
Pleitewelle rollt ungebremst: 164 Prozent mehr vernichtete ArbeitsplÀtze als vor Corona
WĂ€hrend die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz vollmundig eine âWirtschaftswende" versprach, sprechen die nackten Zahlen eine gĂ€nzlich andere Sprache. Die Insolvenzstatistik fĂŒr Januar 2026 offenbart ein Bild der VerwĂŒstung, das selbst hartgesottene Ăkonomen erschaudern lĂ€sst: 1.391 Firmenpleiten bei Personen- und Kapitalgesellschaften verzeichnete das Leibniz-Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung Halle (IWH) â und ein Ende der Misere ist nicht in Sicht.
Die Zahlen, die niemand hören will
Man muss sich diese Dimension auf der Zunge zergehen lassen: Im Vergleich zum Durchschnitt der Januar-Monate zwischen 2016 und 2019 â also der Zeit vor Corona â liegt die aktuelle Insolvenzzahl um satte 54 Prozent höher. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Noch dramatischer fĂ€llt der Blick auf die vernichteten ArbeitsplĂ€tze aus. Die Zahl der betroffenen Stellen in den gröĂten Insolvenzverfahren ĂŒbertrifft den Vor-Corona-Durchschnitt um unfassbare 164 Prozent. Fast 17.000 ArbeitsplĂ€tze waren allein in den gröĂten zehn Prozent der insolventen Unternehmen im Januar 2026 betroffen â 18 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, zehn Prozent mehr als noch im Dezember.
Wer angesichts dieser Zahlen noch von einer âvorĂŒbergehenden SchwĂ€chephase" spricht, der hat entweder die RealitĂ€t verlassen oder sitzt in einem Berliner Ministerium. Vermutlich beides.
âKeine Trendwende" â das IWH warnt eindringlich
Zwar sank die Zahl der Pleiten gegenĂŒber dem Dezember leicht um acht Prozent. Doch bevor jemand in voreiligen Jubel ausbricht: Im Vergleich zum Januar 2025 stiegen die Insolvenzen um vier Prozent. Steffen MĂŒller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung, findet dafĂŒr unmissverstĂ€ndliche Worte. Der leichte RĂŒckgang bedeute âkeine Trendwende". Im Gegenteil â fĂŒr Februar und MĂ€rz seien weiterhin hohe Insolvenzzahlen zu erwarten. Eine Entspannung könne frĂŒhestens ab April eintreten, wobei selbst das eher Wunschdenken als fundierte Prognose sein dĂŒrfte.
Die FrĂŒhindikatoren des IWH, die dem tatsĂ€chlichen Insolvenzgeschehen normalerweise zwei bis drei Monate vorauslaufen, bewegen sich auf dem Niveau des Januar 2025. MĂŒller spricht daher von einer âStabilisierung auf hohem Niveau" â eine euphemistische Umschreibung dafĂŒr, dass Deutschland wirtschaftlich auf der Intensivstation liegt und der Patient keine Anstalten macht, sich zu erholen.
Dienstleistungsbranche besonders hart getroffen
Besonders verheerend traf es den Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen. Mehr als 5.000 ArbeitsplĂ€tze wurden hier vernichtet â doppelt so viele wie im Zwölf-Monats-Durchschnitt. Personaldienstleister, eine gröĂere Autovermietung und ein bedeutender GebĂ€udedienstleister mussten den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Beratungsfirmen, technische Dienstleister, Logistikunternehmen â sie alle spĂŒren den eisigen Wind einer Wirtschaft, die seit Jahren systematisch kaputtreguliert wird.
Die Quittung fĂŒr jahrelange Fehlpolitik
Was wir hier erleben, ist nicht vom Himmel gefallen. Es ist die bittere Ernte einer Politik, die ĂŒber Jahre hinweg den Wirtschaftsstandort Deutschland mit immer neuen Auflagen, einer explodierenden BĂŒrokratie, astronomischen Energiekosten und einer ideologiegetriebenen Transformation maltrĂ€tiert hat. Die Ampelregierung unter Scholz hat das Fundament gelegt, auf dem nun Unternehmen reihenweise zusammenbrechen. Und die neue GroĂe Koalition? Sie plant ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen â was nichts anderes ist als ein gigantischer Schuldenberg, den kommende Generationen abtragen mĂŒssen. Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen hat sich in Luft aufgelöst, noch bevor die Tinte unter dem Koalitionsvertrag richtig trocken war.
GroĂinsolvenzen fĂŒhren regelmĂ€Ăig zu erheblichen und meist dauerhaften Einkommens- und Lohnverlusten bei den BeschĂ€ftigten. Wer seinen Arbeitsplatz durch eine Firmenpleite verliert, findet hĂ€ufig nur zu deutlich schlechteren Konditionen eine neue Anstellung â wenn ĂŒberhaupt. Die sozialen Folgekosten dieser Pleitewelle werden die öffentlichen Kassen noch auf Jahre belasten.
Vertrauen in den Standort Deutschland schwindet
Das IWH liefert mit seinem Insolvenztrend monatlich deutlich frĂŒher belastbare Daten als die amtliche Statistik. Die Abweichungen zu den spĂ€ter veröffentlichten offiziellen Zahlen sind gering, da die erfassten FĂ€lle mehr als 90 Prozent der durch Firmenpleiten betroffenen ArbeitsplĂ€tze abdecken. Diese Daten sind also keine Randnotiz, sondern ein Seismograph fĂŒr den Zustand der deutschen Volkswirtschaft. Und dieser Seismograph schlĂ€gt Alarm.
In Zeiten wie diesen, in denen die wirtschaftliche Unsicherheit greifbar wird und ArbeitsplĂ€tze in erschreckendem Tempo verschwinden, rĂŒckt die Frage der persönlichen Vermögenssicherung in den Vordergrund. WĂ€hrend Unternehmen reihenweise in die Insolvenz rutschen und AktienmĂ€rkte von geopolitischen Verwerfungen â von Trumps Zollpolitik bis zum Nahost-Konflikt â durchgeschĂŒttelt werden, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlĂ€sslicher Anker in stĂŒrmischen Zeiten. Gold und Silber kennen keine Insolvenz, keine BilanzfĂ€lschung und keinen Vorstandsbeschluss zur StandortschlieĂung. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen die UnwĂ€gbarkeiten einer zunehmend fragilen Wirtschaftsordnung absichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil seines Portfolios in Betracht ziehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfĂ€ltiger Recherche getroffen werden. Wir ĂŒbernehmen keine Haftung fĂŒr individuelle Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.










