere Personaldienstleister, eine namhafte Autovermietung sowie ein bedeutender GebĂ€udedienstleister. Branchen also, die einst als RĂŒckgrat der deutschen Dienstleistungswirtschaft galten.

Experten erwarten keine Besserung vor April

Die Prognosen der IWH-Experten lesen sich wie ein Krankenbericht ohne Therapieplan. FĂŒr das erste Quartal 2026 wĂŒrden weiterhin hohe Insolvenzzahlen erwartet. Erst ab April sei eine gewisse „Entspannung möglich" – wobei man sich fragen darf, was dieses Wort in einem solchen Kontext ĂŒberhaupt noch bedeutet. Denn selbst im optimistischsten Szenario rechne man lediglich mit einer „Stabilisierung auf hohem Niveau". Eine Stabilisierung auf hohem Niveau – das ist, als wĂŒrde man einem Patienten auf der Intensivstation mitteilen, sein Zustand habe sich stabilisiert. Technisch korrekt, aber kaum beruhigend.

Die Wurzeln der Misere

Wer nach den Ursachen dieser Pleitewelle sucht, muss nicht lange graben. Jahre einer ideologiegetriebenen Energiepolitik, explodierende BĂŒrokratiekosten, eine erdrĂŒckende Steuerlast und eine Infrastruktur, die in weiten Teilen des Landes den Charme der Nachkriegszeit versprĂŒht – all das hat den Standort Deutschland systematisch geschwĂ€cht. Die Ampelregierung hat mit ihrer Politik der Verbote und Bevormundung den Mittelstand an den Rand der Belastbarkeit getrieben. Ob die neue Große Koalition unter Friedrich Merz den Kurs tatsĂ€chlich korrigieren wird, bleibt abzuwarten. Das geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur klingt zunĂ€chst vielversprechend, doch es sind Schulden – Schulden, die kommende Generationen werden bezahlen mĂŒssen.

Hinzu kommen die massiven Zollerhöhungen der Trump-Administration, die mit 20 Prozent auf EU-Importe die exportabhĂ€ngige deutsche Wirtschaft zusĂ€tzlich unter Druck setzen. Ein perfekter Sturm, der sich ĂŒber dem Wirtschaftsstandort Deutschland zusammenbraut.

Edelmetalle als Fels in der Brandung

In Zeiten, in denen Unternehmen reihenweise in die Insolvenz schlittern und ArbeitsplĂ€tze wie Dominosteine fallen, zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Instrument der Vermögenssicherung. WĂ€hrend Firmenanteile ĂŒber Nacht wertlos werden können, hat Gold ĂŒber Jahrtausende seinen Wert bewahrt. Wer sein Vermögen breit streut und physische Edelmetalle als solide Basis in sein Portfolio integriert, schĂŒtzt sich gegen die UnwĂ€gbarkeiten einer zunehmend fragilen Wirtschaftsordnung.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfĂ€ltiger Recherche getroffen werden. Wir ĂŒbernehmen keine Haftung fĂŒr individuelle Investitionsentscheidungen.

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