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05.01.2026
16:10 Uhr

Linksterrorismus in Berlin: Anschlag auf Stromnetz offenbart erschreckende Verwundbarkeit

Linksterrorismus in Berlin: Anschlag auf Stromnetz offenbart erschreckende Verwundbarkeit

Was sich am vergangenen Wochenende im Südwesten der Bundeshauptstadt abspielte, ist nichts weniger als ein Weckruf für die gesamte Republik. Ein gezielter Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal legte die Stromversorgung für rund 45.000 Haushalte lahm und stürzte etwa hunderttausend Menschen in eine Notlage. Die Berliner Senatsverwaltung fordert nun den Generalbundesanwalt auf, die Übernahme der Ermittlungen zu prüfen – ein deutliches Signal dafür, wie ernst die Lage eingeschätzt wird.

Vom Linksextremismus zum Linksterrorismus

Berlins Innensenatorin Iris Spranger fand ungewöhnlich deutliche Worte. „Die Täter nehmen bewusst und wissentlich in Kauf, dass Menschen in Leib und Leben zu Schaden kommen", erklärte die SPD-Politikerin vor der versammelten Presse. Hier könne nicht mehr lediglich von Linksextremismus gesprochen werden – vielmehr stehe Linksterrorismus im Raum. Eine bemerkenswerte Aussage, bedenkt man, wie lange Politik und Medien die Gefahr von links systematisch heruntergespielt haben.

Besonders perfide: Der Anschlag traf ein Gebiet, in dem überdurchschnittlich viele ältere Menschen und vulnerable Gruppen leben. Krankenhauspatienten, Familien mit Kleinkindern, pflegebedürftige Senioren – sie alle wurden durch diesen feigen Akt in Gefahr gebracht. Bis Montagmittag waren immer noch Tausende Haushalte ohne Strom, während Hilfsorganisationen, Feuerwehr und mittlerweile auch die Bundeswehr im Dauereinsatz standen.

Die „Vulkangruppe" – bekannte Täter, unbekannte Konsequenzen

Ein Bekennerschreiben einer Organisation namens „Vulkangruppe" wurde von der Polizei als glaubwürdig eingestuft. Diese Gruppierung ist keine Unbekannte: Bereits im März 2024 bekannte sie sich zu einem Brandanschlag auf das Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide. Man fragt sich unweigerlich: Warum konnten diese Extremisten erneut zuschlagen? Welche Maßnahmen wurden seit dem Tesla-Anschlag ergriffen, um weitere Attacken zu verhindern?

„Wir sehen auch, dass zuletzt die Qualität der Angriffe angestiegen ist und sich eben gegen Einrichtungen der Stromversorgung richtet."

Diese Warnung aus dem Bundesinnenministerium sollte jeden Bürger aufhorchen lassen. Die Behörden beobachten „vermehrt Angriffe gegen kritische Infrastrukturen" – und Brandstiftungen gehören offenbar zum Standardrepertoire der linksextremistischen Szene. Doch was folgt aus dieser Erkenntnis? Wo bleiben die konsequenten Maßnahmen gegen diese Strukturen?

Die Bundesregierung reagiert – aber reicht das?

Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille verurteilte den Anschlag „auf das Schärfste" und sprach von einer „schweren Straftat, die durch nichts zu rechtfertigen ist". Schöne Worte, gewiss. Doch die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, welche konkreten Schritte nun unternommen werden, um die kritische Infrastruktur des Landes zu schützen.

Die Tatsache, dass 20 Schulen geschlossen bleiben mussten und eine „Großschadenslage" ausgerufen wurde, verdeutlicht das Ausmaß der Verwundbarkeit. In einer Zeit, in der Deutschland ohnehin mit multiplen Krisen kämpft – von der Energiewende bis zur inneren Sicherheit – offenbart dieser Vorfall ein erschreckendes Versagen bei der Absicherung elementarer Versorgungsstrukturen.

Ein Symptom tieferliegender Probleme

Dieser Anschlag ist kein isoliertes Ereignis. Er reiht sich ein in eine besorgniserregende Serie von Angriffen auf die Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Während die politische Debatte sich allzu oft um Nebenschauplätze dreht, wächst im Schatten eine extremistische Szene heran, die vor nichts zurückschreckt. Die Frage, die sich jeder stellen muss: Wie lange wollen wir noch zusehen, bevor wir handeln?

Die Ereignisse in Berlin sollten ein Wendepunkt sein. Es braucht nicht nur schärfere Gesetze und mehr Ressourcen für die Sicherheitsbehörden, sondern auch einen gesellschaftlichen Konsens darüber, dass politisch motivierte Gewalt – egal von welcher Seite – niemals toleriert werden darf. Die Zeit der Verharmlosung muss endlich vorbei sein.

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