
Lamborghini beerdigt den Elektro-Traum: Nachfrage ânahe null"
Es ist eine Ohrfeige fĂŒr die Elektro-Ideologen in BrĂŒssel und Berlin, die seit Jahren mit regulatorischem Eifer den Verbrennungsmotor ins Grab treiben wollen: Lamborghini stellt die Entwicklung seines geplanten vollelektrischen Sportwagens âLanzador" ein. Der Grund ist so simpel wie vernichtend â kein Mensch will ihn kaufen.
Ein âteures Hobby" ohne Kundschaft
Konzernchef Stephan Winkelmann fand dafĂŒr Worte von erfrischender Klarheit. Die Nachfrage nach einem elektrischen Sportwagen liege ânahe null", erklĂ€rte er. In die Entwicklung eines reinen Elektroautos zu investieren, wenn weder Markt noch Kundschaft dafĂŒr bereit seien, wĂ€re schlicht ein âteures Hobby". Man muss sich diese Formulierung auf der Zunge zergehen lassen. WĂ€hrend europĂ€ische Politiker Milliarden an Steuergeldern in die ElektromobilitĂ€t pumpen, wĂ€hrend Verbote und Regulierungen den BĂŒrgern vorschreiben sollen, was sie zu fahren haben, spricht ein Unternehmenslenker aus, was jeder mit gesundem Menschenverstand lĂ€ngst ahnt: Der Markt will es nicht.
Das Modell Lanzador sollte ursprĂŒnglich 2028 auf den Markt kommen. Die Entscheidung gegen das Projekt sei bereits Ende vergangenen Jahres nach internen Beratungen und umfassenden Marktanalysen gefallen, habe man aber zunĂ€chst nicht groĂ kommuniziert. Stattdessen setzt der italienische Sportwagenbauer nun konsequent auf Plug-in-Hybride und will âso lange wie möglich" am Verbrennungsmotor festhalten.
Emotion schlÀgt Ideologie
Die BegrĂŒndung, die Lamborghini fĂŒr seine Kehrtwende anfĂŒhrt, offenbart ein fundamentales MissverstĂ€ndnis der Elektro-Apologeten. KĂ€ufer von Supersportwagen schĂ€tzten den Klang und das FahrgefĂŒhl klassischer Motoren, die als âemotionales Erlebnis" wahrgenommen wĂŒrden. Elektroantriebe hĂ€tten schlicht MĂŒhe, diese Verbindung herzustellen. Wer je das tiefe Grollen eines V12-Motors gehört hat, der versteht sofort, wovon die Rede ist. Ein surrendes Elektroauto mag effizient sein â aber GĂ€nsehaut erzeugt es nicht.
Die Zahlen geben Lamborghini recht. Mit 10.747 ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen neuen Absatzrekord. Die wichtigsten MĂ€rkte liegen in Europa und im Nahen Osten. Offenbar wissen die Kunden sehr genau, was sie wollen â und das ist kein lautloses Gleiten durch die StraĂen.
Das EU-Verbrennerverbot und seine Ausnahmen
Ab 2035 dĂŒrfen in der EuropĂ€ischen Union grundsĂ€tzlich keine neuen Fahrzeuge mit reinem Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. FĂŒr Kleinserienhersteller wie Lamborghini gelten allerdings Ausnahmen. Das Unternehmen drĂ€ngt nun darauf, diese Sonderregelung ĂŒber 2035 hinaus zu verlĂ€ngern, und verweist dabei auf die geringen StĂŒckzahlen sowie die niedrigen Jahresfahrleistungen vieler Kunden. Ein durchaus nachvollziehbares Argument â denn welchen messbaren Einfluss auf das Weltklima haben einige tausend Sportwagen pro Jahr?
Langfristig schlieĂe Lamborghini einen Elektrosportwagen nicht kategorisch aus, heiĂt es. Allerdings erst dann, wenn der Markt aus Sicht des Unternehmens tatsĂ€chlich bereit sei. Eine bemerkenswert nĂŒchterne Haltung in einer Zeit, in der politische EntscheidungstrĂ€ger lieber Wunschdenken als Marktdaten zur Grundlage ihrer Regulierung machen.
Ein Symptom des europÀischen RealitÀtsverlusts
Die Entscheidung von Lamborghini ist mehr als eine unternehmerische Kurskorrektur. Sie ist ein Symptom fĂŒr den wachsenden Graben zwischen politischer Ideologie und wirtschaftlicher RealitĂ€t in Europa. WĂ€hrend BrĂŒssel und auch die deutsche Politik â man denke nur an die Jahre der grĂŒnen Transformationseuphorie â mit Verboten, Subventionen und moralischem Druck eine Elektrowende erzwingen wollen, zeigt der Markt immer deutlicher, dass die Rechnung nicht aufgeht.
Die Wertverluste bei Elektrofahrzeugen sind dramatisch. Zwei Jahre alte Modelle namhafter Hersteller werden bereits mit AbschlĂ€gen von bis zu 50 Prozent auf den Katalogpreis gehandelt. RĂŒckrufaktionen wegen Brandgefahr bei Batterien kosten die Industrie weitere Milliarden. Und die Ladeinfrastruktur bleibt in weiten Teilen Europas ein Flickenteppich. All das sind keine Argumente ideologischer Verbrennerfans, sondern schlichte Fakten.
Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet ein Luxushersteller den Mut aufbringt, offen auszusprechen, was viele in der Branche nur hinter vorgehaltener Hand zugeben: Die erzwungene Elektrifizierung des Automobilsektors ist in ihrer jetzigen Form gescheitert. Nicht weil die Technologie per se schlecht wĂ€re, sondern weil man sie mit dem Holzhammer durchsetzen wollte, ohne RĂŒcksicht auf KundenwĂŒnsche, Marktreife und wirtschaftliche Vernunft.
Wenn der Stier seine Hörner zeigt
Lamborghini â dessen Wappen bekanntlich ein kampfbereiter Stier ziert â hat mit dieser Entscheidung ein Zeichen gesetzt. Es ist das Zeichen eines Unternehmens, das seinen Kunden zuhört statt Politikern. Bis 2030 sollen zwar sĂ€mtliche Modelle als Plug-in-Hybride angeboten werden, was durchaus einen Kompromiss darstellt. Aber die vollstĂ€ndige Kapitulation vor dem Elektro-Diktat bleibt aus.
Man darf gespannt sein, wie viele andere Hersteller diesem Beispiel folgen werden. Die Zeichen mehren sich jedenfalls, dass die Automobilindustrie langsam aus ihrem ideologischen Tiefschlaf erwacht. Es wĂ€re an der Zeit, dass auch die Politik in Berlin und BrĂŒssel zur Kenntnis nimmt: MĂ€rkte lassen sich nicht per Verordnung erschaffen. Und Kunden lassen sich nicht zwingen, Produkte zu kaufen, die sie nicht wollen â egal wie viele Subventionen man ihnen vor die Nase hĂ€lt.










